Was tun bei Mobbing? Soforthilfe für Schule & Eltern
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Soforthilfe und klare nächste Schritte

Was tun bei Mobbing? Betroffene schützen, richtig handeln und Mobbing nachhaltig stoppen

Mobbing hört selten von allein auf. Schulen und Eltern brauchen einen ruhigen, vertraulichen und strukturierten Plan. Diese Seite zeigt Schritt für Schritt, was bei Mobbing zu tun ist.

Sofortmaßnahmen ansehenFür SchulenWas ist Mobbing?

Bei Mobbing zählt ein planvolles Vorgehen

Öffentliche Konfrontationen, spontane Klassengespräche oder der Rat, sich einfach stärker zu wehren, können die Situation verschärfen.

Wirksam ist ein abgestimmtes Vorgehen aus Schutz, Dokumentation, vertraulicher Klärung, Arbeit an der Gruppendynamik und konsequenter Nachverfolgung.

Was tun bei Mobbing? Die sechs wichtigsten Sofortmaßnahmen

Wenn ein Mobbingverdacht besteht, sollte nicht überstürzt gehandelt werden. Gleichzeitig darf die Situation nicht verharmlost oder nur beobachtet werden.

1. Zuhören

Betroffene ernst nehmen und nicht nach eigener Mitschuld suchen.

2. Schutz klären

Sicherheit in Unterricht, Pause und digitaler Kommunikation herstellen.

3. Dokumentieren

Vorfälle, Orte, Zeiten, Beteiligte und Beweise sachlich sichern.

4. Zuständigkeiten klären

Klassenleitung, Schulsozialarbeit und Schulleitung abgestimmt einbeziehen.

5. Gruppe bearbeiten

Angreifende, Mitläufer, Verstärker und Zuschauende gezielt ansprechen.

6. Wirkung prüfen

Über mehrere Wochen kontrollieren, ob die Angriffe wirklich beendet sind.

Wichtiger Grundsatz

Betroffene nicht vor der Klasse markieren, öffentlich befragen oder zu einer direkten Aussprache zwingen.

Ist es wirklich Mobbing?

Vor der Intervention sollte geprüft werden, ob ein wiederholtes Muster mit Machtungleichgewicht vorliegt. Ein einzelner Streit braucht möglicherweise ein anderes Vorgehen. Mehr dazu: Was ist Mobbing?.

Was tun bei Mobbing? Der Handlungsplan im Überblick

Die Grafik zeigt die wichtigsten Schritte von der ersten Meldung bis zur nachhaltigen Überprüfung.

Was tun bei Mobbing – Sofortmaßnahmen und Hilfe der TRY-BULLS Academy
Video: Prävention und Teamverantwortung

So arbeitet die TRY-BULLS Academy mit Schulklassen

Das Video zeigt eine echte Szene aus der bewegungsorientierten Projektarbeit.

▶ Echte Szene aus einem Schulprojekt – zum Abspielen klicken

Wie unterstützt man eine betroffene Person?

Betroffene brauchen Sicherheit und Glaubwürdigkeit. Aussagen wie „Ignoriere es“ oder „Wehre dich stärker“ können das Gefühl verstärken, selbst verantwortlich zu sein.

Kontrolle nicht vollständig entziehen

Transparent erklären, wer informiert wird und welche Schritte geplant sind.

Unmittelbare Sicherheit organisieren

Je nach Situation können Begleitung, veränderte Pausenwege, Ansprechpartner oder digitale Schutzmaßnahmen nötig sein.

Regelmäßige Gespräche vereinbaren

Ein einmaliges Gespräch reicht nicht. Kurze, feste Termine zeigen, dass die Entwicklung ernsthaft verfolgt wird.

Wie werden Mobbingvorfälle dokumentiert?

Dokumentation hilft, Muster zu erkennen. Beobachtungen und Bewertungen sollten getrennt werden.

  • Datum und Uhrzeit
  • Ort oder digitaler Kanal
  • konkrete Handlung oder Aussage
  • beteiligte Personen
  • mögliche Zeugen
  • Reaktion der betroffenen Person
  • bisherige Maßnahmen
  • Screenshots oder andere Beweise

Was sollten Schulen bei Mobbing tun?

Schulen benötigen klare Zuständigkeiten. Einzelne Lehrkräfte sollten den Fall nicht allein tragen.

Eine koordinierende Person bestimmen

Sie bündelt Informationen, koordiniert Gespräche und überprüft Vereinbarungen.

Vertrauliche Einzelgespräche führen

Gespräche mit Betroffenen, Beteiligten und Beobachtenden getrennt und vorbereitet durchführen.

Die Gruppe einbeziehen

Mobbing ist ein Gruppenprozess. Mitläufer und Zuschauende müssen verstehen, wie ihr Verhalten wirkt.

Konsequenzen und Hilfe verbinden

Grenzverletzungen benötigen nachvollziehbare Konsequenzen und Unterstützung zur Verhaltensänderung.

Präventive Unterstützung für Ihre Schulklasse

Die TRY-BULLS Academy bietet Projekttage zur Mobbingprävention. Bei einem akuten Fall ersetzen sie keine Fallklärung.

Mobbingprävention SchuleProjekt anfragen

Was können Eltern bei Mobbing tun?

Ruhe, Dokumentation und Zusammenarbeit mit der Schule sind hilfreicher als spontane Konfrontationen.

01

Zuhören

Das Kind ausreden lassen und ernst nehmen.

02

Beweise sichern

Vorfälle notieren und digitale Inhalte sichern.

03

Schule informieren

Sachlich und möglichst schriftlich Kontakt aufnehmen.

04

Plan vereinbaren

Zuständigkeiten, Schutzmaßnahmen und Termine festlegen.

05

Kind beteiligen

Erklären, welche Schritte geplant sind.

06

Entwicklung prüfen

Regelmäßig nachfragen und dokumentieren.

Was sollte man bei Mobbing vermeiden?

  • Betroffene öffentlich befragen
  • eine direkte Aussprache erzwingen
  • beide Seiten pauschal gleich verantwortlich machen
  • nur eine Entschuldigung verlangen
  • Betroffenen raten, sich stärker zu wehren
  • Vorfälle als normalen Streit verharmlosen
  • unkoordiniert viele Personen informieren
  • Nachverfolgung zu früh beenden

Warum Mediation nicht immer geeignet ist

Mediation setzt ähnliche Verhandlungsmöglichkeiten voraus. Bei deutlichem Machtungleichgewicht kann sie Betroffene zusätzlich belasten.

Was tun bei Cybermobbing?

Digitale Beweise sichern, Inhalte melden und nicht weiterleiten. Betroffene sollten Inhalte nicht löschen, bevor Screenshots angefertigt wurden.

  • Screenshots mit Datum, Absender und Kontext sichern
  • verletzende Inhalte nicht weiterleiten
  • Konten blockieren, wenn dies schützt
  • Inhalte bei Plattformen melden
  • Schule und Erziehungsberechtigte informieren
  • bei Drohungen oder Straftaten Polizei einbeziehen

Mehr dazu: Cybermobbing Schule.

Wann Polizei oder weitere Stellen eingeschaltet werden sollten

Bei ernsthaften Drohungen, Gewalt, Erpressung, sexualisierten Bildern oder anderen möglichen Straftaten sollte professionelle oder behördliche Hilfe geprüft werden.

Wie wird überprüft, ob Mobbing beendet ist?

Mobbing gilt nicht als beendet, nur weil einige Tage keine neuen Vorfälle bekannt werden. Die Entwicklung sollte über mehrere Wochen verfolgt werden.

  • Fühlt sich die betroffene Person sicherer?
  • Sind offene und verdeckte Angriffe beendet?
  • Hat sich das Verhalten der Gruppe verändert?
  • Werden digitale Angriffe fortgesetzt?
  • Funktionieren die vereinbarten Hilfewege?
  • Sind weitere Schutzmaßnahmen nötig?

Weiterführende Fachinformationen

Zusätzliche Informationen bieten die Polizeiliche Kriminalprävention, klicksafe und die Nummer gegen Kummer.

Merksatz

Was tun bei Mobbing? Zuhören, schützen, dokumentieren, abgestimmt handeln und nachverfolgen, bis die Angriffe dauerhaft beendet sind.

Was tun bei Mobbing in der Grundschule?

Jüngere Kinder benötigen einfache Sprache, sichtbare Ansprechpartner und klare Schutzmaßnahmen.

Was tun bei Mobbing in weiterführenden Schulen?

Bei Jugendlichen spielen Status, Gruppendruck, soziale Medien und Gesichtsverlust eine größere Rolle.

Was tun bei Mobbing in der Berufsschule?

Schule, Ausbildung, Praktikum und Betrieb können gleichzeitig betroffen sein. Zuständigkeiten müssen abgestimmt werden.

Was tun, wenn die Schule nicht reagiert?

Beobachtungen schriftlich dokumentieren, konkrete Schutzmaßnahmen erfragen und bei Bedarf Schulleitung oder Schulaufsicht einbeziehen.

Was tun, wenn das Kind nicht mehr zur Schule möchte?

Schulvermeidung ist ein ernstes Warnsignal. Schutz und bei Bedarf medizinische oder psychologische Unterstützung zeitnah organisieren.

Was tun, wenn das eigene Kind andere mobbt?

Das Verhalten klar benennen, Verantwortung einfordern und Ursachen sowie Wiedergutmachung bearbeiten.

Was tun, wenn das eigene Kind zuschaut?

Nicht mitlachen, nicht weiterleiten und gemeinsam Hilfe holen sind konkrete Schritte.

Kann ein Klassenwechsel helfen?

Er kann Schutz schaffen, darf aber nicht die einzige Maßnahme bleiben.

Wie lange dauert eine Intervention?

Schutz kann sofort beginnen. Rollen und Gruppenverhalten zu verändern benötigt häufig mehrere Wochen.

Wann ist ein Präventionsprojekt sinnvoll?

Zur Stärkung von Klassenregeln, Zivilcourage und Gruppendynamik. Bei einem akuten Fall muss es Teil eines größeren Schutzplans sein.

Konsequenz und Verlässlichkeit

Mobbing wird nachhaltig gestoppt, wenn Erwachsene abgestimmt handeln und die Wirkung konsequent überprüfen.

Was tun bei Mobbing in den ersten 24 Stunden?

Die ersten Stunden nach einer Meldung entscheiden darüber, ob sich die betroffene Person geschützt und ernst genommen fühlt. Gleichzeitig sollten Schulen und Eltern nicht vorschnell handeln. Ein ruhiges, planvolles Vorgehen ist meist wirksamer als eine spontane Konfrontation.

Zunächst sollte geklärt werden, ob unmittelbare Gefahr besteht. Gibt es Drohungen, körperliche Gewalt, Erpressung oder die Verbreitung intimer Inhalte, müssen Schutzmaßnahmen sofort beginnen. Bei akuter Gefahr ist die Polizei einzubeziehen.

Danach wird festgelegt, wer die Koordination übernimmt. In der Schule kann dies die Klassenleitung, Schulsozialarbeit oder Schulleitung sein. Wichtig ist, dass nicht mehrere Personen unkoordiniert Gespräche führen.

Checkliste für den ersten Tag

  • betroffene Person vertraulich anhören
  • akute Gefahr und Schutzbedarf prüfen
  • Vorfälle und digitale Beweise sichern
  • eine koordinierende Person festlegen
  • nächsten Gesprächstermin vereinbaren
  • keine öffentliche Klassenaussprache durchführen

Was tun als Lehrkraft?

Lehrkräfte sind häufig die ersten Ansprechpersonen. Sie sollten zuhören, Beobachtungen dokumentieren und klar vermitteln, dass die Situation geprüft wird. Gleichzeitig dürfen sie keine Lösung versprechen, bevor die Fakten ausreichend geklärt sind.

Hilfreich ist ein Gesprächsprotokoll mit Datum, konkreten Aussagen und bisherigen Beobachtungen. Vermutungen sollten deutlich von bestätigten Tatsachen getrennt werden.

Die Lehrkraft sollte die betroffene Person darüber informieren, welche Personen einbezogen werden. Transparenz schafft Vertrauen. Besonders wichtig ist, dass der weitere Unterricht nicht zur Bühne für Schuldzuweisungen wird.

Lehrkräfte sollten konkret klären

  • Wann und wo treten die Angriffe auf?
  • Welche Personen sind beteiligt?
  • Wer beobachtet, lacht mit oder leitet Inhalte weiter?
  • Welche Situationen sind besonders riskant?
  • Welche Schutzmaßnahmen helfen sofort?

Was tun als Schulleitung?

Die Schulleitung trägt Verantwortung dafür, dass Zuständigkeiten geklärt und Maßnahmen dokumentiert werden. Sie sollte sicherstellen, dass Schutz, Kommunikation und Nachverfolgung nicht von Einzelpersonen abhängen.

Bei schwerwiegenden Fällen kann ein schulisches Krisenteam sinnvoll sein. Dazu können Schulleitung, Klassenleitung, Schulsozialarbeit, Beratungslehrkraft und weitere zuständige Personen gehören.

Die Schulleitung sollte außerdem prüfen, ob externe Beratung, Schulaufsicht, Jugendhilfe oder Polizei einbezogen werden müssen. Entscheidungen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.

Was tun als Schulsozialarbeit?

Schulsozialarbeit kann vertrauliche Gespräche führen, Gruppendynamiken einschätzen und die Kommunikation zwischen Schule, Eltern und betroffener Person begleiten.

Sie sollte darauf achten, dass die betroffene Person nicht erneut in eine Rechtfertigungsposition gerät. Gleichzeitig kann sie mit Mitläufern und Zuschauenden sichere Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Was können Mitschülerinnen und Mitschüler tun?

Zuschauende und Mitläufer haben oft mehr Einfluss, als ihnen bewusst ist. Mobbing lebt von Aufmerksamkeit, Lachen, Weiterleiten und Schweigen. Wenn diese Unterstützung wegfällt, verändert sich die Dynamik.

Niemand muss sich allein gegen eine starke Gruppe stellen. Zivilcourage kann bedeuten, gemeinsam mit anderen Hilfe zu holen, die betroffene Person anzusprechen oder verletzende Inhalte nicht weiterzugeben.

Konkrete Handlungsmöglichkeiten

  • nicht mitlachen
  • keine Bilder oder Nachrichten weiterleiten
  • Betroffene nicht allein lassen
  • gemeinsam Hilfe holen
  • Beobachtungen sachlich schildern
  • keine Gegenbeleidigungen starten

Was tun, wenn das eigene Kind mobbt?

Eltern sollten das Verhalten klar benennen, ohne das Kind als Person dauerhaft abzuwerten. Aussagen wie „Du bist ein Mobber“ führen häufig zu Abwehr. Besser ist: „Dieses Verhalten verletzt andere und muss aufhören.“

Wichtig ist zu klären, welche Funktion das Verhalten hat. Geht es um Anerkennung, Status, Frust, Gruppendruck oder fehlende Empathie? Verantwortung und Konsequenzen sind notwendig, gleichzeitig braucht das Kind Unterstützung, andere Strategien zu entwickeln.

Eine Entschuldigung kann Teil der Aufarbeitung sein, sollte aber nicht vorschnell oder öffentlich erzwungen werden.

Was tun, wenn das eigene Kind zuschaut?

Auch Zuschauende benötigen klare Orientierung. Eltern können besprechen, warum Schweigen und Weiterleiten Wirkung haben. Gleichzeitig sollten sie keine unrealistischen Heldenerwartungen erzeugen.

Das Kind kann lernen, Hilfe zu holen, sich mit anderen zusammenzuschließen und die betroffene Person nicht auszugrenzen.

Was tun, wenn das eigene Kind betroffen ist?

Eltern sollten zunächst zuhören und das Kind nicht mit vielen Fragen überfordern. Entscheidend ist, dass es sich geglaubt und geschützt fühlt.

Die Schule sollte sachlich informiert werden. Hilfreich ist eine schriftliche Zusammenfassung mit konkreten Vorfällen und dem Wunsch nach einem verbindlichen Gesprächstermin.

Eltern sollten außerdem darauf achten, dass der Alltag nicht vollständig vom Mobbing bestimmt wird. Sichere Freundschaften, Bewegung, Hobbys und verlässliche Beziehungen können Stabilität geben.

Was tun bei Mobbing in der Grundschule?

Jüngere Kinder können Mobbing häufig nicht klar beschreiben. Sie sagen vielleicht, dass niemand mit ihnen spielen will oder dass sie regelmäßig Bauchschmerzen haben.

Erwachsene müssen deshalb stärker beobachten. Pausensituationen, Gruppenarbeiten und Übergänge liefern wichtige Hinweise. Schutzmaßnahmen sollten einfach erklärt und sichtbar sein.

Passende Präventionsangebote sind Mobbingprävention Grundschule und Gewaltprävention Grundschule.

Was tun bei Mobbing am Gymnasium?

Am Gymnasium spielen Status, Leistungsdruck, Kursstrukturen und digitale Kommunikation eine große Rolle. Jugendliche fürchten häufig Gesichtsverlust oder Gegenangriffe.

Maßnahmen sollten deshalb transparent und auf Augenhöhe erklärt werden. Klassenchats, Screenshots und soziale Netzwerke müssen in die Fallklärung einbezogen werden.

Eine passende Präventionsseite ist Anti-Mobbing Gymnasium.

Was tun bei Mobbing in der Realschule oder Gesamtschule?

In heterogenen Lerngruppen können Leistungsunterschiede, Status und Gruppenzugehörigkeit die Dynamik beeinflussen. Wichtig ist, dass einzelne Schülerinnen und Schüler nicht dauerhaft auf Rollen festgelegt werden.

Die Gruppe sollte lernen, Verantwortung zu übernehmen und Ausgrenzung nicht als Unterhaltung zu akzeptieren.

Was tun bei Mobbing in der Förderschule?

Sprache, Tempo und Gesprächsführung müssen an die individuellen Unterstützungsbedarfe angepasst werden. Wiederholung, klare Visualisierung und verlässliche Ansprechpartner sind besonders wichtig.

Betroffene dürfen nicht durch komplexe Gesprächssituationen überfordert werden.

Was tun bei Mobbing in der Berufsschule?

In Berufsschulen können Betrieb, Praktikum und Schule gleichzeitig betroffen sein. Zuständigkeiten zwischen Schule und Ausbildungsbetrieb müssen geklärt werden.

Auch erwachsene oder fast erwachsene Lernende brauchen Schutz. Mobbing darf nicht als normale Härte des Berufslebens verharmlost werden.

Welche rechtlichen Schritte können bei Mobbing relevant sein?

Mobbing ist kein einzelner Straftatbestand. Einzelne Handlungen können jedoch strafbar sein, zum Beispiel Bedrohung, Körperverletzung, Beleidigung, Erpressung oder die Verbreitung intimer Bilder.

Bei möglichen Straftaten sollten Beweise gesichert und professionelle Beratung eingeholt werden. Schulen sollten nicht selbst strafrechtliche Bewertungen vornehmen, sondern zuständige Stellen einbeziehen.

Wann sollte das Jugendamt eingeschaltet werden?

Das Jugendamt kann relevant werden, wenn eine erhebliche Gefährdung besteht, Familien Unterstützung benötigen oder schulische Maßnahmen allein nicht ausreichen.

Eine Einbeziehung sollte sachlich begründet und mit klaren Informationen erfolgen.

Wann ist psychologische Hilfe sinnvoll?

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn Angst, Rückzug, Schlafprobleme, Selbstverletzung oder starke depressive Symptome auftreten.

Auch nach dem Ende der akuten Angriffe kann psychologische Hilfe notwendig sein, um Sicherheit und Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

Warum Prävention besser ist als reine Intervention

Intervention beginnt, wenn bereits Schaden entstanden ist. Prävention stärkt Klassen, bevor sich Rollen verfestigen. Sie schafft klare Regeln, Hilfewege und Zivilcourage.

Projekttage, Klassenrat, Medienbildung und regelmäßige Arbeit am Klassenklima können Risiken reduzieren. Sie ersetzen keine Fallklärung, sind aber ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Schutzkonzepts.

Wie Schulen einen dauerhaften Handlungsplan entwickeln

Ein guter schulischer Handlungsplan beschreibt Zuständigkeiten, Dokumentation, Schutzmaßnahmen, Kommunikation und Nachverfolgung. Alle Beteiligten sollten wissen, wer bei einem Verdacht angesprochen wird.

Der Plan sollte regelmäßig überprüft und neuen Mitarbeitenden bekannt gemacht werden.

Wie die TRY-BULLS Academy unterstützen kann

Die TRY-BULLS Academy bietet Präventionsprojekte zu Mobbing, Gewalt, Resilienz, Teamfähigkeit und sozialem Lernen. Die Programme arbeiten mit einer Klasse pro Tag und maximal 35 Teilnehmenden.

Bei einem akuten Fall ist eine vorherige Abstimmung wichtig. Der Projekttag ergänzt die Gruppenarbeit, ersetzt aber keine Schutz- und Fallklärung.

Referenzschulen und Bildungspartner

Die TRY-BULLS Academy war bereits an Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Einsatz.

Das sagen Schulen über unsere Arbeit

Rückmeldungen aus Projekten zu Teamgeist, Fairness, Verantwortung und respektvollem Umgang.

★★★★★
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die abwechslungsreichen Übungen und die Werte Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion haben das Klassenteam positiv beeinflusst.“
Klasse 6bGymnasium Forst Mitte
★★★★★
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte.“
Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum
★★★★★
„Im Projekt konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“
K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
★★★★★
„Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Jugendliche, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“
Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
★★★★★
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden natürlich und praxisnah vermittelt.“
Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Gymnasium

Häufige Fragen: Was tun bei Mobbing?

Antworten für Schulen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Eltern und Betroffene.

Was sollte man bei Mobbing zuerst tun?

Ruhig zuhören, Schutz klären und Vorfälle dokumentieren.

Sollte die Klasse sofort gemeinsam darüber sprechen?

Nein. Ein unvorbereitetes Klassengespräch kann die Situation verschärfen.

Sollte sich die betroffene Person stärker wehren?

Dieser Rat verkennt das Machtungleichgewicht.

Wie dokumentiert man Mobbing?

Datum, Uhrzeit, Ort, Handlung, Beteiligte, Zeugen und digitale Beweise festhalten.

Was können Eltern tun?

Zuhören, Beweise sichern, Schule informieren und einen Schutzplan vereinbaren.

Was sollten Lehrkräfte vermeiden?

Öffentliche Konfrontation und erzwungene Entschuldigungen.

Ist Mediation bei Mobbing geeignet?

Bei deutlichem Machtungleichgewicht häufig nicht.

Was tun bei Cybermobbing?

Beweise sichern, Inhalte melden, nicht weiterleiten und Hilfe holen.

Wann sollte die Polizei eingeschaltet werden?

Bei Drohungen, Gewalt, Erpressung, sexualisierten Bildern oder möglichen Straftaten.

Kann ein Projekttag Mobbing stoppen?

Er unterstützt Prävention, ersetzt aber keine Fallklärung.

Wie lange muss die Situation beobachtet werden?

Über mehrere Wochen, bis die Angriffe dauerhaft beendet sind.

Wo finden Betroffene Hilfe?

Bei Schule, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen, Nummer gegen Kummer und bei akuter Gefahr der Polizei.

Mobbingprävention für Ihre Schulklasse anfragen

Schildern Sie uns kurz Schulform, Klassenstufe, Gruppengröße und gewünschten Präventionsschwerpunkt. Wir entwickeln ein passendes Konzept für genau eine Klasse.

TRY-BULLS Academy
Rico Schmidt
Telefon: 0174 3015937
E-Mail: mail@try-bulls-academy.com

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