Mobbing-Opfer erkennen
Mobbing-Opfer zeigen ihre Belastung häufig nicht offen. Diese Seite hilft Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Eltern dabei, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, richtig einzuordnen und betroffene Kinder behutsam zu schützen.
Unterschiede verstehenCheckliste nutzenAuf einen Blick
- ✓ Konflikte sind grundsätzlich wechselseitig
- ✓ Mobbing beruht auf Wiederholung und Machtungleichgewicht
- ✓ Nicht jede Auseinandersetzung ist Mobbing
- ✓ Mobbing braucht Schutz statt bloßer Vermittlung
- ✓ Die Gruppe ist Teil der Lösung
Mobbing-Opfer erkennen: Warum die Signale oft leicht übersehen werden
Viele Kinder und Jugendliche sagen nicht ausdrücklich: „Ich werde gemobbt.“ Manche schämen sich, andere haben Angst vor einer Verschlimmerung der Situation. Wieder andere glauben, Erwachsene könnten ohnehin nichts ändern. Deshalb zeigt sich Mobbing häufig indirekt – durch Rückzug, Leistungsabfall, körperliche Beschwerden, veränderte Wege zur Schule oder auffällige Reaktionen auf das Smartphone.
Ein einzelnes Warnsignal beweist noch kein Mobbing. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Veränderungen über einen längeren Zeitraum. Besonders aufmerksam sollten Erwachsene werden, wenn ein Kind deutlich anders wirkt als zuvor, wenn Belastungen vor allem an Schultagen auftreten oder wenn dieselben Schülerinnen und Schüler immer wieder in problematischen Situationen eine Rolle spielen.
Was bedeutet „Mobbing-Opfer“ im schulischen Kontext?
Als Mobbing-Opfer wird eine Person bezeichnet, die wiederholt und über einen längeren Zeitraum abgewertet, ausgegrenzt, bedroht, bloßgestellt oder körperlich angegriffen wird. Dabei besteht meist ein Machtungleichgewicht: Die betroffene Person kann die Situation nicht mehr aus eigener Kraft beenden. Das unterscheidet Mobbing von einem normalen Konflikt, in dem beide Seiten grundsätzlich vergleichbare Handlungsmöglichkeiten besitzen.
Mobbing ist selten nur das Verhalten einer einzelnen angreifenden Person. Häufig ist eine ganze Gruppe beteiligt: Manche greifen aktiv an, andere lachen, schweigen, verbreiten Inhalte weiter oder verhindern Hilfe. Deshalb genügt es nicht, ausschließlich nach „Täter“ und „Opfer“ zu suchen. Schulen müssen die gesamte Gruppendynamik betrachten.
Zur sicheren Abgrenzung sollte auch der Beitrag Mobbing oder Konflikt? herangezogen werden. Einen breiteren Überblick über typische Muster bietet außerdem die Seite Mobbing in der Schule erkennen.
Die wichtigsten Anzeichen, um ein Mobbing-Opfer zu erkennen
Warnzeichen entstehen auf verschiedenen Ebenen. Manche sind direkt im Klassenraum sichtbar, andere zeigen sich nur zu Hause. Je mehr Ebenen gleichzeitig betroffen sind, desto dringender sollte die Situation geprüft werden.
1. Sozialer Rückzug
Das Kind verbringt Pausen allein, wird selten in Gruppen gewählt, sitzt häufig am Rand oder versucht, möglichst unauffällig zu bleiben. Es meidet Gemeinschaftssituationen, Klassenfahrten, AGs oder den Sportunterricht. Auffällig ist besonders, wenn diese Veränderungen neu sind.
2. Deutliche Stimmungsänderungen
Betroffene wirken traurig, angespannt, reizbar, übermäßig wachsam oder schnell den Tränen nahe. Manche reagieren plötzlich aggressiv, obwohl sie zuvor eher ausgeglichen waren. Gereiztheit kann ein Schutzmechanismus sein und sollte nicht vorschnell als „schwieriges Verhalten“ bewertet werden.
3. Körperliche Beschwerden ohne klare Ursache
Wiederkehrende Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafprobleme oder Erschöpfung können Ausdruck psychischer Belastung sein. Häufen sich diese Beschwerden vor Schulbeginn, sonntagabends oder an bestimmten Unterrichtstagen, ist eine schulische Ursache mitzudenken.
4. Schulvermeidung
Das Kind möchte plötzlich nicht mehr zur Schule, kommt häufig zu spät, bittet um frühzeitige Abholung oder entwickelt auffällig viele Fehlzeiten. Manche wählen längere Schulwege, um anderen Kindern auszuweichen. Andere erscheinen sehr früh oder sehr spät, um Begegnungen zu vermeiden.
5. Leistungsabfall und Konzentrationsprobleme
Ständige Anspannung bindet Aufmerksamkeit. Betroffene Kinder können dem Unterricht schlechter folgen, vergessen Materialien, geben Aufgaben nicht ab oder beteiligen sich nicht mehr. Leistungsabfall ist kein Beweis, aber in Verbindung mit Rückzug und Angst ein wichtiges Warnsignal.
6. Beschädigte oder verschwundene Gegenstände
Hefte, Kleidung, Sportsachen, Handyhüllen oder Fahrräder sind beschädigt. Geld, Essen oder Materialien verschwinden wiederholt. Erklärungen wirken unklar oder wechseln. Das Kind kann versuchen, Übergriffe zu verbergen, weil es sich schämt oder weitere Konsequenzen befürchtet.
7. Auffällige Reaktionen auf digitale Nachrichten
Das Smartphone wird plötzlich hektisch weggelegt, Benachrichtigungen lösen Angst aus oder das Kind kontrolliert ständig Klassenchats. Es verlässt Gruppen, löscht Konten oder möchte das eigene Gerät nicht mehr nutzen. Auch nächtliche Nachrichten und Schlafmangel können auf Cybermobbing hindeuten.
Warnsignale im Unterricht und im Schulalltag
Lehrkräfte sehen häufig nicht den offenen Angriff, sondern dessen Folgen. Mobbing findet bevorzugt in Übergängen, Pausen, Umkleiden, auf Toiletten, im Bus oder in digitalen Räumen statt. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf Unterrichtssituationen zu schauen.
- Das Kind wird bei Partner- und Gruppenarbeiten regelmäßig zuletzt gewählt.
- Beiträge werden belächelt, kommentiert oder absichtlich missverstanden.
- Andere Schülerinnen und Schüler tauschen Blicke aus, sobald die Person spricht.
- Der Sitzplatz wird gemieden oder Gegenstände werden demonstrativ weggerückt.
- Das Kind möchte in den Pausen im Klassenraum bleiben.
- Es sucht ungewöhnlich oft die Nähe von Erwachsenen.
- Es wird bei Fehlern stärker verspottet als andere.
- Es fehlt besonders häufig an Tagen mit Sport, Klassenrat oder Gruppenarbeit.
Ein besonders aussagekräftiges Muster entsteht, wenn dieselbe Person wiederholt isoliert wird und die Gruppe dies als normal hinnimmt. Dann kann sich eine feste soziale Rolle entwickelt haben.
Wie Eltern ein mögliches Mobbing-Opfer zu Hause erkennen können
Eltern sehen andere Ausschnitte als Schule. Zu Hause zeigen sich häufig Erschöpfung, Rückzug und körperliche Symptome. Das Kind erzählt weniger, bittet um Geld oder neue Gegenstände, möchte nicht mehr zu Geburtstagen oder reagiert gereizt auf Nachfragen zur Schule.
Weitere Hinweise können sein:
- häufiges Weinen oder Wutausbrüche nach der Schule,
- schlechter Schlaf, Albträume oder morgendliche Übelkeit,
- ungewöhnlicher Hunger, weil Pausenbrot weggenommen wurde,
- verlorenes Geld oder wiederholt beschädigte Sachen,
- keine Verabredungen mehr mit Klassenkameraden,
- starke Selbstzweifel oder Sätze wie „Mich mag sowieso niemand“,
- Angst vor Klassenchats oder Schulveranstaltungen.
Eltern sollten nicht mit einem Verhör reagieren. Hilfreicher sind ruhige Beobachtungen: „Mir fällt auf, dass du sonntagabends oft Bauchschmerzen hast. Ich möchte verstehen, was dich belastet.“
Mobbing-Opfer in der Grundschule erkennen
Jüngere Kinder verfügen oft noch nicht über die passenden Begriffe. Sie sagen vielleicht, dass sie „keine Lust“ auf Schule hätten, berichten von ständigem Streit oder nennen einzelne körperliche Beschwerden. Manche glauben, das Verhalten anderer sei ihre eigene Schuld.
In der Grundschule sollten Erwachsene besonders auf wiederkehrendes Ausschließen, Wegnehmen, Festhalten, Auslachen, Beschädigen von Sachen und gezieltes Nicht-Mitspielen-Lassen achten. Auch scheinbar spielerische Rituale können Mobbing sein, wenn immer dasselbe Kind die unangenehme Rolle erhält und nicht aussteigen kann.
Eine kindgerechte Befragung konzentriert sich auf konkrete Situationen: „Wer war dabei?“, „Was passiert in der Pause?“, „Kannst du Stopp sagen?“, „Was machen die anderen dann?“ Abstrakte Fragen wie „Wirst du gemobbt?“ führen bei jüngeren Kindern oft nicht weiter.
Mobbing-Opfer an weiterführenden Schulen erkennen
Mit zunehmendem Alter werden Angriffe häufig subtiler. Jugendliche werden aus Chats entfernt, durch Memes bloßgestellt, bei Gruppenarbeiten ignoriert, durch Gerüchte sexualisiert oder über soziale Netzwerke kontrolliert. Gleichzeitig steigt die Hemmschwelle, Erwachsenen davon zu erzählen.
Jugendliche versuchen oft, Kontrolle zu behalten. Sie verharmlosen Vorfälle, lachen mit oder behaupten, alles sei „nur Spaß“. Entscheidend ist nicht, ob die Gruppe eine Handlung als Spaß bezeichnet, sondern ob die betroffene Person zustimmen, Grenzen setzen und die Situation ohne Nachteile verlassen kann.
Digitale Warnsignale: Wann Cybermobbing vermutet werden sollte
Cybermobbing erweitert die Belastung über den Schultag hinaus. Inhalte können rund um die Uhr verbreitet und von einem großen Publikum gesehen werden. Betroffene verlieren dadurch häufig ihren letzten sicheren Rückzugsort.
- plötzliches Löschen oder Sperren sozialer Konten,
- Angst vor Benachrichtigungen,
- nächtliches Kontrollieren des Smartphones,
- Rückzug nach dem Lesen von Nachrichten,
- unerklärliche neue Profile oder Fake-Accounts,
- Fotos, Videos oder Sprachnachrichten, die ohne Zustimmung verbreitet werden,
- Ausschluss aus Klassen- oder Freizeitgruppen.
Beweise sollten gesichert werden, bevor Inhalte gelöscht oder gemeldet werden. Screenshots benötigen Datum, Uhrzeit, Absender und Kontext. Gleichzeitig darf das betroffene Kind nicht allein mit der Beweissicherung belastet werden.
Häufige Fehlinterpretationen bei möglichen Mobbing-Opfern
„Das Kind muss selbstbewusster werden“
Selbstbehauptung kann langfristig helfen, beendet aber keine verfestigte Gruppendynamik. Die Verantwortung für den Schutz liegt bei den Erwachsenen und der Institution Schule.
„Es ist eben sehr empfindlich“
Die Wirkung wiederholter Angriffe ist nicht davon abhängig, ob ein Kind sensibel ist. Auch scheinbar kleine Handlungen können in ihrer Summe schwer belasten.
„Es provoziert die anderen“
Auffälliges oder ungeschicktes Verhalten rechtfertigt keine systematische Ausgrenzung. Pädagogische Unterstützung für das betroffene Kind und eine klare Bearbeitung des Mobbings müssen getrennt betrachtet werden.
„Es hat doch auch zurückgeschlagen“
Gegenwehr kann eine Reaktion auf längere Hilflosigkeit sein. Eine einzelne sichtbare Eskalation darf nicht den Blick auf die Vorgeschichte verdecken.
Wie Erwachsene ein Gespräch mit einem möglichen Mobbing-Opfer führen sollten
Das erste Gespräch entscheidet häufig darüber, ob ein Kind weiter berichtet. Es braucht Ruhe, Zeit und Vertraulichkeit. Erwachsene sollten keine vollständige Geheimhaltung versprechen, wenn Schutzmaßnahmen notwendig werden. Besser ist eine transparente Aussage: „Ich bespreche mit dir, welche nächsten Schritte nötig sind und wer davon wissen muss.“
Hilfreiche Fragen
- Was passiert genau?
- Seit wann geschieht das?
- Wer ist regelmäßig beteiligt?
- Wo und wann tritt es besonders häufig auf?
- Wer sieht es, macht mit oder hilft?
- Was hast du bisher versucht?
- Wovor hast du bei einer Intervention Angst?
- Was würde dir kurzfristig Sicherheit geben?
Was vermieden werden sollte
- Schuldzuweisungen oder Nachfragen, was das Kind „falsch gemacht“ habe,
- spontane Konfrontation mit der angreifenden Person,
- ein gemeinsames Klärungsgespräch ohne sorgfältige Vorbereitung,
- die Aufforderung, sich einfach zu wehren,
- Bagatellisierung als normaler Streit.
Beobachtungen dokumentieren: Muster sichtbar machen
Eine sachliche Dokumentation hilft, Vermutungen von überprüfbaren Beobachtungen zu unterscheiden. Notiert werden sollten Datum, Ort, beteiligte Personen, konkrete Handlungen, mögliche Zeugen und unmittelbare Folgen. Wertungen wie „bösartig“ oder „immer aggressiv“ sind zu vermeiden.
Auch körperliche Beschwerden, Fehlzeiten, Leistungsänderungen und digitale Vorfälle können aufgenommen werden. Die Dokumentation muss datensparsam, geschützt und nur für zuständige Personen zugänglich sein.
Was tun, wenn sich der Verdacht bestätigt?
- Akuten Schutz herstellen: gefährliche Situationen, Wege, Pausenorte und digitale Zugänge absichern.
- Zuständigkeit klären: Klassenleitung, Schulleitung, Schulsozialarbeit und weitere Fachkräfte verbindlich einbeziehen.
- Betroffene Person stabilisieren: feste Ansprechperson, sichere Rückzugsorte und regelmäßige Rückmeldungen vereinbaren.
- Informationen getrennt erheben: Beteiligte nicht unvorbereitet gemeinsam konfrontieren.
- Gruppendynamik bearbeiten: Mitläufer, Zuschauende und Unterstützende einbeziehen.
- Eltern transparent informieren: Beobachtungen, Maßnahmen und nächste Prüftermine festhalten.
- Wirkung kontrollieren: nicht nur fragen, ob neue Vorfälle bekannt sind, sondern das Klassenklima aktiv beobachten.
Ausführliche Handlungsschritte finden sich auf der Seite Was tun bei Mobbing?.
Wann sofortige zusätzliche Hilfe notwendig ist
Bei Selbstverletzung, Suizidgedanken, schweren Drohungen, Erpressung, sexualisierten Übergriffen, gefährlicher körperlicher Gewalt oder dem Verbreiten intimer Bilder ist unverzüglich professionelle Hilfe einzubeziehen. Je nach Situation können Schulleitung, schulpsychologischer Dienst, Jugendhilfe, medizinische Fachkräfte oder Polizei zuständig sein.
Erwachsene sollten Hinweise auf Selbstgefährdung niemals allein einschätzen oder abwarten. Schutz geht vor pädagogischer Aufarbeitung.
Wie Schulen verhindern, dass Kinder dauerhaft in die Opferrolle geraten
Prävention beginnt nicht erst beim konkreten Fall. Schulen benötigen klare Regeln, verlässliche Meldewege, sichtbare Ansprechpersonen und regelmäßige Arbeit am Klassenklima. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, dass Hilfeholen kein Petzen ist und dass Zuschauende Verantwortung tragen.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung beschreibt Gewaltprävention als gemeinsame Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft. Hinweise zur psychischen Gesundheit und zur Bedeutung früher Unterstützung bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. Ergänzend zeigt die Berliner Bildungsverwaltung, wie Schutzkonzepte gegen Gewalt und Mobbing in Schulen verankert werden können.
Prävention wird wirksam, wenn sie erlebt wird
Die TRY-BULLS Academy verbindet fachliche Reflexion mit bewegungsorientierten Übungen. Das Video zeigt einen Einblick in die praktische Arbeit mit Schulklassen. Es ist bewusst ohne Vorschaubild und ohne zusätzliches Thumbnail eingebunden.
Wie die TRY-BULLS Academy Schulen unterstützt
Die TRY-BULLS Academy verbindet Mobbingprävention, Gewaltprävention und soziales Lernen mit bewegungsorientierten Übungen aus dem Rugby. Schülerinnen und Schüler erleben Kooperation, Respekt, klare Grenzen und Verantwortung nicht nur theoretisch, sondern unmittelbar in der Gruppe.
Ein Projekttag ersetzt keine notwendige Fallintervention. Er kann Schulen jedoch dabei unterstützen, Rollen zu reflektieren, Zuschauer zu aktivieren, Klassenregeln mit Leben zu füllen und ein Klima zu schaffen, in dem Warnsignale früher angesprochen werden.
Passende Angebote sind der Anti-Mobbing-Projekttag, die Seite Mobbingprävention Schule und die Angebote zur Gewaltprävention an Schulen.
Weiterführende Inhalte im Mobbing-Cluster
Fazit: Mobbing-Opfer erkennen heißt Veränderungen ernst nehmen
Betroffene Kinder zeigen selten ein einziges eindeutiges Signal. Entscheidend sind Veränderungen, Wiederholungen und Zusammenhänge. Rückzug, körperliche Beschwerden, Schulvermeidung, beschädigte Gegenstände, Leistungsabfall und auffällige digitale Reaktionen sollten gemeinsam betrachtet werden.
Frühes Hinsehen bedeutet nicht, vorschnell zu urteilen. Es bedeutet, Beobachtungen zu sammeln, sensibel nachzufragen und Schutz zu organisieren. Je früher Erwachsene die Hilflosigkeit eines Kindes erkennen, desto größer ist die Chance, eine verfestigte Mobbingdynamik zu stoppen.
Mobbing-Opfer früh erkennen und wirksam schützen
Sie möchten Zuschauerrollen bearbeiten und Respekt, Fairness und Zivilcourage praktisch erlebbar machen? Wir stimmen ein passendes Format mit Ihrer Schule ab.
Schulen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen vertrauen auf die TRY-BULLS Academy
Bereits erfolgreiche Projekte an zahlreichen Grundschulen und Bildungseinrichtungen.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Echte Rückmeldungen aus der Praxis.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Der Trainer motivierte jeden Schüler und jede Schülerin mit einer sehr abwechslungsreichen Umsetzung der Inhalte; die vielen praktischen Übungen waren geprägt von jeder Menge Spielfreude und stets durchzogen von fachübergreifendem theoretischen Input. So konnten letztlich die Leitgedanken des Rugbysports – Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion – das Klassenteam positiv beeinflussen und nachhaltig stärken. Danke – jederzeit gerne wieder!“Klasse 6bGrundschule Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Energie sinnvoll einsetzen, sich körperlich auspowern und gleichzeitig konzentriert und kooperativ zusammenarbeiten.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum, Hoyerswerda
„Im Projekt ‚Rugby statt Mobbing – Kinder lernen Fairness‘ konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„In unserer Projektwoche drehte sich alles um das Thema Rugby gegen Gewalt und Mobbing. Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Kinder, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden auf natürliche und praxisnahe Weise vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Grundschule, Berlin
Häufige Fragen zum Erkennen betroffener Kinder-Opfern
Woran erkennt man ein Mobbing-Opfer?
Typisch ist nicht ein einzelnes Merkmal, sondern eine Kombination aus Rückzug, Angst, körperlichen Beschwerden, Schulvermeidung, beschädigten Gegenständen, Leistungsabfall und auffälligen Reaktionen auf digitale Nachrichten.
Kann ein aggressives Kind trotzdem Mobbing-Opfer sein?
Ja. Gereiztheit, Wutausbrüche oder Gegenangriffe können Reaktionen auf länger andauernde Hilflosigkeit sein. Deshalb muss immer die Vorgeschichte betrachtet werden.
Sollten Eltern die mutmaßlichen Täter direkt ansprechen?
Unvorbereitete direkte Konfrontationen können die Situation verschärfen. Sinnvoller ist eine abgestimmte Vorgehensweise mit Schule, Klassenleitung und Schulsozialarbeit.
Was sollte eine Schule bei einem Verdacht dokumentieren?
Datum, Ort, beteiligte Personen, konkrete Handlungen, Zeugen, Folgen sowie bereits eingeleitete Maßnahmen. Bewertungen und unbelegte Zuschreibungen sollten vermieden werden.
Wann ist professionelle Hilfe notwendig?
Bei Selbstverletzung, Suizidgedanken, schweren Drohungen, Erpressung, sexualisierten Übergriffen, gefährlicher körperlicher Gewalt oder dem Verbreiten intimer Bilder ist sofort zusätzliche fachliche Hilfe erforderlich.
Warum erzählen betroffene Kinder oft nichts?
Viele schämen sich, fürchten Vergeltung, wollen ihre Eltern nicht belasten oder glauben, Erwachsene könnten nichts ändern. Ein ruhiges, wertschätzendes Gespräch erleichtert das Öffnen.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Mobbing und Konflikt?
Bei einem Konflikt sind die Beteiligten grundsätzlich ähnlich handlungsfähig. Mobbing ist durch Wiederholung, Machtungleichgewicht und zunehmende Hilflosigkeit gekennzeichnet.
Kann ein Konflikt zu Mobbing werden?
Ja. Ein beidseitiger Konflikt kann kippen, wenn Angriffe wiederholt auftreten, sich eine Gruppe gegen eine Person bildet und deren Handlungsmöglichkeiten abnehmen.
Ist jeder Streit in der Schule Mobbing?
Nein. Entscheidend sind Dauer, Wiederholung, Machtverteilung, Gruppenrollen und Handlungsfähigkeit.
Warum hilft eine Aussprache bei Mobbing nicht immer?
Eine Aussprache setzt Gleichberechtigung voraus. Bei Mobbing kann eine gemeinsame Konfrontation die betroffene Person zusätzlich belasten.
Welche Warnsignale deuten auf Mobbing hin?
Wiederholte Ausgrenzung, Abwertung, Bloßstellung, Gerüchte, Gruppenbildung, Rückzug, Fehlzeiten und körperliche oder emotionale Beschwerden.
Was sollten Lehrkräfte zuerst tun?
Beobachtungen dokumentieren, die betroffene Person geschützt anhören, nicht vorschnell konfrontieren und schulische Zuständigkeiten einbeziehen.
Welche Rolle spielen Zuschauer?
Lachen, Schweigen und Wegsehen können Mobbing verstärken. Hilfeholen, Widersprechen und Einbeziehen schwächen die Dynamik.
Wann ist externe Unterstützung sinnvoll?
Wenn die Lage festgefahren ist, mehrere Gruppen betroffen sind, interne Maßnahmen nicht greifen oder ein präventiver Neustart benötigt wird.
Passende Fachseiten zum Mobbing-Cluster
Projekttag zur Mobbingprävention anfragen
Wir stimmen Zielsetzung, Klassenstufe, Zeitrahmen und Schwerpunkt passend zu Ihrer Schule ab.
TRY-BULLS Academy
Rico Schmidt
Telefon: 0174 3015937
E-Mail: mail@try-bulls-academy.com
© TRY-BULLS Academy – Gewaltprävention · Mobbingprävention · Soziales Lernen
Startseite Projekttage Projektwoche Referenzen Kosten & Förderung Kontakt Datenschutz Impressum
