Mobbing Definition Schule: Was Mobbing wirklich ist
Klare Definition, zentrale Merkmale, Warnzeichen und Handlungsschritte für Lehrkräfte, Schulleitung, Schulsozialarbeit und Eltern.
Definition lesen Checkliste nutzen Anti-Mobbing-ProjekttagMobbing erkennen
- ✓ wiederholtes Verhalten
- ✓ deutliches Machtungleichgewicht
- ✓ systematische Ausgrenzung oder Schädigung
- ✓ betroffene Kinder können es nicht allein beenden
- ✓ häufig ein Prozess der gesamten Gruppe

Mobbing Definition Schule: Was bedeutet Mobbing?
Mobbing in der Schule ist kein einzelner Streit und keine einmalige Beleidigung. Von Mobbing wird gesprochen, wenn ein Kind oder Jugendlicher über einen längeren Zeitraum wiederholt angegriffen, abgewertet, ausgeschlossen oder unter Druck gesetzt wird und zwischen den Beteiligten ein deutliches Machtungleichgewicht besteht. Das betroffene Kind kann die Situation in der Regel nicht aus eigener Kraft beenden.
Die Angriffe können offen oder verdeckt erfolgen. Manche Kinder werden beschimpft, bedroht oder körperlich angegangen. Andere werden systematisch ignoriert, aus Gruppen ausgeschlossen, durch Gerüchte beschädigt oder in digitalen Räumen bloßgestellt. Entscheidend ist nicht nur die einzelne Handlung, sondern das wiederkehrende Muster.
Für Schulen ist eine klare Definition wichtig. Wird jeder Streit sofort als Mobbing bezeichnet, verliert der Begriff seine Genauigkeit. Wird echtes Mobbing dagegen als gewöhnlicher Konflikt behandelt, kann das betroffene Kind weiter geschädigt werden. Die erste Aufgabe besteht deshalb darin, genau hinzusehen und die Dynamik fachlich einzuordnen.
Die vier zentralen Merkmale von Mobbing
1. Wiederholung und Dauer
Das Verhalten tritt nicht nur einmal auf. Es wiederholt sich oder ist Teil einer anhaltenden Dynamik. Auch viele kleinere Handlungen können zusammen ein massives Muster bilden.
2. Machtungleichgewicht
Das betroffene Kind ist den anderen körperlich, sozial, zahlenmäßig oder psychisch unterlegen. Es kann sich nicht auf Augenhöhe wehren und erhält häufig zu wenig Unterstützung aus der Gruppe.
3. Systematische Schädigung oder Ausgrenzung
Die Handlungen richten sich wiederholt gegen dieselbe Person. Ziel oder Wirkung ist, das Kind zu verletzen, zu isolieren, lächerlich zu machen oder seine Stellung in der Gruppe zu schwächen.
4. Hilflosigkeit des betroffenen Kindes
Das Kind kann die Situation nicht allein beenden. Frühere Versuche, sich zu wehren, haben möglicherweise zu weiteren Angriffen geführt. Deshalb braucht es verlässliche Unterstützung durch Erwachsene.
Merksatz: Mobbing ist ein wiederholter Gruppenprozess mit Machtungleichgewicht. Das betroffene Kind trägt nicht die Verantwortung dafür, die Situation allein zu lösen.
Mobbing oder Konflikt? Die Unterschiede
Streit und Konflikte gehören zum sozialen Lernen. Kinder vertreten unterschiedliche Interessen, reagieren emotional oder machen Fehler. Bei einem normalen Konflikt sind die Beteiligten grundsätzlich vergleichbar stark. Beide Seiten können Verantwortung übernehmen und an einer Lösung mitarbeiten.
Bei Mobbing ist diese Augenhöhe nicht vorhanden. Ein Kind wird wiederholt zum Ziel, während andere über mehr Macht, Rückhalt oder Einfluss verfügen. Ein klassisches Vermittlungsgespräch, bei dem beide Seiten gleichermaßen Verantwortung übernehmen sollen, kann dann unfair und sogar schädlich sein.
| Kriterium | Konflikt oder Streit | Mobbing |
|---|---|---|
| Häufigkeit | einmalig oder situationsbezogen | wiederholt oder anhaltend |
| Kräfteverhältnis | eher ausgeglichen | deutliches Machtgefälle |
| Rollen | können wechseln | verfestigte Rollen |
| Lösungsmöglichkeit | beide Seiten können mitarbeiten | betroffenes Kind braucht Schutz und Unterstützung |
| Gruppendynamik | nicht zwingend | häufig zentral |
Eine ausführliche Abgrenzung finden Sie auf der Fachseite Mobbing oder Konflikt?.
Welche Formen von Mobbing gibt es?
Verbales Mobbing
Dazu gehören Beleidigungen, abwertende Spitznamen, Drohungen, Beschämung, verletzende Kommentare und wiederkehrende Witze auf Kosten eines Kindes.
Soziales oder relationales Mobbing
Ein Kind wird aus Gruppen ausgeschlossen, nicht eingeladen, ignoriert oder durch Gerüchte isoliert. Diese Form ist für Erwachsene oft schwerer zu erkennen, weil sie leise und verdeckt abläuft.
Körperliches Mobbing
Schubsen, Treten, Festhalten, Wegnehmen oder Zerstören von Gegenständen sowie andere körperliche Übergriffe können Teil einer Mobbingdynamik sein.
Cybermobbing
Digitale Angriffe finden in Chats, sozialen Netzwerken, Spielen oder über Bilder und Videos statt. Inhalte können schnell verbreitet werden und das betroffene Kind auch außerhalb der Schule erreichen. Vertiefende Hinweise bietet Cybermobbing in der Schule.
Mehrere Formen treten häufig gleichzeitig auf. Ein Kind kann in der Schule ausgegrenzt und später im Klassenchat weiter abgewertet werden. Schulen sollten deshalb analoge und digitale Räume gemeinsam betrachten.
Mobbing als Gruppenprozess: Rollen in der Klasse
Mobbing ist selten nur eine Beziehung zwischen einem angreifenden und einem betroffenen Kind. Häufig entwickelt sich eine Gruppendynamik. Einige Kinder greifen aktiv an. Andere unterstützen, lachen mit, verbreiten Inhalte oder sorgen für Aufmerksamkeit. Eine weitere Gruppe beobachtet und schweigt.
Diese Rollen sind pädagogisch wichtig. Mitläufer handeln nicht immer aus eigener Überzeugung. Manche möchten nicht selbst zum Ziel werden, andere suchen Anerkennung oder folgen der dominanten Gruppe. Trotzdem verstärkt ihr Verhalten die Situation.
Auch Zuschauende haben Handlungsmöglichkeiten. Sie können nicht mitlachen, Unterstützung holen, ein betroffenes Kind einbeziehen oder eine erwachsene Person informieren. Genau hier setzt Zivilcourage in der Schule an.
Eine nachhaltige Mobbingprävention arbeitet deshalb mit der gesamten Klasse. Sie stärkt Regeln, Verantwortung, Empathie und die Fähigkeit, Gruppendruck zu widerstehen.
Warnzeichen: Woran können Schulen und Eltern Mobbing erkennen?
Ein einzelnes Warnzeichen beweist noch kein Mobbing. Mehrere Veränderungen zusammen oder ein anhaltendes Muster sollten jedoch ernst genommen werden. Entscheidend ist, nicht nur auf sichtbare Verletzungen zu achten.
Mögliche Hinweise bei Kindern
- plötzlicher Rückzug oder auffällige Niedergeschlagenheit
- Angst vor Schule, Pause, Schulweg oder bestimmten Fächern
- häufige Bauch- oder Kopfschmerzen ohne klare medizinische Ursache
- Leistungsabfall oder Konzentrationsprobleme
- beschädigte oder verschwundene Sachen
- weniger Kontakte, Einladungen oder Freunde
- auffällige Veränderungen bei Schlaf, Appetit oder Mediennutzung
Hinweise im Klassenverband
- ein Kind wird regelmäßig nicht gewählt oder ausgeschlossen
- die Klasse reagiert mit Lachen, wenn dieses Kind spricht
- Gerüchte oder Spitznamen halten sich über längere Zeit
- bestimmte Kinder bestimmen, wer dazugehören darf
- Angriffe geschehen vor allem in unbeaufsichtigten Situationen
Vertiefende Seiten sind Mobbing in der Schule erkennen, Mobbing-Opfer erkennen und Mobbing-Täter erkennen.
Wie entstehen Mobbingdynamiken?
Mobbing hat keine einfache Einzelursache. Es entsteht aus dem Zusammenspiel von individuellen Verhaltensweisen, Gruppendynamik, Klassenklima, Macht, Regeln und Reaktionen der Erwachsenen. Es wäre falsch, dem betroffenen Kind Eigenschaften zuzuschreiben, die das Mobbing verursacht hätten.
Bestimmte Bedingungen können Mobbing begünstigen: unklare Regeln, inkonsequentes Eingreifen, starke Hierarchien, ein negatives Klassenklima, wenig Aufsicht in Risikosituationen oder eine Kultur, in der Abwertung als Spaß gilt.
Auch Übergänge können sensibel sein. Neue Klassen, Schulwechsel, längere Vertretungssituationen oder Veränderungen in der Gruppenzusammensetzung können Rollen neu ordnen. Prävention sollte deshalb nicht erst beginnen, wenn ein Fall bereits eskaliert.
Eine starke Klassengemeinschaft, ein positives Klassenklima und klare Regeln zum Respekt in der Schule reduzieren Risiken.
Welche Folgen kann Mobbing für Kinder haben?
Mobbing kann Kinder emotional, sozial, körperlich und schulisch stark belasten. Manche Kinder ziehen sich zurück, verlieren Selbstvertrauen oder entwickeln Angst vor Schule und Gruppen. Andere reagieren gereizt, aggressiv oder vermeiden Situationen, in denen sie sich ausgeliefert fühlen.
Auch Lernleistung und Konzentration können leiden. Wer ständig mit möglichen Angriffen rechnet, hat weniger Aufmerksamkeit für Unterricht und Aufgaben. Fehlzeiten können zunehmen, Beziehungen zu Erwachsenen können belastet werden und das Vertrauen in die Schule kann sinken.
Die Auswirkungen betreffen nicht nur das direkt betroffene Kind. Zuschauende Kinder lernen möglicherweise, dass Abwertung folgenlos bleibt. Angreifende Kinder verfestigen problematische Strategien, wenn Erwachsene nicht klar reagieren. Die gesamte Klasse verliert Sicherheit.
Eine ausführliche Darstellung bietet Folgen von Mobbing bei Kindern. Ergänzend können Resilienz bei Kindern und Selbstbewusstsein in der Grundschule gestärkt werden. Diese Angebote ersetzen jedoch niemals den Schutz und die Intervention bei einem akuten Mobbingfall.
Was sollten Schulen bei Mobbing tun?
1. Hinweise ernst nehmen
Bagatellisierungen wie „Das klären die Kinder unter sich“ können das betroffene Kind zusätzlich allein lassen. Jede Meldung sollte ruhig und sorgfältig geprüft werden.
2. Sicherheit herstellen
Das betroffene Kind braucht verlässliche Ansprechpartner und konkrete Schutzmaßnahmen. Schule sollte klären, welche Orte, Zeiten und Personen aktuell besonders relevant sind.
3. Beobachten und dokumentieren
Vorfälle, Zeitpunkte, Beteiligte, Orte, digitale Inhalte und Reaktionen sollten nachvollziehbar festgehalten werden. Dokumentation hilft, Muster zu erkennen und Maßnahmen abzustimmen.
4. Zuständigkeiten klären
Schulleitung, Klassenleitung, Schulsozialarbeit und gegebenenfalls weitere Fachkräfte sollten abgestimmt handeln. Unkoordinierte Einzelaktionen können widersprüchliche Signale senden.
5. Pädagogisch intervenieren
Die konkrete Methode muss zur Situation passen. Wichtig ist, das betroffene Kind nicht zu einem unvorbereiteten gemeinsamen Gespräch mit angreifenden Kindern zu drängen.
6. Eltern angemessen einbeziehen
Eltern brauchen sachliche Informationen, klare Ansprechpartner und einen nachvollziehbaren Plan. Schuldzuweisungen oder öffentliche Konfrontationen helfen selten.
7. Wirkung überprüfen
Nach einer ersten Maßnahme muss beobachtet werden, ob die Angriffe wirklich aufhören. Mobbing kann sich verlagern oder verdeckter fortsetzen.
Die Seite Was tun bei Mobbing? vertieft die nächsten Handlungsschritte.
Checkliste: Liegt möglicherweise Mobbing vor?
- Das Verhalten richtet sich wiederholt gegen dasselbe Kind.
- Die Vorfälle erstrecken sich über einen längeren Zeitraum oder folgen einem erkennbaren Muster.
- Zwischen den Beteiligten besteht ein Machtungleichgewicht.
- Das betroffene Kind kann die Situation nicht allein beenden.
- Weitere Kinder unterstützen, lachen, verbreiten Inhalte oder schweigen.
- Die Angriffe finden an bestimmten Orten oder in digitalen Räumen statt.
- Das Kind zeigt Veränderungen bei Stimmung, Leistung, Fehlzeiten oder sozialen Kontakten.
- Frühere Lösungsversuche haben die Lage nicht beendet oder sogar verschärft.
Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto dringender ist eine strukturierte Prüfung. Die Checkliste ersetzt keine fachliche Fallanalyse, hilft aber Lehrkräften, Schulleitung, Schulsozialarbeit und Eltern, Beobachtungen zu ordnen.
Häufige Fehler im Umgang mit Mobbing
Mobbing als normalen Streit behandeln
Eine Mediation auf Augenhöhe setzt vergleichbare Handlungsmacht voraus. Bei einem klaren Machtgefälle kann sie das betroffene Kind zusätzlich unter Druck setzen.
Das betroffene Kind verantwortlich machen
Tipps wie „Du musst dich nur besser wehren“ verschieben die Verantwortung. Schutz und Veränderung der Gruppendynamik sind Aufgaben der Erwachsenen und der Schule.
Öffentliche Befragungen in der Klasse
Unvorbereitete Gespräche vor der gesamten Gruppe können neue Beschämung, Absprachen oder Vergeltung auslösen.
Nur einzelne Vorfälle betrachten
Mobbing wird als Muster erkennbar. Wer jeden Vorfall isoliert bewertet, übersieht möglicherweise die Systematik.
Nach einer Maßnahme zu früh Entwarnung geben
Angriffe können verdeckter werden oder sich in Chats verlagern. Wirkungskontrolle und verlässliche Nachsorge sind erforderlich.
Wichtig
Bei akuter Gefahr, körperlicher Gewalt, massiven Drohungen oder strafrechtlich relevanten Inhalten müssen Schulleitung und zuständige Stellen unverzüglich einbezogen werden.
Praxisbeispiel aus dem Schulalltag
Eine Schülerin wird seit mehreren Wochen in den Pausen nicht mehr in die Gruppe gelassen. Im Unterricht lachen mehrere Kinder, sobald sie sich meldet. Im Klassenchat werden Bilder und abwertende Kommentare geteilt. Einzelne Beteiligte erklären, es sei nur Spaß.
Die einzelnen Situationen könnten oberflächlich wie Streit oder unfreundliches Verhalten wirken. Zusammengenommen zeigen sie jedoch ein wiederkehrendes Muster: dieselbe Person ist betroffen, mehrere Kinder wirken mit, die Schülerin verliert sozialen Rückhalt und kann die Situation nicht allein beenden.
Die Schule sollte jetzt nicht verlangen, dass die Schülerin sich vor der Gruppe rechtfertigt. Sinnvoller sind Schutz, Dokumentation, klare Zuständigkeiten, getrennte Gespräche, die Bearbeitung der Gruppendynamik und eine verbindliche Nachkontrolle.
Dieses Beispiel zeigt, warum eine präzise Mobbing-Definition für Schulen praktisch relevant ist. Sie entscheidet darüber, ob eine Situation passend eingeordnet und wirksam bearbeitet wird.
Wie Schulen Mobbing vorbeugen können
Prävention beginnt mit einer klaren Haltung. Kinder müssen wissen, dass Abwertung, Ausgrenzung und digitale Angriffe ernst genommen werden. Regeln brauchen verständliche Konsequenzen und Erwachsene müssen verlässlich reagieren.
Ein positives Klassenklima entsteht durch gemeinsame Erfahrungen, Beteiligung und Reflexion. Klassenrat, kooperative Aufgaben, soziales Lernen, gewaltfreie Kommunikation und Zivilcourage geben Kindern konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Lehrkräfte sollten auf Risikobereiche achten: Pausen, Umkleiden, Schulweg, Ganztag, Gruppenarbeiten und digitale Klassenräume. Dort, wo Erwachsene wenig sehen, können sich Dynamiken leichter verfestigen.
Die Fachseite Mobbingprävention Schule zeigt, wie Prävention systematisch im Schulalltag verankert werden kann.
Transfer in den Anti-Mobbing-Projekttag
Ein Anti-Mobbing-Projekttag kann Schulen dabei unterstützen, Begriffe zu klären, Gruppendynamiken sichtbar zu machen und Zivilcourage zu stärken. Die TRY-BULLS Academy verbindet Bewegung, Teamaufgaben, Rugby-Werte und Reflexion.
Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass eine Gruppe nur funktioniert, wenn Regeln gelten, Grenzen beachtet und alle einbezogen werden. In Reflexionsphasen wird der Transfer hergestellt: Wer wird gehört? Wer wird übergangen? Was bedeutet Mitläuferverhalten? Wie kann Hilfe aussehen?
Ein Projekttag ist besonders geeignet für Prävention, Sensibilisierung und die Stärkung der Klassengemeinschaft. Bei einem akuten Mobbingfall muss vorab geprüft werden, welche Intervention notwendig ist und wie das betroffene Kind geschützt wird.
Passendes Angebot: Anti-Mobbing-Projekttag der TRY-BULLS Academy.
Hinweise für Lehrkräfte, Schulleitung, Schulsozialarbeit und Eltern
Für Lehrkräfte
Beobachten Sie Muster statt nur Einzelvorfälle. Halten Sie Auffälligkeiten fest und stimmen Sie Maßnahmen im Team ab.
Für Schulleitungen
Sorgen Sie für klare Zuständigkeiten, verlässliche Abläufe und eine schulweite Haltung zu Mobbing und digitaler Gewalt.
Für Schulsozialarbeit
Schaffen Sie sichere Gesprächsmöglichkeiten, begleiten Sie betroffene Kinder und unterstützen Sie die Analyse der Gruppendynamik.
Für Eltern
Hören Sie ruhig zu, dokumentieren Sie Beobachtungen und suchen Sie früh das Gespräch mit der Schule. Vermeiden Sie eigenmächtige Konfrontationen mit anderen Kindern oder Eltern.
Fazit: Eine klare Definition ermöglicht richtiges Handeln
Mobbing ist ein wiederholter, systematischer Prozess mit Machtungleichgewicht. Diese Definition hilft Schulen, Mobbing von Streit und Konflikten zu unterscheiden. Sie schützt davor, echte Mobbingfälle zu bagatellisieren oder jeden gewöhnlichen Konflikt falsch einzuordnen.
Entscheidend ist, dass betroffene Kinder nicht allein verantwortlich gemacht werden. Schule muss schützen, beobachten, abgestimmt handeln und die Gruppendynamik verändern. Prävention stärkt Respekt, Klassengemeinschaft, Zivilcourage und verlässliche Regeln.
Die TRY-BULLS Academy unterstützt Schulen mit bewegungsorientierten Projekttagen, die soziale Kompetenzen nicht nur erklären, sondern praktisch erfahrbar machen.
Hinweis für akute Fälle
Diese Wissensseite bietet Orientierung, ersetzt aber keine individuelle Fallprüfung. Bei akuter Gefahr, körperlicher Gewalt, massiven Drohungen oder strafrechtlich relevanten Inhalten müssen Schulleitung und zuständige Stellen sofort einbezogen werden.
Anti-Mobbing-Projekttag für Ihre Schule
Stärken Sie Respekt, Klassengemeinschaft, Zivilcourage und Handlungssicherheit mit einem bewegungsorientierten Projekttag.
Schulen vertrauen auf die TRY-BULLS Academy
Erfolgreiche Präventionsprojekte an Schulen in Berlin, Brandenburg und Sachsen.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Echte Rückmeldungen aus der schulischen Praxis.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die praktischen Übungen und die Leitgedanken des Rugbysports konnten das Klassenteam positiv beeinflussen und nachhaltig stärken.“Klasse 6bGrundschule Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Energie sinnvoll einsetzen und gleichzeitig konzentriert und kooperativ zusammenarbeiten.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum, Hoyerswerda
„Im Projekt Rugby statt Mobbing konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„In unserer Projektwoche lernten die Kinder mit viel Spaß und Bewegung, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden auf natürliche und praxisnahe Weise vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Grundschule, Berlin
Häufige Fragen zur Mobbing-Definition
Kurze Antworten für Schulen, Fachkräfte und Eltern.
Was ist Mobbing in der Schule?
Mobbing ist eine wiederholte und länger andauernde Form der Schädigung oder Ausgrenzung, bei der zwischen den Beteiligten ein deutliches Machtungleichgewicht besteht und das betroffene Kind die Situation kaum allein beenden kann.
Was ist der Unterschied zwischen Mobbing und einem Konflikt?
Bei einem Konflikt sind die Beteiligten meist vergleichbar stark und können grundsätzlich an einer Lösung mitarbeiten. Bei Mobbing besteht ein Machtgefälle, das Verhalten wiederholt sich und das betroffene Kind wird systematisch geschwächt.
Wie lange muss etwas passieren, damit es Mobbing ist?
Es gibt keine starre Mindestdauer. Entscheidend sind Wiederholung, Machtungleichgewicht, Systematik und die fehlende Möglichkeit des betroffenen Kindes, die Situation allein zu beenden.
Welche Formen von Mobbing gibt es?
Häufig sind verbales, körperliches, soziales und digitales Mobbing. Dazu gehören Beleidigungen, Drohungen, Schubsen, Gerüchte, Ausschluss aus Gruppen oder Angriffe in Chats und sozialen Netzwerken.
Woran erkennen Lehrkräfte Mobbing?
Hinweise können Rückzug, Leistungsabfall, häufige Fehlzeiten, beschädigte Sachen, wiederkehrende Pausenkonflikte, Angst vor bestimmten Situationen oder eine auffällige Veränderung des Sozialverhaltens sein.
Was sollten Schulen bei einem Mobbingverdacht tun?
Schulen sollten beobachten, dokumentieren, das betroffene Kind schützen, Verantwortlichkeiten klären und strukturiert handeln. Unvorbereitete gemeinsame Gespräche mit allen Beteiligten können die Situation verschärfen.
Ist jedes Ärgern schon Mobbing?
Nein. Ein einmaliger Streit oder eine gegenseitige Auseinandersetzung ist nicht automatisch Mobbing. Trotzdem muss auch verletzendes Einzelverhalten ernst genommen und pädagogisch bearbeitet werden.
Welche Rolle spielt die Klasse beim Mobbing?
Mobbing ist häufig ein Gruppenprozess. Mitläufer, Zuschauende und schweigende Kinder können die Dynamik verstärken. Prävention muss deshalb die gesamte Klassengemeinschaft einbeziehen.
Wie können Eltern reagieren?
Eltern sollten ruhig zuhören, Erlebnisse dokumentieren, das Kind nicht verantwortlich machen und frühzeitig mit Schule oder Schulsozialarbeit Kontakt aufnehmen. Eigenmächtige Konfrontationen können die Lage verschärfen.
Wie kann ein Anti-Mobbing-Projekttag helfen?
Ein Projekttag kann Rollen, Gruppendynamiken, Zivilcourage, Respekt und Handlungsmöglichkeiten sichtbar machen. Er ersetzt bei einem akuten Fall keine gezielte Intervention, stärkt aber Prävention und Klassengemeinschaft.
Autor: Rico Schmidt
Gründer und Trainer der TRY-BULLS Academy. Zertifizierter Resilienztrainer für Kinder und Jugendliche, World Rugby Level 1 Coach, DOSB-C-Lizenz-Trainer und geschult im Kinderschutz.
Praxisbezug durch bewegungsorientierte Gewalt- und Mobbingprävention an Grundschulen und weiterführenden Schulen.
Fachliche Orientierung
Der Beitrag verbindet schulische Praxiserfahrung mit allgemein anerkannten Grundmerkmalen von Mobbing.
UNESCO: sichere Lernumgebungen und Gewaltprävention UNICEF: Informationen zu Mobbing und Unterstützung Kultusministerkonferenz: Prävention an SchulenWeiterführende Seiten im Mobbing-Cluster
Definition, Erkennung, Folgen, Prävention und konkrete Handlungsschritte.
Anti-Mobbing-Projekttag
Bewegungsorientiertes Angebot für Respekt, Teamgeist und Zivilcourage.
Projekttag anfragenMobbingprävention an Ihrer Schule stärken
Wir stimmen Projekttag, Klassenstufe, Ziele und organisatorischen Rahmen passend zu Ihrer Schule ab.
TRY-BULLS Academy
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Telefon: 0174 3015937
E-Mail: mail@try-bulls-academy.com
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