Gewaltprävention Berufsschule: Konflikte deeskalieren, Respekt stärken und Verantwortung übernehmen
Praxisnaher Projekttag für eine Berufsschulklasse mit maximal 35 Teilnehmenden – mit Bewegung, Reflexion und konkreten Strategien für Schule, Werkstatt, Betrieb und Ausbildung.
Projekttag anfragen Ablauf ansehen Projekttage BerufsschuleGewaltprävention in der Berufsschule braucht Praxisbezug
Berufsschülerinnen und Berufsschüler bewegen sich zwischen Schule, Betrieb, Werkstatt, Praktikum und privatem Alltag. Konflikte entstehen deshalb in unterschiedlichen Rollen und unter hohem Erwartungsdruck.
Die Gewaltprävention Berufsschule der TRY-BULLS Academy verbindet aktive Übungen mit ehrlicher Reflexion. Ziel ist, Handlungssicherheit für belastende Situationen zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet Gewaltprävention?
- Grafik zum Projekttag
- Video aus der Praxis
- Formen von Gewalt und Grenzverletzung
- Ursachen und Eskalationsdynamiken
- Konflikte in Betrieb und Werkstatt
- Methoden der TRY-BULLS Academy
- Ablauf des Projekttags
- Zielgruppen und Bildungsgänge
- Nachbereitung und Transfer
- Vertiefung für Berufsschulen
- Referenzen und Stimmen
- Häufige Fragen
Was bedeutet Gewaltprävention in der Berufsschule?
Gewaltprävention in der Berufsschule umfasst alle Maßnahmen, die körperliche, verbale, psychische und digitale Grenzverletzungen frühzeitig verhindern oder deeskalieren. Dabei geht es nicht nur um Schlägereien. Auch Drohungen, massive Abwertung, Einschüchterung, sexualisierte Sprache und aggressiver Gruppendruck können das Lern- und Arbeitsklima belasten.
Berufsschülerinnen und Berufsschüler müssen in sehr unterschiedlichen Kontexten professionell handeln. Im Betrieb gelten andere Erwartungen als in der Klasse. Konflikte mit Vorgesetzten, Kolleginnen, Kollegen oder Kundschaft können zusätzlichen Druck erzeugen.
Gewaltprävention Berufsschule bedeutet deshalb, reale Handlungsmöglichkeiten zu trainieren: Grenzen klar benennen, Provokationen nicht unnötig verstärken, Abstand gewinnen, Unterstützung holen und Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen.
Wichtiger Grundsatz
Professionelle Stärke zeigt sich nicht durch Einschüchterung. Sie zeigt sich durch Selbstkontrolle, klare Kommunikation und verantwortliches Handeln.
Welche Kompetenzen werden gestärkt?
- Provokationen früh erkennen
- unter Druck ruhig kommunizieren
- Grenzen klar und respektvoll benennen
- körperliche Eskalation vermeiden
- Kritik professionell verarbeiten
- Verantwortung im Team übernehmen
- Hilfewege in Schule und Betrieb nutzen
- Konflikte lösungsorientiert ansprechen
Gewaltprävention Berufsschule mit Praxis- und Berufsbezug
Die Grafik zeigt den Ansatz der TRY-BULLS Academy: Respekt, Teamarbeit, Deeskalation und kontrollierte Stärke werden praktisch erlebt.
So arbeitet die TRY-BULLS Academy mit Schulklassen
Das Video zeigt eine echte Szene aus der bewegungsorientierten Präventionsarbeit. Regeln, Teamverhalten und Selbstkontrolle werden unmittelbar sichtbar.
Welche Formen von Gewalt treten in Berufsschulen auf?
Körperliche Gewalt
Schubsen, Festhalten, Schlagen oder Bedrängen sind sichtbare Formen von Gewalt. In Werkstätten und technischen Bereichen können solche Situationen zusätzliche Risiken verursachen.
Verbale Gewalt
Beleidigungen, Drohungen, rassistische oder sexistische Aussagen und aggressives Anschreien können das Lern- und Arbeitsklima massiv belasten.
Psychische Gewalt
Einschüchterung, Demütigung, gezielte Bloßstellung und anhaltender Druck wirken häufig weniger sichtbar, können aber langfristig schwerwiegend sein.
Digitale Gewalt
Klassenchats, Messengergruppen und soziale Medien können Konflikte verstärken. Screenshots, Weiterleitungen und öffentliche Kommentare erweitern Reichweite und Dauer einer Belastung.
Sexualisierte Grenzverletzungen
Sexualisierte Kommentare, unerwünschte Bilder oder abwertende Witze werden häufig verharmlost. Im Projekttag wird klar benannt, dass berufliche Professionalität immer auch Respekt vor persönlichen Grenzen bedeutet.
Warum eskalieren Konflikte?
Konflikte eskalieren selten ohne Vorzeichen. Häufig spielen Stress, Unsicherheit, Status, Gruppendruck, Frustration und fehlende Kommunikationsstrategien zusammen.
Leistungs- und Prüfungsdruck
Prüfungen, Fehlzeiten, Noten und Zukunftsängste können die Belastbarkeit senken. Manche reagieren mit Rückzug, andere mit Aggression oder Abwertung.
Status und Anerkennung
In Gruppen wird Stärke manchmal mit Dominanz verwechselt. Wer laut, provozierend oder einschüchternd auftritt, versucht häufig Unsicherheit zu verdecken.
Konflikte zwischen Schule und Betrieb
Unterschiedliche Erwartungen, Überforderung oder negative Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb können sich in der Schule entladen.
Fehlende Strategien
Viele junge Menschen wissen theoretisch, dass Gewalt keine Lösung ist. In angespannten Situationen fehlen jedoch konkrete Alternativen.
Konflikte in Betrieb, Werkstatt und Ausbildung
Gewaltprävention Berufsschule wird besonders wirksam, wenn sie den beruflichen Alltag einbezieht. Konflikte entstehen nicht nur im Klassenraum, sondern auch in Werkstätten, Pausenräumen, auf Baustellen, in Küchen, Pflegeeinrichtungen oder im Kundenkontakt.
Die Teilnehmenden reflektieren, wie sie auf Kritik, Zeitdruck, Missverständnisse und ungerechte Behandlung reagieren. Professionelle Kommunikation bedeutet, ein Problem klar anzusprechen, ohne die Situation unnötig zu verschärfen.
Umgang mit Vorgesetzten
Kritik oder klare Ansagen können als persönliche Abwertung erlebt werden. Im Projekttag wird zwischen Tonfall, Inhalt und eigener Reaktion unterschieden.
Teamarbeit im Betrieb
Absprachen, Zuverlässigkeit und gegenseitige Unterstützung sind zentrale berufliche Kompetenzen. Konflikte entstehen schnell, wenn Aufgaben unklar verteilt oder Fehler gegenseitig zugeschoben werden.
Kundschaft und Außenkontakt
In Dienstleistungsberufen müssen junge Menschen auch bei unfreundlichem Verhalten professionell bleiben. Das bedeutet nicht, jede Grenzverletzung hinzunehmen, sondern sicher und angemessen zu reagieren.
Wie arbeitet die TRY-BULLS Academy?
Die TRY-BULLS Academy nutzt Rugby als pädagogischen Werterahmen. Respekt, Fairness, Disziplin, Teamgeist und kontrollierte Stärke werden in sicheren Übungen erlebbar gemacht.
Die Aufgaben erzeugen reale Situationen zu Kommunikation, Führung, Frust, Verantwortung und Selbstkontrolle. Anschließend wird reflektiert, wie diese Erfahrungen auf Schule, Betrieb und Arbeitswelt übertragen werden können.
Die Teilnehmenden werden nicht belehrt. Sie werden ernst genommen und mit konkreten Herausforderungen konfrontiert.
Deeskalation
Anspannung früh erkennen und bewusst aus einer Eskalationsspirale aussteigen.
Kommunikation
Grenzen, Kritik und Erwartungen klar und professionell formulieren.
Verantwortung
Die Wirkung des eigenen Verhaltens erkennen und verlässliche Entscheidungen treffen.
Warum Bewegung und Praxisbezug wirken
Ein Vortrag kann informieren, verändert aber nicht automatisch Verhalten unter Druck. In aktiven Aufgaben werden Kommunikationsmuster, Dominanz, Rückzug und Selbstkontrolle unmittelbar sichtbar.
Die Auswertung bleibt konkret: Was hat die Situation verschärft? Welche Handlung hat geholfen? Welche Strategie wäre im Betrieb professionell?
Gewaltprävention für Ihre Berufsschulklasse anfragen
Der Projekttag wird mit genau einer Klasse und maximal 35 Teilnehmenden durchgeführt. Inhalt und Tempo werden an Bildungsgang, Alter und Gruppendynamik angepasst.
Unverbindlich anfragen Ablauf ansehenSo läuft ein Projekttag zur Gewaltprävention ab
Eine Berufsschulklasse, maximal 35 Teilnehmende und ein zusammenhängender Projekttag bis ungefähr 13:30 Uhr.
Vorgespräch
Bildungsgang, Gruppengröße, Ausgangslage, Thema und Organisation werden abgestimmt.
Klarer Einstieg
Ziel, Regeln und Arbeitsweise werden transparent erläutert.
Aktive Aufgaben
Bewegung schafft reale Situationen zu Kommunikation, Führung und Selbstkontrolle.
Herausforderung
Die Gruppe muss Verantwortung verteilen, Druck aushalten und Strategien verändern.
Reflexion
Konflikte, Eskalation und professionelle Handlungsmöglichkeiten werden ausgewertet.
Transfer
Die Klasse entwickelt konkrete Vereinbarungen für Schule, Betrieb und Werkstatt.
Für welche Bildungsgänge ist das Angebot geeignet?
Duale Ausbildung
Der Projekttag verbindet schulische Erfahrungen mit Betrieb, Kollegium, Vorgesetzten und Kundschaft.
Berufsfachschule
Teamfähigkeit, Selbstkontrolle und professionelle Kommunikation werden mit der Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf verbunden.
Berufsvorbereitung
In berufsvorbereitenden Klassen können Motivation, Verantwortung, Konfliktfähigkeit und Zukunftsperspektiven stärker gewichtet werden.
Oberstufenzentrum
Bei gemischten Bildungsgängen wird der Projekttag an Alter, Vorwissen und beruflichen Kontext angepasst.
Eine Klasse pro Projekttag
Die TRY-BULLS Academy arbeitet an einem Projekttag mit genau einer Berufsschulklasse. Der gesamte Tag bleibt dieser Gruppe vorbehalten.
Die maximale Gruppengröße beträgt 35 Teilnehmende. Weitere Klassen erhalten separate Termine.
Zeitrahmen bis ungefähr 13:30 Uhr
Der Projekttag beginnt üblicherweise am Morgen und endet ungefähr um 13:30 Uhr. Beginn, Pausen und Endzeit können an Stundenplan, Blockunterricht oder betriebliche Abläufe angepasst werden.
Räume, Kleidung und Materialien
Ideal ist eine Sporthalle oder größere Bewegungsfläche. Ein Klassenraum kann für Reflexionsphasen genutzt werden.
Bequeme Kleidung und geeignete Schuhe sind hilfreich. Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Rolle der Lehrkraft
Die Lehrkraft bleibt während des Projekttags anwesend. Sie kennt die Gruppe und kann Beobachtungen später im Unterricht oder in Beratungsgesprächen aufgreifen.
Die Rolle der Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit kann Informationen zur Gruppendynamik einbringen und die Nachbereitung begleiten. Bei akuter Gewalt ersetzt ein Projekttag keine Krisenintervention.
Einbindung von Ausbildungsbetrieben
Wenn die Schule es wünscht, können zentrale Kompetenzen des Projekttags mit Berufsorientierung, Praktikum und betrieblichen Anforderungen verbunden werden.
Wie Gewaltprävention nachhaltig wirkt
Nach dem Projekttag sollten zentrale Vereinbarungen weitergeführt werden. Dazu gehören klare Kommunikationsregeln, Hilfewege und ein professioneller Umgang mit Kritik.
Kurze Reflexionen im Unterricht oder in Beratungseinheiten helfen, Erfahrungen auf neue Situationen zu übertragen.
Mögliche Anschlussmaßnahmen
- Kommunikationsregeln für Klasse und Werkstatt festhalten
- Hilfewege und Ansprechpartner klären
- Konflikte strukturiert auswerten
- Feedbackregeln vereinbaren
- Teamarbeit regelmäßig reflektieren
- bei Bedarf Resilienz oder Konfliktlösung vertiefen
Grenzen eines Projekttags
Ein Projekttag kann Deeskalation, Selbstkontrolle und Verantwortung stärken. Er ersetzt jedoch keine Krisenintervention, Therapie oder strafrechtliche Aufarbeitung.
Bei akuter Gewalt haben Schutz, Dokumentation und abgestimmte Maßnahmen Vorrang.
Weiterführende interne Angebote
Passende Vertiefungen sind Projekttag Gewaltprävention, Konflikte in Schulklassen lösen, Teamfähigkeit Schule und Resilienztraining Schule.
Weiterführende Fachinformationen
Ergänzende Informationen zu Arbeitsschutz, Ausbildung und Prävention bieten die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, das Bundesinstitut für Berufsbildung und die Bundesagentur für Arbeit.
Kosten und Förderung
Die Kosten hängen von Ort, Gruppengröße, Thema und organisatorischem Aufwand ab. Weitere Informationen stehen unter Kosten und Förderung sowie Fördermittel für Schulen.
Checkliste für die Anfrage
- Bildungsgang und Alter der Teilnehmenden
- Gruppengröße
- beobachtete Konflikte oder gewünschter Schwerpunkt
- Bezug zu Betrieb, Werkstatt oder Praktikum
- möglicher Termin und Zeitrahmen
- Ansprechpartner für Planung und Nachbereitung
Leitgedanke
Gewaltprävention Berufsschule bedeutet, junge Menschen auf reale Konflikte vorzubereiten und professionelle Stärke durch Selbstkontrolle, Respekt und Verantwortung zu fördern.
Gewaltprävention bei Konflikten mit Vorgesetzten
Junge Menschen erleben Hierarchien im Betrieb teilweise erstmals sehr unmittelbar. Kritik oder klare Anweisungen können als persönliche Abwertung wahrgenommen werden.
Im Projekttag wird geübt, zwischen Inhalt, Ton und eigener Reaktion zu unterscheiden. Ziel ist weder blinder Gehorsam noch offene Eskalation, sondern professionelles Handeln.
Gewaltprävention bei hoher Arbeitsbelastung
Zeitdruck, Personalmangel und anspruchsvolle Aufgaben erhöhen das Konfliktrisiko. Wer dauerhaft angespannt ist, reagiert schneller impulsiv.
Die Teilnehmenden lernen, frühe Warnsignale zu erkennen und rechtzeitig Unterstützung, Pause oder Klärung zu suchen.
Respekt in männlich oder weiblich geprägten Berufsfeldern
In manchen Ausbildungsberufen bestehen starke Gruppennormen. Abwertende Sprüche, Dominanz oder sexualisierte Kommentare werden teilweise als normal betrachtet.
Der Projekttag macht deutlich, dass professionelle Zusammenarbeit Grenzen respektiert und niemand durch Zugehörigkeitsdruck zu verletzendem Verhalten gezwungen werden darf.
Konflikte in multikulturellen Gruppen
Unterschiedliche Sprachen, Erfahrungen und Kommunikationsstile können Missverständnisse verstärken. Vielfalt ist jedoch nicht automatisch eine Konfliktursache.
Klare Regeln, Nachfragen und respektvolle Kommunikation helfen, vorschnelle Zuschreibungen und Eskalation zu vermeiden.
Gewaltprävention im Kundenkontakt
In Pflege, Handel, Gastronomie, Verwaltung und Handwerk entstehen Konflikte auch mit Kundschaft oder betreuten Personen. Junge Menschen müssen lernen, Grenzen zu setzen und gleichzeitig professionell zu bleiben.
Fehlerkultur und Verantwortung
Fehler gehören zu Ausbildung und Beruf. Problematisch wird es, wenn Fehler vertuscht, anderen zugeschoben oder mit Beschämung beantwortet werden.
Eine professionelle Fehlerkultur trennt Person und Verhalten. Verantwortung bedeutet, Fehler anzusprechen und Lösungen zu entwickeln.
Nachbereitung über mehrere Wochen
In der ersten Woche werden zentrale Kommunikationsregeln sichtbar gemacht. In der zweiten Woche kann eine typische Konfliktsituation aus Schule oder Betrieb ausgewertet werden.
Nach drei oder vier Wochen folgt eine kurze Bilanz: Welche Strategien funktionieren? Wo eskalieren Situationen weiterhin? Welche Vereinbarung braucht Anpassung?
Wann ein weiterer Termin sinnvoll ist
Ein Folgetermin kann sinnvoll sein, wenn Teamfähigkeit, Resilienz, Konfliktlösung oder professionelle Kommunikation vertieft werden sollen.
Praxis schlägt Theorie
Junge Erwachsene verändern Verhalten eher durch konkrete Erfahrung, ehrliche Reflexion und glaubwürdige Handlungsmöglichkeiten als durch reine Belehrung.
Gewaltprävention Berufsschule bei neuen Ausbildungsklassen
Neue Berufsschulklassen setzen sich häufig aus sehr unterschiedlichen Lebenswegen, Betrieben und beruflichen Erfahrungen zusammen. Manche Teilnehmende kommen direkt aus der Schule, andere haben bereits Praktika, Berufsvorbereitung oder abgebrochene Ausbildungen erlebt.
Ein früher Projekttag kann helfen, gemeinsame Regeln und eine professionelle Haltung zu entwickeln. Die Gruppe erlebt, dass Zuverlässigkeit, Respekt und Kommunikation nicht nur schulische Erwartungen sind, sondern zentrale Voraussetzungen für Ausbildung und Beruf.
Konflikte zwischen Theorie und Praxis
Berufsschülerinnen und Berufsschüler erleben manchmal einen deutlichen Unterschied zwischen schulischer Theorie und betrieblichem Alltag. Frustration entsteht, wenn Anforderungen widersprüchlich wirken oder der eigene Betrieb wenig Unterstützung bietet.
Im Projekttag werden solche Spannungen nicht klein geredet. Die Teilnehmenden reflektieren, welche Reaktionen hilfreich sind und wie Kritik oder Überforderung angesprochen werden können, ohne dass eine Situation eskaliert.
Umgang mit Respektlosigkeit und Provokation
Provokationen entstehen häufig aus Unsicherheit, Konkurrenz oder dem Wunsch nach Anerkennung. Wer sofort reagiert, gibt der anderen Person oft Kontrolle über die Situation.
Gewaltprävention Berufsschule zeigt Alternativen: ruhig bleiben, eine Grenze benennen, Abstand schaffen, Zeugen hinzuholen oder eine zuständige Person informieren. Diese Schritte werden nicht nur erklärt, sondern in den Übungen erlebbar gemacht.
Selbstkontrolle in körperlich anspruchsvollen Berufen
In handwerklichen, technischen oder pflegerischen Berufen kann körperliche Anspannung hoch sein. Kraft, Tempo und Stress gehören teilweise zum Arbeitsalltag.
Gerade deshalb ist kontrolliertes Verhalten wichtig. Die Teilnehmenden erleben, dass körperliche Stärke und berufliche Kompetenz nur dann positiv wirken, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Gewaltprävention in Pflege und sozialen Berufen
Auszubildende in Pflege, Betreuung und sozialen Berufen erleben Konflikte häufig in emotional belastenden Situationen. Aggressives Verhalten von Patientinnen, Patienten, Angehörigen oder betreuten Personen kann zusätzlich verunsichern.
Der Projekttag stärkt klare Kommunikation, Abstand, Teamunterstützung und das rechtzeitige Nutzen professioneller Hilfewege. Dabei wird auch deutlich, dass Selbstschutz kein Zeichen fehlender Belastbarkeit ist.
Gewaltprävention in Handel, Gastronomie und Dienstleistung
Im direkten Kundenkontakt können Beschimpfungen, Ungeduld oder Provokationen auftreten. Junge Beschäftigte müssen lernen, professionell zu bleiben, ohne persönliche Grenzen aufzugeben.
Hilfreich sind klare Formulierungen, eine ruhige Körperhaltung und die Kenntnis interner Unterstützungswege. Diese Kompetenzen lassen sich auf viele Berufe übertragen.
Konflikte in Werkstätten und technischen Bereichen
Werkzeuge, Maschinen und räumliche Enge erhöhen die Bedeutung von Sicherheitsregeln. Ein impulsiver Konflikt kann dort schneller gefährlich werden als in einem normalen Klassenraum.
Deshalb werden Stopp-Signale, Abstand und kontrollierte Reaktionen besonders betont. Respekt vor Sicherheitsregeln ist zugleich Respekt vor Kolleginnen und Kollegen.
Diskriminierung und abwertende Sprache
Rassistische, sexistische, homophobe oder andere diskriminierende Aussagen können Teil einer aggressiven Gruppenkultur werden. Häufig werden sie als Spaß oder rauer Umgangston verharmlost.
Gewaltprävention Berufsschule macht deutlich, dass professionelle Zusammenarbeit keine Abwertung benötigt. Kritik und Humor sind möglich, ohne die Würde anderer Personen anzugreifen.
Alkohol, Drogen und erhöhtes Konfliktrisiko
Substanzkonsum kann Hemmschwellen senken und Konflikte verschärfen. Der Projekttag ist keine Suchtberatung, kann aber den Zusammenhang zwischen Risikoverhalten, Selbstkontrolle und Verantwortung thematisieren.
Wichtig ist, dass junge Menschen Hilfewege kennen und riskante Situationen nicht als Mutprobe oder Normalität akzeptieren.
Professioneller Umgang mit Fehlern
In Ausbildung und Beruf gehören Fehler zum Lernen. Angst vor Beschämung oder Sanktionen kann jedoch dazu führen, dass Fehler verschwiegen oder anderen zugeschoben werden.
Eine konstruktive Fehlerkultur reduziert Konflikte. Verantwortung bedeutet, einen Fehler zu benennen, Unterstützung zu holen und gemeinsam eine Lösung zu entwickeln.
Rolle von Klassenleitung und Ausbildungsteam
Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Ausbildungsteams können die Wirkung des Projekttags stärken, wenn zentrale Begriffe gemeinsam verwendet werden. Dazu gehören Stopp, Abstand, Klärung, Verantwortung und professionelle Kommunikation.
Die Nachbereitung sollte kurz und konkret bleiben. Bereits wenige regelmäßige Reflexionsfragen können helfen, die Inhalte in den Alltag zu übertragen.
Nachbereitung über vier Wochen
In der ersten Woche werden Kommunikations- und Sicherheitsregeln sichtbar festgehalten. In der zweiten Woche wird eine typische Konfliktsituation aus Schule oder Betrieb ausgewertet.
Nach drei bis vier Wochen folgt eine Bilanz: Welche Strategien funktionieren? Wo entstehen weiterhin Eskalationen? Welche Hilfewege werden tatsächlich genutzt?
Wann ein weiterer Projekttag sinnvoll ist
Ein Folgetermin kann sinnvoll sein, wenn ein Bildungsgang Teamfähigkeit, Resilienz, Konfliktlösung oder professionelle Kommunikation vertiefen möchte.
Die Entscheidung richtet sich nach der tatsächlichen Entwicklung der Gruppe und nicht nach einem festen Standardprogramm.
Berufliche Handlungskompetenz
Gewaltprävention Berufsschule stärkt nicht nur das Klassenklima. Sie fördert Kompetenzen, die in Ausbildung, Betrieb und späterem Berufsleben unmittelbar benötigt werden.
Referenzschulen und Bildungspartner
Die TRY-BULLS Academy war bereits an Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Einsatz.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Rückmeldungen aus Projekten zu Teamgeist, Fairness, Verantwortung und respektvollem Umgang.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die abwechslungsreichen Übungen und die Werte Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion haben das Klassenteam positiv beeinflusst.“Klasse 6bGymnasium Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum
„Im Projekt konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Jugendliche, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden natürlich und praxisnah vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Gymnasium
Häufige Fragen zur Gewaltprävention Berufsschule
Antworten für Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Bildungsgangteams.
Für welche Bildungsgänge ist der Projekttag geeignet?
Für duale Ausbildung, Berufsfachschule, Berufsvorbereitung und weitere berufliche Bildungsgänge.
Wie viele Klassen nehmen an einem Projekttag teil?
Genau eine Berufsschulklasse. Weitere Klassen erhalten separate Termine.
Wie groß darf die Gruppe sein?
Maximal 35 Teilnehmende.
Wie lange dauert der Projekttag?
In der Regel vom Morgen bis ungefähr 13:30 Uhr.
Müssen die Teilnehmenden sportlich sein?
Nein. Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Welche Themen werden behandelt?
Deeskalation, Selbstkontrolle, Kommunikation, Respekt, Teamarbeit und Konflikte in Schule und Betrieb.
Kann der Betrieb einbezogen werden?
Ja. Inhalte können mit Praktikum, Ausbildung und betrieblichem Alltag verbunden werden.
Bleibt die Lehrkraft dabei?
Ja. Ihre Anwesenheit ist für Sicherheit, Beobachtung und Nachbereitung wichtig.
Ist das Angebot für schwierige Gruppen geeignet?
Ja. Aufgaben und Reflexion werden an die Gruppe angepasst.
Ersetzt der Projekttag eine Krisenintervention?
Nein. Bei akuter Gewalt sind Schutz und strukturierte Maßnahmen erforderlich.
Was kostet ein Projekttag?
Die Kosten hängen von Ort, Gruppengröße, Thema und Aufwand ab.
Wie kann die Berufsschule anfragen?
Über das Kontaktformular oder die zentrale Projektanfrage.
Gewaltprävention für Ihre Berufsschulklasse anfragen
Schildern Sie uns kurz Bildungsgang, Gruppengröße, Ausgangslage und gewünschten Schwerpunkt. Wir entwickeln ein passendes Konzept für genau eine Klasse.
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Rico Schmidt
Telefon: 0174 3015937
E-Mail: mail@try-bulls-academy.com
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