Präventionstag Schule: Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung frühzeitig vorbeugen
Ein aktiver Schultag für klare Grenzen, Zivilcourage, Resilienz, Teamgeist und soziales Lernen – individuell für Klassen, Jahrgänge oder die gesamte Schule.
Präventionstag anfragen Ablauf ansehen Alle ProgrammePrävention wird wirksam, wenn Kinder selbst handeln
Ein Präventionstag soll nicht nur informieren. Schülerinnen und Schüler müssen erfahren, wie Regeln, Selbstkontrolle, Hilfe, Fairness und Verantwortung im Alltag funktionieren.
Die TRY-BULLS Academy verbindet Bewegung, Teamaufgaben und Reflexion zu einem aktiven Tageskonzept. Schulen können einzelne Schwerpunkte setzen oder mehrere Präventionsthemen sinnvoll miteinander verbinden.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Präventionstag an einer Schule?
Ein Präventionstag ist ein klar strukturierter Schultag, an dem Schülerinnen und Schüler intensiv an sozialen, emotionalen und sicherheitsbezogenen Themen arbeiten. Der reguläre Unterricht tritt für einen begrenzten Zeitraum in den Hintergrund. Dadurch entsteht Raum für praktische Erfahrungen, gemeinsame Reflexion und neue Perspektiven.
Im Mittelpunkt können Gewaltprävention, Mobbingprävention, Cybermobbing, Resilienz, Zivilcourage, Teamfähigkeit, Kommunikation oder Klassengemeinschaft stehen. Der Präventionstag kann mit einer einzelnen Klasse, mehreren Klassen oder einer gesamten Jahrgangsstufe durchgeführt werden.
Die TRY-BULLS Academy nutzt Bewegung als pädagogisches Werkzeug. Kinder und Jugendliche erleben, wie Regeln Sicherheit geben, wie Frust das Verhalten beeinflusst und warum Zusammenarbeit nur gelingt, wenn andere respektiert und einbezogen werden.
Die Werte des Rugbysports bieten dabei einen verständlichen Rahmen: Respekt, Fairness, Disziplin, Teamgeist, Verantwortung und kontrollierte Stärke. Es geht nicht um harten Kontaktsport, sondern um sichere, altersgerechte Aufgaben.
Prävention bedeutet früher handeln
Ein Präventionstag ist nicht erst dann sinnvoll, wenn ein schwerer Vorfall passiert ist. Er kann frühzeitig gemeinsame Regeln stärken, Warnsignale sichtbar machen und Schülerinnen und Schüler handlungsfähiger machen.
Typische Anlässe für einen Präventionstag
- eine Schule möchte Gewalt und Mobbing früh vorbeugen
- eine neue Jahrgangsstufe soll gemeinsame Regeln entwickeln
- Konflikte und Grenzüberschreitungen häufen sich
- Ausgrenzung oder digitale Konflikte werden sichtbar
- Teamfähigkeit und Klassenklima sollen gestärkt werden
- Resilienz und Selbstvertrauen sollen gefördert werden
- die Schule setzt einen sichtbaren Präventionsschwerpunkt
- ein gemeinsamer Auftakt für weitere Maßnahmen ist geplant
Ein Präventionstag verbindet Aktivität und Reflexion
Die Grafik vermittelt einen Eindruck davon, wie Prävention mit Teamaufgaben, Bewegung und klaren sozialen Lernzielen gestaltet werden kann.
So arbeitet die TRY-BULLS Academy mit Schulklassen
Das Video zeigt eine echte Szene aus der bewegungsorientierten Projektarbeit. Schülerinnen und Schüler erleben Regeln, Teamgeist und Verantwortung unmittelbar.
Welche Themen können an einem Präventionstag behandelt werden?
Der Präventionstag kann einen einzelnen Schwerpunkt vertiefen oder mehrere miteinander verbundene Themen kombinieren. Entscheidend ist, dass das Konzept zur tatsächlichen Situation der Schule passt.
Gewaltprävention
Schülerinnen und Schüler lernen, Grenzen wahrzunehmen, Eskalationen früher zu erkennen und Impulse besser zu kontrollieren. Der Präventionstag kann auf die Inhalte der Gewaltprävention an Schulen und des Projekttags Gewaltprävention zurückgreifen.
Mobbingprävention
Die Klasse beschäftigt sich mit Ausgrenzung, Gruppendynamik, Rollen und Zivilcourage. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Mobbing nicht nur die direkt angreifende und betroffene Person betrifft. Mehr dazu bietet der Anti-Mobbing-Workshop.
Cybermobbing
Digitale Konflikte, Klassenchats, das Weiterleiten verletzender Inhalte und Hilfewege können als eigener Schwerpunkt integriert werden. Eine fachliche Vertiefung bietet die Seite Cybermobbing Schule.
Soziales Lernen
Respekt, Empathie, Kommunikation, Selbstkontrolle und Verantwortung bilden die Grundlage für viele Präventionsthemen. Das Modul lässt sich mit sozialem Lernen verbinden.
Resilienz
Schülerinnen und Schüler üben, Rückschläge auszuhalten, Unterstützung anzunehmen und nach Fehlern weiterzuarbeiten. Das Resilienztraining für Schulen kann Teil des Präventionstages werden.
Klassengemeinschaft und Teamfähigkeit
Eine starke Gruppe erkennt Ausgrenzung früher und kann Konflikte besser bearbeiten. Teamaufgaben fördern Beteiligung, Kommunikation und gemeinsame Verantwortung. Passende Vertiefungen sind Klassengemeinschaft stärken und Teamfähigkeit Schule.
Zivilcourage und Kommunikation
Kinder und Jugendliche lernen, Hilfe zu holen, unfairen Situationen zu widersprechen und Grenzen klar auszudrücken. Das kann mit Zivilcourage und gewaltfreier Kommunikation verbunden werden.
Welcher Schwerpunkt passt zu Ihrer Schule?
Beschreiben Sie uns Ausgangslage, Altersgruppe und Ziel. Wir empfehlen ein passendes Tageskonzept.
Präventionstag unverbindlich anfragen Zur ProjektanfrageSo läuft ein Präventionstag für Schulen ab
Der genaue Ablauf hängt von Thema, Alter, Anzahl der Gruppen und zeitlichem Rahmen ab.
Vorgespräch
Anlass, Zielgruppe, aktuelle Herausforderungen und organisatorische Bedingungen werden geklärt.
Gemeinsamer Start
Ziele, Regeln und der sichere Rahmen werden altersgerecht vorgestellt.
Aktive Übungen
Bewegung und Teamaufgaben machen Kommunikation, Grenzen und Gruppendynamik sichtbar.
Themenmodule
Gewalt, Mobbing, Resilienz oder Klassengemeinschaft werden gezielt vertieft.
Reflexion
Die Schülerinnen und Schüler besprechen Erfahrungen und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Transfer
Erkenntnisse werden auf Unterricht, Pausen, Klassenchats und gemeinsame Regeln übertragen.
Warum Bewegung bei Prävention besonders wirksam ist
Präventionsthemen werden häufig in Gesprächen oder Präsentationen vermittelt. Das kann Wissen schaffen, verändert aber nicht automatisch Verhalten. Bewegung erzeugt reale Situationen, in denen Schülerinnen und Schüler Entscheidungen treffen müssen.
Wenn eine Teamaufgabe scheitert, werden Frust, Dominanz, Rückzug und Unterstützung unmittelbar sichtbar. Die Gruppe kann anschließend besprechen, welche Verhaltensweisen hilfreich oder hinderlich waren. Beim nächsten Versuch wird eine neue Strategie erprobt.
Dieser Wechsel aus Erfahrung und Reflexion erreicht auch Kinder, die bei langen Gesprächsrunden schnell abschalten. Gleichzeitig erhalten Lehrkräfte neue Einblicke in die Gruppendynamik.
Für welche Schulformen eignet sich ein Präventionstag?
Das Angebot kann für Grundschulen, Förderschulen, Gesamtschulen, Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen angepasst werden. Beispiele, Sprache und Übungen richten sich nach Alter und Entwicklungsstand.
Grundschule
Grundschulkinder benötigen klare Regeln, kurze Erklärungen und viel Bewegung. Themen wie Stopp-Signale, Hilfe, Fairness und Einbeziehung werden anschaulich vermittelt. Mehr dazu bietet die Seite Projekttage Grundschule.
Weiterführende Schulen
In der Sekundarstufe spielen Gruppendruck, Status, digitale Kommunikation, Selbstbehauptung und soziale Anerkennung eine größere Rolle. Jugendliche profitieren von Aufgaben mit echter Verantwortung und Reflexion auf Augenhöhe.
Berufsschulen
Bei älteren Lerngruppen können Konfliktfähigkeit, professionelle Kommunikation, Teamarbeit und respektvoller Umgang stärker mit Ausbildung und Arbeitswelt verknüpft werden.
Mehrere Klassen und Jahrgänge
Ein Präventionstag kann mit parallelen Gruppen, wechselnden Modulen oder gemeinsamen Auftakt- und Abschlussphasen organisiert werden. Bei größeren Vorhaben ist eine frühzeitige Planung besonders wichtig.
Organisation eines Präventionstages
Ein guter Präventionstag braucht klare Ziele und realistische Rahmenbedingungen. Vor der Planung sollte die Schule festlegen, welche Veränderung sie erreichen möchte. Ein allgemeines Thema wie „Gewalt“ ist noch sehr breit. Hilfreicher sind konkrete Ziele: Grenzen besser achten, Ausgrenzung früh erkennen, Teamarbeit verbessern oder Hilfewege bekannt machen.
Teilnehmende und Gruppen
Anzahl, Alter und Größe der Gruppen bestimmen, wie viele Module möglich sind. Kleinere Gruppen erlauben intensivere Reflexion. Größere Jahrgangsprojekte benötigen klare Wechsel- und Pausenpläne.
Räume
Eine Turnhalle oder geeignete Bewegungsfläche ist ideal. Zusätzlich können Klassenräume für Reflexion, Gruppenarbeit und ruhigere Module genutzt werden.
Einbindung der Schule
Lehrkräfte und Schulsozialarbeit kennen die Klassen und sollten in Vorbereitung und Nachbereitung eingebunden werden. Ihre Beobachtungen helfen dabei, Inhalte sinnvoll auszuwählen.
Sensible Fälle
Akute Mobbing- oder Gewaltfälle dürfen nicht unvorbereitet vor einer großen Gruppe besprochen werden. Der Präventionstag arbeitet mit Gruppendynamik, Regeln und Handlungsmöglichkeiten. Konkrete Fallarbeit und Schutzmaßnahmen müssen getrennt erfolgen.
Präventionstag oder Projektwoche?
Ein Präventionstag eignet sich für einen klaren Schwerpunkt, einen schulweiten Auftakt oder mehrere kompakte Module an einem Tag. Eine Projektwoche Schule bietet mehr Zeit für Wiederholung, mehrere Themen und vertiefte Nachbereitung.
Welche Form besser passt, hängt von Ziel, Gruppenzahl und vorhandener Zeit ab. Ein einzelner Tag kann sehr wirksam sein, wenn er gut vorbereitet und anschließend weitergeführt wird.
Wie wird ein Präventionstag nachhaltig?
Ein besonderer Tag allein verändert keine Schulkultur. Nachhaltig wird er, wenn gemeinsame Begriffe, Regeln und Erfahrungen später wieder aufgegriffen werden. Lehrkräfte können kurze Reflexionsfragen nutzen, Schulsozialarbeit kann Themen vertiefen und Klassen können ihre Vereinbarungen regelmäßig überprüfen.
Besonders wirksam ist es, wenn der Präventionstag in bestehende Konzepte eingebunden wird. Klassenrat, Schulregeln, Pausenaufsicht, Ganztag und Elternkommunikation sollten dieselbe Haltung unterstützen.
Mögliche Anschlussmaßnahmen
- gemeinsame Regeln sichtbar im Klassenraum festhalten
- Hilfewege und Ansprechpartner klar benennen
- Reflexionsfragen in Klassenstunden nutzen
- Zivilcourage und positives Verhalten würdigen
- Cybermobbing und Klassenchats regelmäßig thematisieren
- weitere Workshops zu einzelnen Schwerpunkten planen
Eltern sinnvoll informieren
Eine kurze Elterninformation vor dem Präventionstag schafft Transparenz. Sie kann Ziele, Inhalte, Ablauf und sportliche Anforderungen erklären. Sensible Details aus einzelnen Klassen gehören jedoch nicht in eine allgemeine Information.
Nach dem Tag können Eltern einfache Gesprächsimpulse erhalten: Welche Regel war wichtig? Was bedeutet Zivilcourage? Wann sollte man Hilfe holen? Weitere Informationen bietet die Seite Für Eltern.
Prävention als gemeinsame Verantwortung
Prävention darf nicht allein den Kindern übertragen werden. Schülerinnen und Schüler können Handlungsmöglichkeiten lernen, doch Erwachsene bleiben verantwortlich für Schutz, Grenzen und konsequentes Handeln.
Ein Präventionstag stärkt die Klasse und schafft gemeinsame Erfahrungen. Er ersetzt keine notwendige Intervention bei akuten Fällen, keine individuelle Beratung und keine langfristige Schulentwicklung. Er kann diese Prozesse jedoch sinnvoll unterstützen.
Kosten und Förderung
Die Kosten hängen von Dauer, Anzahl der Gruppen, Ort und organisatorischem Aufwand ab. Schulen können je nach Rahmen eigene Budgets, Fördervereine, Ganztagsmittel oder regionale Präventionsförderung nutzen.
Weitere Hinweise stehen unter Kosten und Förderung sowie Fördermittel für Schulen.
Checkliste für die erste Anfrage
- Welche Altersgruppe soll teilnehmen?
- Wie viele Klassen oder Schülerinnen und Schüler sind geplant?
- Welcher Schwerpunkt ist besonders wichtig?
- Gibt es bereits bekannte Konflikte oder sensible Situationen?
- Welche Räume und Zeitfenster stehen zur Verfügung?
- Wer koordiniert die Planung innerhalb der Schule?
- Welche Anschlussmaßnahmen sind nach dem Tag möglich?
Planungsgrundsatz
Ein guter Präventionstag braucht nicht möglichst viele Themen. Er braucht ein klares Ziel, sichere Rahmenbedingungen, praktische Lernerfahrungen und eine verbindliche Nachbereitung.
Präventionstag planen: Von der Ausgangslage zum passenden Konzept
Ein erfolgreicher Präventionstag beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Schulen sollten nicht nur festlegen, welches Schlagwort auf dem Programm stehen soll, sondern konkret beschreiben, was sie beobachten. Gibt es wiederkehrende Konflikte? Werden Stopp-Signale ignoriert? Entstehen Probleme vor allem in Pausen, im Unterricht oder in digitalen Gruppen? Sollen bestehende Regeln aufgefrischt oder neue gemeinsame Standards entwickelt werden?
Je genauer die Ausgangslage beschrieben wird, desto passender kann das Tageskonzept gestaltet werden. Ein Präventionstag für eine neu zusammengesetzte fünfte Klasse braucht andere Schwerpunkte als ein Angebot für eine siebte Klasse mit Konflikten in einem Klassenchat. Auch die Frage, ob der Tag präventiv oder reaktiv stattfindet, beeinflusst Übungen, Sprache und Reflexion.
Hilfreich ist eine kurze interne Abstimmung zwischen Schulleitung, Klassenleitung und Schulsozialarbeit. Dabei können drei Fragen im Mittelpunkt stehen: Was beobachten wir? Was soll sich verändern? Woran würden wir erkennen, dass der Tag hilfreich war? Diese Fragen schaffen Klarheit und verhindern, dass zu viele Themen gleichzeitig bearbeitet werden.
Die Rolle von Schulleitung, Lehrkräften und Schulsozialarbeit
Ein externer Präventionstag wirkt am besten, wenn die Schule aktiv eingebunden bleibt. Die TRY-BULLS Academy übernimmt die pädagogische Durchführung, doch die schulischen Fachkräfte kennen die Gruppen, ihre Geschichte und mögliche sensible Situationen.
Schulleitung
Die Schulleitung schafft den organisatorischen Rahmen, klärt Zuständigkeiten und verbindet den Tag mit dem Präventionskonzept der Schule. Bei mehreren Klassen oder Jahrgängen ist eine zentrale Koordination besonders wichtig.
Lehrkräfte
Lehrkräfte können während der Einheiten beobachten, neue Seiten ihrer Schülerinnen und Schüler wahrnehmen und später an gemeinsame Erfahrungen anknüpfen. Sie sollten nicht jede Aufgabe kontrollieren, aber als verlässliche Ansprechpartner präsent bleiben.
Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit spielt eine wichtige Rolle, wenn bereits Konflikte, Ausgrenzung oder belastete Kinder bekannt sind. Sie kann helfen, sensible Themen einzuordnen, Schutzbedarfe zu benennen und die Nachbereitung zu begleiten. Weitere Hinweise stehen auf der Seite Für Schulsozialarbeit.
Präventionstag bei akuten Konflikten: Möglichkeiten und Grenzen
Ein Präventionstag kann eine Klasse stärken, neue Erfahrungen schaffen und gemeinsame Regeln klären. Er ersetzt jedoch keine strukturierte Intervention bei akutem Mobbing, schwerer Gewalt oder konkreten Bedrohungen. Solche Situationen müssen durch die Schule und gegebenenfalls externe Fachstellen separat bearbeitet werden.
Besonders wichtig ist, dass einzelne Kinder nicht öffentlich als Opfer oder Verursacher markiert werden. Persönliche Fälle gehören nicht unvorbereitet in eine offene Gruppenrunde. Der Präventionstag arbeitet stattdessen mit allgemeinen Beispielen, Rollen, Verantwortung und sicheren Handlungsmöglichkeiten.
Wenn akute Fälle vorliegen, sollte im Vorgespräch geklärt werden, welche Inhalte im Klassenverband sinnvoll sind und welche Maßnahmen außerhalb des Projekts notwendig bleiben. Schutz, Dokumentation und individuelle Gespräche haben Vorrang.
Präventionstag und Schulkultur
Ein einzelner Tag kann eine starke Wirkung entfalten, wenn er Teil einer klaren Schulkultur ist. Schülerinnen und Schüler brauchen verlässliche Signale: Ausgrenzung wird ernst genommen, Grenzen gelten für alle, Hilfe holen ist erwünscht und Erwachsene handeln abgestimmt.
Die Botschaften des Präventionstages sollten deshalb zu bestehenden Schulregeln passen. Wenn im Projekt Respekt, Stopp-Signale und Zivilcourage vermittelt werden, müssen diese Begriffe auch danach im Unterricht, im Ganztag und in Pausen wieder auftauchen.
Eine gemeinsame Sprache erleichtert Orientierung. Begriffe wie Teamgeist, Fairness, Verantwortung und kontrollierte Stärke sind verständlich und lassen sich in vielen Situationen nutzen. Dadurch wird aus einem besonderen Tag ein Baustein langfristiger Schulentwicklung.
Prävention in digitalen Räumen
Ein Präventionstag sollte digitale Lebenswelten nicht ausblenden. Konflikte enden heute häufig nicht mit dem Schulschluss. Klassenchats, soziale Netzwerke und private Gruppen können Ausgrenzung verstärken, weil Inhalte schnell weitergeleitet und dauerhaft gespeichert werden.
Schülerinnen und Schüler sollten wissen, dass Liken, Teilen oder Weiterleiten verletzender Inhalte eine Dynamik verstärken kann. Ebenso wichtig sind konkrete Hilfewege: Inhalte sichern, nicht weiterverbreiten, blockieren, Erwachsene informieren und Betroffene nicht allein lassen.
Digitale Prävention bedeutet nicht nur Verbote. Kinder und Jugendliche brauchen Kriterien für verantwortliche Kommunikation und die Erfahrung, dass auch online Respekt und Grenzen gelten.
Elternkommunikation rund um den Präventionstag
Eltern sollten wissen, welches Ziel der Tag verfolgt und wie die Inhalte vermittelt werden. Eine kurze Information vorab schafft Transparenz und kann organisatorische Fragen klären. Sie sollte erklären, dass Bewegung als pädagogisches Werkzeug genutzt wird und keine sportlichen Vorkenntnisse erforderlich sind.
Bei sensiblen Themen ist eine sachliche Formulierung wichtig. Allgemeine Ziele können benannt werden, ohne vertrauliche Informationen aus Klassen offenzulegen. Nach dem Präventionstag können Eltern einfache Gesprächsimpulse erhalten, damit Kinder ihre Erfahrungen zuhause weiter reflektieren.
Hilfreiche Fragen sind beispielsweise: Was hat eure Gruppe gemeinsam geschafft? Wann ist Hilfe holen wichtig? Wie kann man reagieren, wenn jemand ausgeschlossen wird? So werden die Inhalte nicht kontrollierend abgefragt, sondern wertschätzend aufgegriffen.
Nachbereitung in den ersten vier Wochen
Die Zeit direkt nach dem Präventionstag entscheidet wesentlich darüber, ob die Wirkung erhalten bleibt. In der ersten Woche können zentrale Regeln, Begriffe und Erfahrungen noch einmal gemeinsam betrachtet werden. Nach zwei bis vier Wochen ist eine kurze Bilanz sinnvoll: Was hat sich verändert? Wo braucht die Klasse weitere Unterstützung?
Lehrkräfte können eine kleine Reflexionsroutine einführen. Schulsozialarbeit kann offene Fragen aufnehmen. Die Klasse kann prüfen, ob vereinbarte Regeln tatsächlich funktionieren oder angepasst werden müssen.
Auch positive Veränderungen sollten sichtbar gemacht werden. Wenn Kinder Hilfe holen, andere einbeziehen oder Konflikte fair ansprechen, verdient dieses Verhalten Anerkennung. Dadurch wird deutlich, dass Prävention nicht nur auf Fehlverhalten reagiert, sondern gewünschtes Verhalten stärkt.
Präventionstag als Auftakt für weitere Angebote
Ein Präventionstag kann bewusst als Startpunkt genutzt werden. Nach dem gemeinsamen Auftakt lassen sich einzelne Themen in Klassen vertiefen. Eine Klasse benötigt möglicherweise ein Resilienztraining, eine andere einen Anti-Mobbing-Workshop und eine dritte Unterstützung bei der Klassengemeinschaft.
Auch eine spätere Projektwoche kann auf den Erfahrungen aufbauen. So entsteht eine abgestufte Präventionsstrategie, die vom gemeinsamen Signal bis zur gezielten Vertiefung reicht.
Wann ein Präventionstag besonders sinnvoll ist
Besonders wirkungsvoll ist ein Präventionstag zu Beginn eines Schuljahres, bei Übergängen, nach einer Neuzusammensetzung oder bevor sich problematische Muster verfestigen. Auch nach einer unruhigen Phase kann er helfen, gemeinsame Regeln neu auszurichten.
Weniger sinnvoll ist ein rein symbolischer Termin ohne klares Ziel und ohne Nachbereitung. Prävention lebt nicht von einem Motto, sondern von konkreten Erfahrungen, verlässlichen Erwachsenen und wiederkehrenden Regeln.
Realistisches Ziel
Ein Präventionstag macht eine Schule nicht konfliktfrei. Er kann jedoch Wahrnehmung, Sprache, Regeln und Handlungsmöglichkeiten so stärken, dass Konflikte früher erkannt und sicherer bearbeitet werden.
Referenzschulen und Bildungspartner
Die TRY-BULLS Academy war bereits an Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Einsatz.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Rückmeldungen aus Präventionsprojekten zu Teamgeist, Fairness, Zusammenarbeit und respektvollem Umgang.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die abwechslungsreichen Übungen und die Werte Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion haben das Klassenteam positiv beeinflusst.“Klasse 6bGrundschule Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten konzentriert und kooperativ zusammen.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum
„Im Projekt konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Kinder, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden natürlich und praxisnah vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Grundschule
Häufige Fragen zum Präventionstag Schule
Antworten für Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Ganztagsträger.
Was ist ein Präventionstag an einer Schule?
Ein Projekttag, an dem Schülerinnen und Schüler intensiv an Themen wie Gewalt, Mobbing, Resilienz, Teamgeist und sozialem Lernen arbeiten.
Welche Themen können kombiniert werden?
Gewaltprävention, Anti-Mobbing, Cybermobbing, Resilienz, Klassengemeinschaft, Zivilcourage und Kommunikation.
Für welche Altersgruppen eignet sich das Angebot?
Der Präventionstag kann für Grundschule, Sekundarstufe und ältere Lerngruppen angepasst werden.
Können mehrere Klassen teilnehmen?
Ja. Je nach Organisation können mehrere Klassen oder ganze Jahrgänge einbezogen werden.
Wie lange dauert ein Präventionstag?
Typischerweise etwa sechs Schulstunden. Kürzere oder erweiterte Formate sind möglich.
Müssen die Kinder Rugby spielen können?
Nein. Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Rugby dient als pädagogischer Werte-Rahmen.
Wird eine Sporthalle benötigt?
Eine Turnhalle oder geeignete Bewegungsfläche ist ideal. Weitere Räume können ergänzend genutzt werden.
Kann der Tag bei einem akuten Mobbingfall helfen?
Er kann die Klasse unterstützen, ersetzt aber keine strukturierte Fallklärung und Schutzmaßnahmen.
Wie wird Nachhaltigkeit gesichert?
Durch Reflexion, gemeinsame Regeln und Anschlussarbeit durch Lehrkräfte und Schulsozialarbeit.
Was ist der Unterschied zur Projektwoche?
Ein Präventionstag setzt einen kompakten Schwerpunkt. Eine Projektwoche bietet mehr Zeit für mehrere Themen und Vertiefung.
Was kostet ein Präventionstag?
Die Kosten hängen von Dauer, Gruppenzahl, Ort und Umfang ab. Informationen stehen unter Kosten und Förderung.
Wie kann eine Schule den Präventionstag anfragen?
Nutzen Sie das Kontaktformular oder die zentrale Projektanfrage.
Präventionstag für Ihre Schule planen
Schildern Sie uns kurz Schulform, Altersgruppe, Anzahl der Klassen und den gewünschten Schwerpunkt. Wir entwickeln ein passendes Tageskonzept.
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Rico Schmidt
Telefon: 0174 3015937
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