Anti Mobbing Projekttag für Schulen | TRY-BULLS Academy
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Anti Mobbing Projekttag für Schulen

Ein Anti Mobbing Projekttag der TRY-BULLS Academy verbindet Bewegung, Teamaufgaben und gemeinsame Reflexion. Schülerinnen und Schüler lernen, Mobbing zu erkennen, Rollen in der Klasse zu verstehen, Grenzen zu achten und als Gruppe Verantwortung zu übernehmen.

Projekttag kennenlernen Unverbindlich anfragen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✓ Eine Klasse, in der Regel bis 35 Schülerinnen und Schüler
  • ✓ Fünf bis sechs Stunden inklusive Pausen
  • ✓ Bewegungsorientiert statt reiner Vortrag
  • ✓ Altersgerecht für unterschiedliche Schulformen
  • ✓ Bundesweit an Schulen durchführbar
  • ✓ Fokus auf Schutz, Rollen, Zivilcourage und Zusammenhalt
Anti Mobbing Projekttag der TRY-BULLS Academy für Schulen
Anti Mobbing Projekttag: Respekt, Zivilcourage und Klassenzusammenhalt werden durch Bewegung und Teamaufgaben praktisch erlebbar.

Was ist ein Anti Mobbing Projekttag?

Ein Anti Mobbing Projekttag ist ein gezieltes schulisches Präventionsangebot, das Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, Mobbing zu erkennen, gruppendynamische Prozesse zu verstehen und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage, wie Betroffene geschützt werden können. Ebenso wichtig ist die Verantwortung der gesamten Klasse: Wer verstärkt Angriffe? Wer schweigt? Wer schaut weg? Wer kann sicher helfen?

Der Anti Mobbing Projekttag der TRY-BULLS Academy arbeitet bewusst bewegungsorientiert. Kinder und Jugendliche hören nicht mehrere Stunden lang Vorträge über richtiges Verhalten. Sie erleben in kooperativen Aufgaben, wie Kommunikation, Vertrauen, Führung, Regeln und gegenseitige Unterstützung funktionieren. Anschließend werden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet und auf typische Situationen im Schulalltag übertragen.

Mobbing ist kein gewöhnlicher Streit zwischen gleich starken Beteiligten. Typisch sind wiederholte Angriffe, ein Machtungleichgewicht und eine Situation, aus der sich die betroffene Person kaum ohne Unterstützung lösen kann. Deshalb braucht ein Anti Mobbing Projekttag klare Begriffe. Die Klasse muss verstehen, wann ein Konflikt vorliegt, wann Ausgrenzung beginnt und wann sich daraus eine systematische Mobbingdynamik entwickelt.

Kernaussage: Ein Anti Mobbing Projekttag stärkt nicht nur einzelne Kinder. Er verändert die Verantwortung der gesamten Gruppe und eröffnet sichere Wege vom Zuschauen zum Handeln.

Eine ausführliche fachliche Grundlage bietet die Seite Mobbing Definition Schule. Zur Abgrenzung von normalen Auseinandersetzungen empfehlen wir außerdem Mobbing oder Konflikt?.

Externe Fachinformation: Die Bundeskonferenz für Schulpsychologie bündelt unter Mobbing und Bullying in der Schule weiterführende Informationen und Hilfsangebote für Schulen.

Wann ist ein Anti Mobbing Projekttag sinnvoll?

Ein Anti Mobbing Projekttag kann präventiv stattfinden, bevor sich feste Rollen und problematische Gruppenregeln entwickeln. Er kann aber auch dann sinnvoll sein, wenn erste Warnzeichen sichtbar werden. Dazu gehören wiederholte abwertende Kommentare, Ausgrenzung in Pausen, verletzende Spitznamen, digitale Gruppenangriffe, Gerüchte oder eine auffällige Zurückhaltung der Klasse, wenn Erwachsene nach Vorfällen fragen.

Besonders wirksam ist der Projekttag, wenn die Schule ein klares Ziel formuliert. Soll die Klasse lernen, Mobbing sicher von Konflikten zu unterscheiden? Geht es um Zivilcourage? Müssen neue Regeln für das Miteinander entwickelt werden? Soll nach einer belastenden Phase Vertrauen wieder aufgebaut werden? Diese Ziele beeinflussen Auswahl, Reihenfolge und Intensität der Übungen.

Typische Ausgangslagen

  • Ein Kind wird wiederholt ausgeschlossen oder lächerlich gemacht.
  • Die Klasse reagiert mit Lachen, Likes oder Schweigen auf Angriffe.
  • Einzelne Schülerinnen und Schüler bestimmen, wer dazugehören darf.
  • Digitale Konflikte wirken in den Unterricht und die Pausen hinein.
  • Lehrkräfte beobachten ein angespanntes oder unsicheres Klassenklima.
  • Die Klasse ist neu zusammengesetzt und braucht gemeinsame Regeln.
  • Nach einem Vorfall soll nicht nur sanktioniert, sondern nachhaltig gearbeitet werden.
  • Die Schule möchte Mobbingprävention sichtbar im Schulprogramm verankern.

Ein Anti Mobbing Projekttag ist keine Strafveranstaltung. Er funktioniert nicht als öffentliche Abrechnung mit einzelnen Kindern. Erfolgreiche Präventionsarbeit beschäftigt sich mit beobachtbarem Verhalten, seiner Wirkung und den Möglichkeiten der Gruppe. Einzelne Beteiligte werden nicht vor der Klasse etikettiert.

Welche Ziele verfolgt der Anti Mobbing Projekttag?

Der Anti Mobbing Projekttag verbindet Wissen, Erfahrung und konkretes Handeln. Schülerinnen und Schüler sollen nach dem Projekttag nicht nur eine Definition wiederholen können. Sie sollen Situationen schneller einordnen, Grenzen wahrnehmen, Hilfe organisieren und erkennen, wie stark die Reaktion der Gruppe den Verlauf von Mobbing beeinflusst.

ZielbereichWas die Klasse erarbeitetTransfer in den Schulalltag
Mobbing erkennenMerkmale wie Wiederholung, Machtungleichgewicht und systematische AbwertungVorfälle früher benennen und sachlich melden
Rollen verstehenBetroffene, handelnde Personen, Mitläufer, Zuschauer und HelferEigene Verantwortung in Gruppensituationen erkennen
ZivilcourageSichere Formen des Eingreifens und HilfeholensNicht allein handeln müssen, sondern Unterstützung organisieren
KommunikationKlare Absprachen, Zuhören und respektvolle RückmeldungKonflikte früher ansprechen und Grenzen besser akzeptieren
KlassengemeinschaftGemeinsame Regeln, Verantwortung und gegenseitige UnterstützungVerbindliche Vereinbarungen nach dem Projekttag

Die Ziele werden an Alter und Entwicklungsstand angepasst. In einer Grundschule stehen einfache, konkrete Situationen und eine klare Sprache im Mittelpunkt. In weiterführenden Schulen können Gruppendruck, Status, digitale Verstärkung, Humor auf Kosten anderer und Verantwortung von Zuschauern differenzierter bearbeitet werden.

Warum der Anti Mobbing Projekttag auf Bewegung setzt

Kinder und Jugendliche verbringen im Schulalltag viele Stunden sitzend. Ein weiterer langer Vortrag erreicht daher häufig nur einen Teil der Gruppe. Bewegung verändert die Lernform. Schülerinnen und Schüler müssen Entscheidungen treffen, Aufgaben verteilen, Regeln einhalten, miteinander sprechen und aufeinander reagieren. Dadurch wird soziales Verhalten sichtbar.

Eine Teamaufgabe zeigt beispielsweise, ob einzelne Personen dominieren, ob stille Kinder beteiligt werden, ob Fehler lächerlich gemacht werden oder ob die Gruppe ihre Strategie gemeinsam anpasst. Solche Situationen entstehen nicht künstlich durch eine moralische Belehrung. Sie ergeben sich aus der Aufgabe selbst. Genau deshalb bieten sie eine glaubwürdige Grundlage für die anschließende Reflexion.

Erleben, reflektieren, übertragen

  1. Erleben: Die Klasse löst eine bewegungsorientierte oder kooperative Aufgabe.
  2. Beobachten: Kommunikation, Rollen, Regeln und Reaktionen werden sichtbar.
  3. Reflektieren: Die Gruppe beschreibt, was geholfen und was ausgeschlossen hat.
  4. Übertragen: Die Erkenntnisse werden auf Unterricht, Pausen, Klassenchat und Schulweg bezogen.
  5. Vereinbaren: Die Klasse entwickelt konkrete nächste Schritte.

Rugby liefert dabei wichtige Werte: Respekt, Disziplin, Solidarität, Integrität und Leidenschaft. Der Anti Mobbing Projekttag ist jedoch kein reines Rugbytraining. Viele Übungen haben keinen direkten Rugbybezug. Entscheidend ist, dass die Klasse soziale Werte praktisch erlebt und gemeinsam auswertet.

Mobbing Rollen im Anti Mobbing Projekttag bearbeiten

Mobbing wird selten nur von zwei Personen getragen. Die Reaktion der Klasse entscheidet mit darüber, ob Angriffe Aufmerksamkeit, Status oder Zustimmung erzeugen. Deshalb arbeitet der Anti Mobbing Projekttag mit unterschiedlichen Rollen, ohne einzelne Kinder dauerhaft auf eine Rolle festzulegen.

Betroffene Schülerinnen und Schüler

Betroffene brauchen Schutz, Glaubwürdigkeit und verlässliche erwachsene Ansprechpartner. Sie dürfen nicht die Aufgabe erhalten, die Situation allein zu lösen oder sich lediglich „mehr zu wehren“. Der Projekttag vermittelt der Gruppe, dass Verantwortung niemals bei der betroffenen Person liegt.

Aktiv handelnde Personen

Verhalten muss klar begrenzt werden. Gleichzeitig ist es sinnvoll, Motive, soziale Belohnungen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu verstehen. Die Seite Mobbing Täter Motive erklärt, warum Macht, Anerkennung, Unsicherheit und Gruppendruck eine Rolle spielen können.

Mitläufer und Verstärker

Mitläufer greifen möglicherweise nicht als Erste an, verstärken das Geschehen aber durch Lachen, Weiterleiten, Likes, Kommentare oder Ausschluss. Im Anti Mobbing Projekttag wird deutlich, dass auch scheinbar kleine Reaktionen die Dynamik stabilisieren. Vertiefende Hinweise finden Sie unter Mobbing Mitläufer Schule.

Zuschauer und mögliche Helfer

Viele Kinder erkennen, dass etwas falsch läuft, wissen aber nicht, wie sie sicher handeln sollen. Angst vor eigener Ausgrenzung, Unsicherheit oder die Hoffnung, Erwachsene würden den Vorfall selbst bemerken, führen zum Schweigen. Der Projekttag entwickelt sichere Alternativen: Unterstützung holen, gemeinsam melden, Betroffene einbeziehen und Angriffe nicht durch Aufmerksamkeit belohnen. Mehr dazu steht auf Mobbing Zuschauer Schule.

Ablauf eines Anti Mobbing Projekttags

Der genaue Ablauf wird an Schulform, Klassenstufe, Gruppengröße und Ausgangslage angepasst. Ein typischer Anti Mobbing Projekttag umfasst fünf bis sechs Stunden inklusive Pausen. Die folgenden Phasen geben Schulen einen realistischen Überblick.

1. Ankommen und sicherer Rahmen

Zu Beginn werden Ziel, Regeln und Umgang miteinander geklärt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass niemand gezwungen wird, persönliche Erfahrungen öffentlich zu erzählen. Vertraulichkeit hat Grenzen, wenn eine akute Gefährdung bekannt wird. Diese Transparenz schafft Sicherheit.

2. Mobbing verständlich einordnen

Anhand altersgerechter Beispiele unterscheidet die Klasse Konflikt, einmalige Grenzverletzung, Ausgrenzung und Mobbing. Dabei werden Wiederholung, Machtungleichgewicht und Hilflosigkeit herausgearbeitet. Auch digitale Situationen werden einbezogen.

3. Teamaufgaben und Gruppendynamik

Kooperative Übungen machen Führung, Kommunikation, Rollenverteilung, Vertrauen und Regelverhalten sichtbar. Nicht sportliche Leistung, sondern gemeinsames Lösen steht im Vordergrund. Aufgaben werden so gewählt, dass unterschiedliche Stärken benötigt werden.

4. Reflexion der Rollen

Die Klasse wertet aus: Wer wurde gehört? Wer hat Verantwortung übernommen? Wer blieb außen? Was passierte bei Fehlern? Wie wurden Entscheidungen getroffen? Diese Fragen schaffen den Übergang zu typischen Mobbing Rollen.

5. Handlungsmöglichkeiten trainieren

Schülerinnen und Schüler entwickeln sichere Strategien für unterschiedliche Situationen. Dazu gehören klare Grenzsätze, gemeinsames Hilfeholen, Dokumentation digitaler Vorfälle, Unterstützung Betroffener und das Vermeiden zusätzlicher Öffentlichkeit.

6. Vereinbarungen für den Alltag

Zum Abschluss formuliert die Klasse konkrete Regeln und nächste Schritte. Gute Vereinbarungen sind beobachtbar. „Wir sind nett“ bleibt zu ungenau. Besser sind Regeln wie: Wir verbreiten keine Screenshots weiter, wir holen Hilfe, wenn jemand wiederholt ausgeschlossen wird, und wir lachen nicht über Fehler anderer.

Inhalte und Übungen im Anti Mobbing Projekttag

Die konkrete Auswahl der Übungen richtet sich nach Alter, Zielsetzung und vorhandener Gruppendynamik. Übungen werden nicht durchgeführt, um einzelne Schülerinnen und Schüler bloßzustellen. Sie sollen der Gruppe ermöglichen, Zusammenarbeit und Verantwortung in einem sicheren Rahmen zu erproben.

Kooperative Bewegungsaufgaben

Die Klasse löst Aufgaben, die nur funktionieren, wenn Informationen geteilt, Rollen verteilt und schwächere Gruppenmitglieder einbezogen werden. Der Erfolg hängt nicht von einer einzelnen sportlichen Person ab, sondern von gemeinsamer Planung.

Perspektivwechsel ohne Rollenzwang

Kurze Fallbeispiele werden aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Die Schülerinnen und Schüler überlegen, was Betroffene, Zuschauer, Mitläufer und Erwachsene wahrnehmen. Niemand muss persönliche Erlebnisse nachspielen.

Wirkung statt Absicht

Aussagen wie „Das war nur Spaß“ werden anhand ihrer Wirkung untersucht. Die Klasse lernt, dass eine gute Absicht nicht automatisch eine verletzende Wirkung aufhebt. Grenzen müssen respektiert werden, auch wenn jemand anderes eine Situation anders bewertet.

Sicher helfen

Zivilcourage bedeutet nicht, sich allein einer gefährlichen Situation entgegenzustellen. Schülerinnen und Schüler erarbeiten verschiedene Stufen: Nähe zur betroffenen Person zeigen, gemeinsam Erwachsene informieren, Beweise sichern, digitale Inhalte nicht weiterleiten und nach dem Vorfall Kontakt halten.

Klassenregeln konkretisieren

Allgemeine Begriffe wie Respekt werden in beobachtbares Verhalten übersetzt. Die Klasse beschreibt, wie Respekt im Unterricht, in der Pause, in der Umkleide und im Klassenchat aussieht. Dadurch entstehen Regeln, die später überprüfbar sind.

Beispiele für konkrete Vereinbarungen

  • Wir verwenden keine Spitznamen, die eine Person ablehnt.
  • Wir verbreiten keine peinlichen Bilder, Videos oder Screenshots.
  • Wir holen gemeinsam Hilfe, wenn eine Person wiederholt angegriffen wird.
  • Wir schließen niemanden absichtlich aus Gruppenaufgaben aus.
  • Wir sprechen über beobachtetes Verhalten und vermeiden Gerüchte.
  • Wir kontrollieren nach einem Vorfall, ob die Belastung wirklich beendet ist.

Anti Mobbing Projekttag für verschiedene Schulformen

Ein Anti Mobbing Projekttag muss zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler passen. Sprache, Beispiele, Tempo und Reflexion unterscheiden sich zwischen Grundschule, weiterführender Schule, Förderschule und Berufsschule.

Grundschule

In der Grundschule stehen klare Begriffe, sichtbare Handlungen und einfache Hilfestrategien im Mittelpunkt. Kinder lernen, dass wiederholtes Ausgrenzen mehr ist als ein normaler Streit. Bewegung und kurze Reflexionsphasen wechseln sich ab. Weitere Informationen finden Sie unter Mobbing Grundschule und Mobbingprävention Grundschule.

Weiterführende Schulen

Bei Jugendlichen spielen Status, Gruppenzugehörigkeit, Humor, soziale Medien und die Angst vor eigener Ausgrenzung häufig eine größere Rolle. Der Anti Mobbing Projekttag bearbeitet deshalb auch indirekte Angriffe, digitale Verstärkung und die Verantwortung von Zuschauern.

Förderschulen

Aufgaben, Sprache, Gruppengröße und Reizniveau werden individuell angepasst. Klare Abläufe, Wiederholungen und überschaubare Reflexionsfragen können die Beteiligung erleichtern. Die Schule sollte besondere Unterstützungsbedarfe vorab mitteilen.

Berufsschulen

In Berufsschulen werden Mobbing, Respekt und Teamverhalten zusätzlich mit Ausbildung, Arbeitsplatz, digitaler Kommunikation und Verantwortung in beruflichen Teams verknüpft.

Cybermobbing-Hilfe: Konkrete Erste-Hilfe-Schritte, Hinweise zur Beweissicherung und Materialien für Eltern, Jugendliche und Schulen bietet klicksafe zum Thema Cybermobbing.

Was gilt bei einem akuten Mobbingfall?

Ein Anti Mobbing Projekttag kann eine schulische Intervention unterstützen, aber er ersetzt kein Schutzverfahren. Wenn eine Person aktuell bedroht, körperlich angegriffen, massiv digital verfolgt oder psychisch stark belastet wird, muss die Schule zuerst Sicherheit herstellen.

Vorrangige Schritte bei akuter Belastung

  • Betroffene Person vertraulich anhören und nicht mit den Beteiligten konfrontieren.
  • Akute Gefahren, Drohungen und körperliche Übergriffe sofort stoppen.
  • Vorfälle mit Zeit, Ort, Beteiligten und vorhandenen Belegen dokumentieren.
  • Schulleitung, Schulsozialarbeit und vorhandenes Schutzkonzept einbeziehen.
  • Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte sachlich und getrennt informieren.
  • Digitale Beweise sichern, ohne verletzende Inhalte unnötig weiterzuverbreiten.
  • Nachkontrollen über mehrere Wochen fest einplanen.

Vor der Durchführung sollte die Schule die Ausgangslage offen schildern. So lässt sich einschätzen, ob der Anti Mobbing Projekttag direkt mit der Klasse sinnvoll ist, ob zunächst Einzelgespräche notwendig sind oder ob externe Fachstellen beteiligt werden müssen.

Praxisempfehlung für Schulen: Die Polizeiliche Kriminalprävention erläutert unter In der Schule Cybermobbing vorbeugen, welche Fragen Schulen nach Bekanntwerden eines Vorfalls klären sollten und warum schnelles, abgestimmtes Handeln wichtig ist.

Wie wird der Anti Mobbing Projekttag nachhaltig?

Ein einzelner Tag kann wichtige Veränderungen anstoßen. Nachhaltigkeit entsteht jedoch erst, wenn die Schule die Ergebnisse aufgreift. Regeln müssen sichtbar bleiben, Ansprechpartner bekannt sein und Hinweise zuverlässig bearbeitet werden. Besonders wichtig ist die Nachkontrolle: Hat die Ausgrenzung wirklich aufgehört oder ist sie nur weniger sichtbar geworden?

Empfehlungen für die Zeit danach

  1. Vereinbarungen im Klassenraum sichtbar machen.
  2. Nach einer Woche eine kurze Reflexion durchführen.
  3. Nach vier bis sechs Wochen erneut nach Klassenklima und Sicherheit fragen.
  4. Vertrauliche Meldewege erklären und regelmäßig erinnern.
  5. Risikobereiche wie Pausen, Umkleiden und Klassenchat gezielt beobachten.
  6. Neue Vorfälle dokumentieren und nach einem einheitlichen Verfahren bearbeiten.
  7. Bei Bedarf einen weiteren Projekttag oder eine Projektwoche anschließen.

Lehrkräfte müssen nicht jede soziale Schwierigkeit allein lösen. Gute Mobbingprävention verteilt Verantwortung auf Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit, Eltern und externe Partner. Der Anti Mobbing Projekttag kann dafür einen gemeinsamen Startpunkt schaffen.

Organisation des Anti Mobbing Projekttags

Das Standardformat richtet sich an eine Klasse mit in der Regel bis zu 35 Schülerinnen und Schülern. Der zeitliche Umfang beträgt üblicherweise fünf bis sechs Stunden inklusive Pausen. Bei mehreren Klassen können mehrere Projekttage oder eine abgestimmte Projektwoche geplant werden.

BereichOrientierung
ZielgruppeGrundschule, Förderschule, Oberschule, Gesamtschule, Realschule, Gymnasium und Berufsschule
DauerIn der Regel fünf bis sechs Stunden inklusive Pausen
GruppengrößeEine Klasse, üblicherweise bis 35 Schülerinnen und Schüler
RäumeSporthalle, Aula, Mehrzweckraum, Schulhof oder geeignete Bewegungsfläche
RegionBundesweite Durchführung nach Termin- und Reiseplanung
AbstimmungKlassenstufe, Ziel, Ausgangslage, Zeitplan, Räume und besondere Bedarfe

Für eine erste Anfrage müssen noch nicht alle Punkte feststehen. Hilfreich sind Name und Ort der Schule, Schulform, Klassenstufe, ungefähre Teilnehmerzahl, gewünschter Zeitraum und eine kurze Beschreibung der aktuellen Situation. Über Projekttag anfragen können die Eckdaten unverbindlich übermittelt werden.

Rugby gegen Gewalt: Einblick in die Arbeitsweise

Das Video zeigt den bewegungsorientierten Ansatz der TRY-BULLS Academy. Es wird bewusst ohne Vorschaubild eingebunden.

Häufige Fragen zum Anti Mobbing Projekttag

Ist der Anti Mobbing Projekttag nur bei einem konkreten Mobbingfall sinnvoll?

Nein. Er kann präventiv, bei ersten Warnzeichen oder als Teil eines abgestimmten Vorgehens nach einem Vorfall eingesetzt werden.

Wie lange dauert der Anti Mobbing Projekttag?

In der Regel umfasst der Projekttag fünf bis sechs Stunden inklusive Pausen. Der Ablauf kann an den Stundenplan angepasst werden.

Wie viele Schülerinnen und Schüler können teilnehmen?

Das Standardformat ist für eine Klasse mit üblicherweise bis zu 35 Schülerinnen und Schülern ausgelegt.

Braucht die Schule eine Sporthalle?

Eine Sporthalle ist ideal, aber nicht immer zwingend erforderlich. Je nach Gruppengröße sind auch Aula, Mehrzweckraum, Schulhof oder andere geeignete Bewegungsflächen möglich.

Werden einzelne Täter oder Opfer vor der Klasse benannt?

Nein. Der Projekttag ist keine öffentliche Abrechnung. Einzelne Kinder werden nicht vor der Gruppe festgelegt oder bloßgestellt.

Kann der Projekttag einen akuten Mobbingfall vollständig lösen?

Ein Projekttag kann Veränderungen anstoßen und die Klasse einbeziehen. Akute Fälle brauchen zusätzlich Schutzmaßnahmen, Dokumentation, schulische Intervention und verlässliche Nachkontrollen.

Ist der Anti Mobbing Projekttag für Grundschulen geeignet?

Ja. Sprache, Übungen und Reflexion werden altersgerecht angepasst. Auch für weiterführende Schulen, Förderschulen und Berufsschulen sind passende Formate möglich.

Kann der Anti Mobbing Projekttag bundesweit durchgeführt werden?

Ja. Die TRY-BULLS Academy plant Projekttage bundesweit. Termin, Anreise und Umfang werden vorab abgestimmt.

Können mehrere Klassen teilnehmen?

Mehrere Klassen werden in der Regel an mehreren Tagen begleitet. Daraus kann eine Projektwoche für einen Jahrgang oder mehrere Klassen entstehen.

Wie kann unsere Schule den Anti Mobbing Projekttag anfragen?

Über die Anfrage-Seite können Schulform, Klassenstufe, Teilnehmerzahl, Zeitraum und Zielsetzung unverbindlich übermittelt werden.

Schulen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen vertrauen auf die TRY-BULLS Academy

Bereits erfolgreiche Projekte an zahlreichen Grundschulen und Bildungseinrichtungen.

Das sagen Schulen über unsere Arbeit

Echte Rückmeldungen aus der Praxis.

★★★★★
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Der Trainer motivierte jeden Schüler und jede Schülerin mit einer sehr abwechslungsreichen Umsetzung der Inhalte; die vielen praktischen Übungen waren geprägt von jeder Menge Spielfreude und stets durchzogen von fachübergreifendem theoretischen Input. So konnten letztlich die Leitgedanken des Rugbysports – Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion – das Klassenteam positiv beeinflussen und nachhaltig stärken. Danke – jederzeit gerne wieder!“
Klasse 6b Grundschule Forst Mitte
★★★★★
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Energie sinnvoll einsetzen, sich körperlich auspowern und gleichzeitig konzentriert und kooperativ zusammenarbeiten.“
Maria-Louise Hartmann Respekt Coach · Christliche Schule Johanneum, Hoyerswerda
★★★★★
„Im Projekt ‚Rugby statt Mobbing – Kinder lernen Fairness‘ konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“
K. Schulz Schulleitung · Jahnschule Wittenberge
★★★★★
„In unserer Projektwoche drehte sich alles um das Thema Rugby gegen Gewalt und Mobbing. Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Kinder, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“
Schule am Buntzelberg Berlin-Bohnsdorf
★★★★★
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden auf natürliche und praxisnahe Weise vermittelt.“
Tamara Jankowski Schulsozialarbeit · Annedore-Leber-Grundschule, Berlin

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