Aggressionen bei Schülern: Ursachen erkennen, Eskalation stoppen und präventiv handeln
Aggressives Verhalten hat selten nur eine Ursache. Diese Seite unterstützt Schulen dabei, Warnsignale einzuordnen, Sicherheit herzustellen, klar zu deeskalieren und langfristig an Selbstkontrolle, Respekt und Konfliktkompetenz zu arbeiten.
Warnsignale erkennenDeeskalation ansehenProjekttag anfragenAggression ist ein Signal – aber keine Entschuldigung für Gewalt
Wut, Frust und Ärger gehören zur Entwicklung. Entscheidend ist, ob Schülerinnen und Schüler lernen, diese Gefühle zu regulieren, Grenzen zu respektieren und Konflikte ohne Gewalt zu lösen.
Was sind Aggressionen bei Schülern?
Aggression beschreibt Verhalten, das andere bedroht, verletzt, einschüchtert oder Sachen beschädigt. Sie kann körperlich, verbal, sozial oder digital auftreten.
Nicht jede Wut ist Aggression. Ein Kind darf wütend sein oder Abstand benötigen. Eine Grenze wird überschritten, wenn andere bedroht, beleidigt, geschlagen oder gezielt gedemütigt werden.
Körperlich
Schlagen, Treten, Schubsen, Festhalten oder Gegenstände werfen.
Verbal
Beleidigen, Drohen, Anschreien oder gezielte Provokation.
Sozial und digital
Ausgrenzen, Bloßstellen, Gerüchte verbreiten oder Inhalte weiterleiten.
Aggression, Konflikt, Gewalt und Mobbing unterscheiden
Ein Konflikt ist eine Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Interessen. Gewalt liegt vor, wenn Grenzen körperlich, psychisch, verbal oder digital verletzt werden. Mobbing ist ein wiederholter Gruppenprozess mit Machtungleichgewicht.
Vertiefungen: Konflikte lösen Schule, Was ist Mobbing? und Mobbing erkennen.
Grundsatz
Gefühle dürfen da sein. Gewalt, Drohungen und Grenzverletzungen werden klar gestoppt.
Aggressionen bei Schülern: Ursachen, Warnsignale und Handlungsschritte
Die Infografik zeigt, wie Schulen aggressives Verhalten einordnen, akute Situationen sichern und langfristige Prävention aufbauen können.

So werden Frust, Regeln und Selbstkontrolle praktisch erlebbar
Das Video zeigt eine echte Szene aus einem bewegungsorientierten Schulprojekt.
Welche Ursachen können Aggressionen bei Schülern haben?
Für aggressives Verhalten gibt es keine einfache Erklärung. Häufig wirken mehrere persönliche, soziale und situative Faktoren zusammen.
Überforderung und Frust können dazu führen, dass Aggression kurzfristig als Kontrolle erlebt wird.
Fehlende Selbstregulation bedeutet, dass körperliche Anspannung erst spät bemerkt wird und Strategien wie Abstand oder Pause fehlen.
Gruppendruck und Status können aggressives Verhalten vor Publikum verstärken.
Erlernte Konfliktmuster, Unsicherheit, Angst, unklare Regeln und digitale Eskalation können zusätzlich wirken.
Belastungen außerhalb der Schule können Verhalten beeinflussen, heben die Verantwortung für Grenzen aber nicht auf.
Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sollten Verhalten dokumentieren, aber keine medizinischen Diagnosen stellen.
Warnsignale vor einer Eskalation
Frühe Signale sind steigende Körperspannung, geballte Fäuste, starrer Blick, hektische Bewegungen und zunehmende Lautstärke.
Distanzverlust, Beleidigungen, Drohungen, Publikum und ignorierte Stopp-Signale erhöhen das Risiko.
Wenn Gegenstände geworfen, Wege blockiert oder andere Personen gezielt verfolgt werden, muss Sicherheit sofort Vorrang haben.
Wie reagieren Erwachsene bei akuter Aggression?
In einer akuten Situation geht es zuerst um Sicherheit, nicht um vollständige pädagogische Aufarbeitung.
Kurze Sätze wie „Stopp“, „Geh zurück“ oder „Wir sprechen, wenn alle sicher sind“ sind hilfreicher als lange Diskussionen.
Abstand schaffen, Publikum reduzieren, Unterstützung holen und nicht provozieren sind zentrale Schritte.
Bei unmittelbarer Gefahr gilt der schulische Notfallplan. Je nach Lage müssen Schulleitung, Rettungsdienst oder Polizei eingeschaltet werden.
Nach der Beruhigung werden Vorfall, Wirkung, Schutz, Dokumentation und nächste Schritte geklärt.
Wie können Schulen Aggressionen vorbeugen?
Wirksame Prävention verbindet klare Regeln, Beziehung, Beteiligung, ein gutes soziales Klima und verlässliche Reaktionen.
Selbstregulation kann durch Pausen, Bewegung, Stopp-Signale, Atmung und Hilfe holen trainiert werden.
Konfliktkompetenz wächst durch Ich-Botschaften, Perspektivwechsel und konkrete Vereinbarungen.
Die Klasse muss verstehen, dass Anfeuern, Filmen und Weiterleiten Eskalation verstärken.
Hilfewege zu Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulleitung müssen sichtbar und erreichbar sein.
Passende interne Seiten sind Gewaltprävention Schule, Konflikte lösen Schule, Teamfähigkeit Schule, Soziales Lernen Schule und Resilienz Kinder Schule.
Projekttag zu Aggressionen und Gewaltprävention
Der Projekttag arbeitet nicht mit Beschämung oder öffentlichen Fallbesprechungen. Bewegung, Teamaufgaben und Reflexion machen Selbstkontrolle, Grenzen und Gruppendynamik praktisch erlebbar.
Ziele sind: Warnsignale früher erkennen, Stopp-Signale respektieren, Abstand nutzen, Frust ohne Gewalt bewältigen, Verantwortung übernehmen, Gruppendruck erkennen und Hilfewege kennen.
TRY-BULLS arbeitet mit genau einer Klasse und maximal 35 Teilnehmenden.
Der Projekttag läuft üblicherweise bis ungefähr 13:30 Uhr. Die Lehrkraft bleibt anwesend; Schulsozialarbeit kann ergänzend begleiten.
Mehr zur Organisation: Ablauf Projekttag, Checkliste Projekttag und Projektanfrage.
Checkliste bei Aggressionen im Schulalltag
- Gefahr und Abstand prüfen
- ruhig und klar sprechen
- andere schützen
- Unterstützung holen
- Publikum reduzieren
- nicht provozieren
- Vorfall dokumentieren
- Nachsorge organisieren
Checkliste für die Nachbereitung
- Beteiligte getrennt anhören
- Betroffene schützen
- Auslöser prüfen
- Verantwortung klären
- Alternativen vereinbaren
- Eltern und Fachkräfte einbeziehen
- Wirkung prüfen
- weitere Hilfe organisieren
Aggressionen in der Grundschule
Jüngere Kinder benötigen einfache Sprache, kurze Handlungsschritte und sichtbare Regeln. Erwachsene helfen, körperliche Warnsignale früh zu benennen.
Aggressionen bei Jugendlichen
Bei Jugendlichen spielen Status, Gruppendruck, Gesichtsverlust und digitale Öffentlichkeit eine größere Rolle.
Aggressionen bei Gruppenarbeiten
Unklare Aufgaben, Dominanz und Zeitdruck können Konflikte verstärken. Rollen und Arbeitsaufträge sollten eindeutig sein.
Aggressionen in Pausen
Pausen bieten weniger Struktur und mehr Publikum. Klare Aufsichtsbereiche und erreichbare Ansprechpartner helfen.
Aggressionen im Klassenchat
Digitale Nachrichten können Missverständnisse und öffentliche Demütigung verstärken. Screenshots sollten gesichert, aber nicht weiterverbreitet werden.
Aggressionen gegen Lehrkräfte
Beleidigungen, Drohungen oder Angriffe gegen Beschäftigte müssen dokumentiert und nach schulischen Schutzverfahren bearbeitet werden.
Aggressionen nach Leistungsrückmeldungen
Scham und Frust können nach Noten eskalieren. Rückmeldungen sollten klar, respektvoll und ohne öffentliche Bloßstellung erfolgen.
Aggressionen bei Regelsetzung
Grenzen können Widerstand auslösen. Konsequenzen sollten vorhersehbar, verhältnismäßig und ruhig umgesetzt werden.
Aggressionen und Wiedergutmachung
Wiedergutmachung kann Vertrauen wiederherstellen. Sie muss zum Schaden passen und darf keine öffentliche Beschämung sein.
Aggressionen und Selbstwirksamkeit
Schülerinnen und Schüler brauchen die Erfahrung, Konflikte ohne Drohung oder Gewalt beeinflussen zu können.
Aggressionen und Beziehung
Eine tragfähige Beziehung erleichtert Grenzsetzung. Beziehung bedeutet nicht, Gewalt zu akzeptieren.
Aggressionen und Konsequenzen
Konsequenzen sollten Verhalten begrenzen, Sicherheit herstellen und Veränderung ermöglichen.
Aggressionen und Bewegung
Bewegung kann Anspannung regulieren und praktische Lerngelegenheiten schaffen.
Aggressionen und Resilienz
Resilienzförderung hilft, Rückschläge zu bewältigen und Unterstützung anzunehmen.
Aggressionen und Mobbing
Wiederholte Aggression gegen eine unterlegene Person kann Teil eines Mobbingprozesses sein.
Wie Fortschritte sichtbar werden
Fortschritte zeigen sich, wenn Stopp-Signale früher akzeptiert, Pausen genutzt und Hilfewege angenommen werden.
Warum Erwachsene einheitlich handeln sollten
Wenn Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Schulleitung ähnliche Regeln verwenden, entsteht Orientierung.
Warum Prävention nicht erst nach einem Vorfall beginnt
Gewaltprävention gehört in den normalen Schulalltag und beginnt vor der Krise.
Seriöse externe Fachinformationen
Weiterführende Informationen bieten die DGUV zur Gewaltprävention, die Polizeiliche Kriminalprävention und die KMK zur schulischen Prävention.
Interne Themencluster
Gewaltprävention Schule, Mobbingprävention Schule, Resilienz Kinder Schule, Teamfähigkeit Schule, Soziales Lernen Schule, Für Lehrkräfte, Für Schulsozialarbeit, Für Schulleitungen, Fördermittel Schule, Kosten & Förderung und Referenzen.
Leitgedanke
Aggressionen bei Schülern werden nachhaltig bearbeitet, wenn Sicherheit, klare Grenzen, Beziehung, Selbstregulation und konkrete Alternativen verbunden werden.
Aggressionen bei Schülern frühzeitig einordnen
Ein einzelner Wutausbruch bedeutet noch nicht, dass ein Kind dauerhaft aggressiv ist. Entscheidend sind Häufigkeit, Intensität, Auslöser, Wirkung auf andere und die Frage, ob das Verhalten sich wiederholt. Schulen sollten deshalb nicht vorschnell etikettieren, sondern konkrete Beobachtungen sammeln.
Hilfreich ist eine sachliche Beschreibung: Wann tritt das Verhalten auf? Welche Situationen gehen voraus? Wer ist beteiligt? Was verändert sich, wenn Erwachsene früh reagieren? Solche Informationen ermöglichen gezieltere Unterstützung als allgemeine Aussagen wie „Er ist immer aggressiv“.
Welche körperlichen Warnsignale zeigen Schülerinnen und Schüler?
Viele Kinder und Jugendliche spüren körperliche Anspannung, bevor sie aggressiv handeln. Dazu gehören schneller Atem, geballte Fäuste, ein heißer Kopf, starkes Herzklopfen oder das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können.
Wenn diese Signale früh benannt werden, können Strategien rechtzeitig eingesetzt werden. Bewegungspausen, Abstand, Wasser trinken, ein ruhiger Ort oder ein vereinbartes Signal können helfen.
Wie lernen Schülerinnen und Schüler, eine Pause einzusetzen?
Eine Pause funktioniert nur, wenn sie vorher vereinbart und nicht als Strafe erlebt wird. Schülerinnen und Schüler müssen wissen, wohin sie gehen dürfen, wie lange die Pause dauert und wie sie danach wieder in die Situation zurückkehren.
Die Pause darf nicht dazu dienen, schwierige Aufgaben dauerhaft zu vermeiden. Sie soll ermöglichen, wieder handlungsfähig zu werden.
Wie wird ein Stopp-Signal wirksam?
Ein Stopp-Signal muss kurz, eindeutig und in der gesamten Klasse bekannt sein. Es wirkt nur, wenn Erwachsene konsequent reagieren und das Signal nicht lächerlich gemacht wird.
Nach einem Stopp braucht es Abstand und eine spätere Klärung. Das Signal ersetzt kein Gespräch, verhindert aber häufig die unmittelbare Eskalation.
Wie wird mit Provokationen umgegangen?
Provokationen können verbal, körperlich oder digital erfolgen. Erwachsene sollten das Verhalten benennen und die Situation unterbrechen, ohne in einen Machtkampf einzusteigen.
Hilfreich sind kurze Aussagen wie: „Diese Beleidigung stoppt jetzt“ oder „Du gehst einen Schritt zurück.“ Lange Diskussionen über Absicht und Schuld gehören in die spätere Klärung.
Wie wird mit aggressivem Humor umgegangen?
Manche Grenzverletzungen werden als Spaß oder Witz dargestellt. Entscheidend ist nicht nur die Absicht, sondern auch die Wirkung. Wenn eine Person regelmäßig verletzt, bloßgestellt oder eingeschüchtert wird, reicht die Erklärung „Das war nur Spaß“ nicht aus.
Die Klasse sollte lernen, dass Humor Grenzen braucht und dass Lachen der Gruppe eine verletzende Situation verstärken kann.
Wie werden Zuschauer und Mitläufer einbezogen?
Zuschauende können Aggression verstärken, indem sie anfeuern, filmen oder die Situation kommentieren. Prävention muss deshalb die gesamte Gruppe einbeziehen.
Schülerinnen und Schüler brauchen konkrete Alternativen: Abstand schaffen, Hilfe holen, nicht weiterleiten und Betroffene unterstützen.
Wie werden aggressive Vorfälle im Klassenrat besprochen?
Der Klassenrat eignet sich für allgemeine Regeln, Umgangsformen und gemeinsame Prävention. Einzelne Vorfälle mit klaren Betroffenen sollten nicht ungeprüft öffentlich verhandelt werden.
Die Klasse kann stattdessen allgemeine Fragen bearbeiten: Welche Warnsignale erkennen wir? Was hilft beim Beruhigen? Wie reagieren wir als Gruppe?
Wie wird mit wiederholten Regelverstößen umgegangen?
Wenn Regeln wiederholt missachtet werden, braucht es verlässliche Konsequenzen und eine erneute Ursachenanalyse. Möglicherweise sind die bisherigen Vereinbarungen zu unklar oder die Person benötigt zusätzliche Unterstützung.
Konsequenzen sollten vorhersehbar, verhältnismäßig und mit einer realistischen Chance zur Veränderung verbunden sein.
Wie werden Betroffene nach aggressiven Vorfällen geschützt?
Nach einem Vorfall benötigen Betroffene Sicherheit, Information und gegebenenfalls einen geschützten Gesprächsraum. Sie sollten nicht gezwungen werden, sofort gemeinsam mit der aggressiven Person zu sprechen.
Wichtig ist die klare Botschaft, dass Grenzverletzungen ernst genommen werden und nicht die betroffene Person für die Eskalation verantwortlich ist.
Wie werden Eltern über aggressive Vorfälle informiert?
Elterngespräche sollten sachlich, konkret und lösungsorientiert geführt werden. Beobachtbares Verhalten, bereits erfolgte Maßnahmen und nächste Schritte gehören in das Gespräch.
Pauschale Urteile oder Ferndiagnosen verschärfen häufig die Situation. Ziel ist eine klare Verantwortungsteilung zwischen Schule, Eltern und gegebenenfalls weiteren Fachstellen.
Wie werden Lehrkräfte nach aggressiven Vorfällen unterstützt?
Aggressive Vorfälle können auch für Lehrkräfte belastend sein. Kollegiale Rücksprache, Unterstützung durch Schulleitung und klare schulische Verfahren helfen, Sicherheit wiederherzustellen.
Betroffene Lehrkräfte sollten nicht den Eindruck bekommen, einen schweren Vorfall allein bewältigen zu müssen.
Wie arbeitet Schulsozialarbeit bei Aggressionen?
Schulsozialarbeit kann Gespräche begleiten, Hintergründe einordnen und Anschlussmaßnahmen koordinieren. Sie ersetzt jedoch nicht die schulische Aufsicht oder disziplinarische Entscheidungen.
Besonders hilfreich ist die Verbindung aus Einzelfallarbeit, Gruppenarbeit und sichtbaren Hilfewegen.
Wie wird ein Wiedereinstieg nach einem Vorfall gestaltet?
Nach einer Eskalation braucht es einen klaren Wiedereinstieg. Die betroffene Person muss wissen, welche Regeln gelten, welche Vereinbarungen getroffen wurden und wie Unterstützung aussieht.
Ein Wiedereinstieg ohne Klärung kann alte Muster sofort wieder aktivieren. Gleichzeitig sollte die Person nicht dauerhaft öffentlich auf den Vorfall reduziert werden.
Wie werden Entschuldigungen sinnvoll genutzt?
Eine Entschuldigung kann ein wichtiger Schritt sein, wenn Verantwortung verstanden wird. Erzwungene Sätze ohne Einsicht verändern wenig.
Hilfreicher sind Fragen: Was ist passiert? Welche Wirkung hatte das Verhalten? Was kann künftig anders gemacht werden? Welche Wiedergutmachung ist realistisch?
Wie werden aggressive Konflikte in Sport und Bewegung bearbeitet?
Sportliche Situationen können Konkurrenz, Frust und Körperkontakt verstärken. Klare Regeln, faire Rollen und sofortige Stopps sind deshalb wichtig.
Bewegung bietet zugleich Chancen, Selbstkontrolle und Teamverhalten praktisch zu trainieren. Entscheidend ist die pädagogische Begleitung.
Wie wird mit aggressiver Sprache umgegangen?
Beleidigungen, Drohungen und entwürdigende Sprache dürfen nicht normalisiert werden. Erwachsene sollten klare Grenzen setzen und alternative Formulierungen einüben.
Schülerinnen und Schüler benötigen konkrete Sätze, mit denen sie Ärger ausdrücken können, ohne andere abzuwerten.
Wie wird digitale Aggression dokumentiert?
Bei aggressiven Nachrichten oder Drohungen sollten Inhalte gesichert, aber nicht unnötig weiterverbreitet werden. Datum, Absender, Verlauf und Kontext können relevant sein.
Die Schule sollte klare Wege kennen, wie digitale Vorfälle geprüft, Eltern informiert und gegebenenfalls weitere Stellen einbezogen werden.
Wie wird Aggression in inklusiven Lerngruppen bearbeitet?
Unterschiedliche Kommunikations-, Wahrnehmungs- und Regulationsbedarfe müssen berücksichtigt werden. Manche Schülerinnen und Schüler benötigen visuelle Signale, mehr Zeit oder alternative Ausdrucksmöglichkeiten.
Faire Prävention bedeutet nicht, alle identisch zu behandeln, sondern für alle verständliche und sichere Rahmenbedingungen zu schaffen.
Wie wird mit Sprachbarrieren umgegangen?
Sprachliche Unsicherheit kann Missverständnisse verschärfen. Kurze Sätze, Visualisierungen und Rückfragen helfen, Aussagen besser zu verstehen.
Fehlende Sprachsicherheit darf nicht vorschnell als Respektlosigkeit oder fehlende Einsicht bewertet werden.
Wie wird ein schulweites Konzept gegen Aggression aufgebaut?
Ein schulweites Konzept verbindet klare Regeln, einheitliche Reaktionen, Notfallwege, Dokumentation, Fortbildung und Präventionsangebote.
Schulleitung, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Ganztag und Eltern sollten wissen, welche Rolle sie haben und wie Informationen weitergegeben werden.
Wie werden Projekttage in ein Schutzkonzept eingebunden?
Projekttage können Schutzkonzepte praktisch ergänzen, indem Regeln, Hilfewege und Zivilcourage trainiert werden. Sie ersetzen jedoch keine strukturellen Prozesse.
Wichtig ist, dass zentrale Begriffe und Vereinbarungen nach dem Projekttag im Schulalltag weiterverwendet werden.
Wie wird die Wirkung eines Projekttags überprüft?
Nach einigen Wochen sollte geprüft werden, ob Warnsignale früher erkannt, Pausen genutzt und Konflikte weniger körperlich ausgetragen werden.
Lehrkräfte und Schulsozialarbeit können kurze Rückmeldungen sammeln und entscheiden, ob weitere Unterstützung nötig ist.
Wann ist ein weiterer Projekttag sinnvoll?
Ein Folgetermin kann sinnvoll sein, wenn Konfliktlösung, Mobbingprävention, Resilienz oder Teamfähigkeit vertieft werden sollen.
Der zweite Termin sollte ein klares neues Ziel verfolgen und nicht nur eine Wiederholung sein.
Wie werden aggressive Vorfälle in Projektwochen berücksichtigt?
Bei mehreren Klassen benötigt jede Klasse einen eigenen Projekttag. Ein gemeinsames Oberthema ist möglich, aber die konkreten Bedarfe müssen klassenspezifisch abgestimmt werden.
Schulen sollten Räume, Aufsicht, Ansprechpartner und Nachbereitung früh planen.
Wie hilft eine gemeinsame Sprache?
Begriffe wie Stopp, Abstand, Pause, Hilfe und Wiedergutmachung sollten in der gesamten Schule ähnlich verwendet werden.
Eine gemeinsame Sprache reduziert Missverständnisse und schafft Sicherheit für Schülerinnen und Schüler.
Wie wird Prävention nachhaltig?
Nachhaltigkeit entsteht durch Wiederholung, klare Grenzen und konkrete Rückmeldungen. Ein einzelner Projekttag setzt einen Impuls, der im Klassenrat, Unterricht und Ganztag weitergeführt werden muss.
Erwachsene sollten Fortschritte sichtbar machen, ohne neue Verhaltensweisen sofort als selbstverständlich anzusehen.
Fachlicher Leitgedanke
Aggressives Verhalten wird wirksam bearbeitet, wenn Sicherheit, klare Grenzen, Beobachtung, Beziehung, Selbstregulation und verbindliche Nachbereitung zusammenwirken.
Referenzschulen und Bildungspartner
Die TRY-BULLS Academy war bereits an Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Einsatz.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Rückmeldungen aus Projekten zu Teamgeist, Fairness, Verantwortung und respektvollem Umgang.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die abwechslungsreichen Übungen und die Werte Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion haben das Klassenteam positiv beeinflusst.“Klasse 6bGymnasium Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum
„Im Projekt konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Jugendliche, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden natürlich und praxisnah vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Gymnasium
Häufige Fragen zu Aggressionen bei Schülern
Was sind Aggressionen bei Schülern?
Verhalten, das andere bedroht, verletzt, einschüchtert oder Sachen beschädigt.
Ist Wut bereits Aggression?
Nein. Wut ist ein Gefühl. Entscheidend ist das Verhalten.
Welche Warnsignale gibt es?
Körperspannung, Lautstärke, Distanzverlust, Drohungen und ignorierte Stopp-Signale.
Wie reagiert man akut?
Sicherheit herstellen, ruhig sprechen, Abstand schaffen und Unterstützung holen.
Sollte man während der Eskalation diskutieren?
Nein. Die Klärung erfolgt nach der Beruhigung.
Welche Ursachen gibt es?
Meist wirken mehrere Faktoren zusammen.
Kann ein Projekttag aggressive Schüler verändern?
Er kann Impulse geben, ersetzt aber keine individuelle Hilfe.
Wie viele Klassen nehmen teil?
Genau eine Klasse.
Wie groß darf die Klasse sein?
Maximal 35 Teilnehmende.
Wie lange dauert der Projekttag?
Bis ungefähr 13:30 Uhr.
Muss die Lehrkraft anwesend sein?
Ja.
Wann sind Fachstellen nötig?
Bei schwerer Gewalt, Krise, Gefährdung oder strafbaren Handlungen.
Projekttag zu Aggressionen und Gewaltprävention anfragen
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