Anti-Mobbing Gymnasium: Gruppendruck erkennen, Zivilcourage stärken und Klassen schützen
Praxisnaher Anti-Mobbing-Projekttag für eine Gymnasialklasse mit maximal 35 Schülerinnen und Schülern – jugendgerecht, reflektiert und mit klaren Handlungsmöglichkeiten für Unterricht, Klassenchat und Schulalltag.
Anti-Mobbing-Projekttag anfragen Ablauf ansehen Projekttage GymnasiumMobbing am Gymnasium ist selten nur ein Streit
Mobbing entsteht meist nicht durch einen einzelnen Konflikt. Häufig entwickelt sich ein wiederholtes Muster aus Ausgrenzung, Abwertung, Gruppendruck und Machtungleichgewicht. Digitale Kommunikation kann diese Dynamik rund um die Uhr verstärken.
Der Anti-Mobbing-Projekttag der TRY-BULLS Academy setzt auf Bewegung, echte Gruppenerfahrungen und Reflexion auf Augenhöhe. Jugendliche erkennen Rollen, Wirkung und sichere Handlungsmöglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Mobbing am Gymnasium?
- Grafik zum Projekttag
- Video aus der Praxis
- Formen von Mobbing
- Rollen und Gruppendruck
- Cybermobbing und Klassenchats
- Methoden der TRY-BULLS Academy
- Ablauf des Projekttags
- Unter-, Mittel- und Oberstufe
- Nachbereitung und Transfer
- Vertiefung für Gymnasien
- Referenzen und Stimmen
- Häufige Fragen
Was ist Mobbing am Gymnasium?
Mobbing bedeutet, dass eine Person wiederholt über längere Zeit verletzt, ausgegrenzt oder gedemütigt wird und die Situation aus eigener Kraft kaum beenden kann. Entscheidend sind Wiederholung, Machtungleichgewicht und die Beteiligung der Gruppe.
Ein Streit ist nicht automatisch Mobbing. Bei einem Konflikt haben beide Seiten grundsätzlich Einfluss. Bei Mobbing verfestigen sich Rollen: Eine Person wird zur Zielscheibe, andere greifen an, lachen mit, schweigen oder schauen weg.
Anti-Mobbing Gymnasium bedeutet deshalb nicht nur, einzelne Vorfälle zu besprechen. Die gesamte Klasse muss verstehen, wie Gruppendruck, Status und digitale Kommunikation wirken.
Wichtiger Grundsatz
Mobbing ist ein Gruppenprozess. Die Klasse kann die Dynamik verstärken – oder gemeinsam stoppen.
Welche Ziele verfolgt der Projekttag?
- Mobbing von Konflikten unterscheiden
- Gruppendruck und Rollen erkennen
- Mitläuferverhalten reflektieren
- Betroffene sicher unterstützen
- Cybermobbing und Weiterleitungen stoppen
- realistische Zivilcourage entwickeln
- Hilfewege und Ansprechpartner kennen
- Verantwortung für das Klassenklima übernehmen
Anti-Mobbing Gymnasium mit Bewegung und Reflexion
Die Grafik zeigt den Ansatz der TRY-BULLS Academy: Jugendliche erleben Gruppendynamik, Verantwortung und Zivilcourage in konkreten Situationen.
So arbeitet die TRY-BULLS Academy mit Schulklassen
Das Video zeigt eine echte Szene aus der bewegungsorientierten Projektarbeit. Regeln, Selbstkontrolle und Teamverhalten werden unmittelbar sichtbar.
Welche Formen von Mobbing treten am Gymnasium auf?
Verbales Mobbing
Beleidigungen, Spitznamen, sexualisierte Kommentare, Gerüchte und wiederholte Abwertungen können Jugendliche stark belasten. Häufig werden sie als Humor oder normale Jugendsprache dargestellt.
Soziales Mobbing
Eine Person wird absichtlich ignoriert, aus Gruppen ausgeschlossen, bei Partnerarbeiten gemieden oder systematisch isoliert. Diese Form bleibt für Erwachsene oft lange unsichtbar.
Körperliches Mobbing
Schubsen, Festhalten, Wegnehmen oder Beschädigen von Sachen können Teil eines wiederholten Musters sein. Nicht jede körperliche Auseinandersetzung ist automatisch Mobbing.
Psychischer Druck
Drohungen, Bloßstellung, Manipulation oder das gezielte Verbreiten privater Informationen erzeugen Angst und Kontrollverlust.
Rollen, Gruppendruck und Status
Am Gymnasium beeinflussen Status, Anerkennung und Gruppenzugehörigkeit viele Entscheidungen. Jugendliche erkennen problematische Situationen häufig, greifen aber nicht ein, weil sie selbst nicht zur Zielscheibe werden möchten.
Neben Betroffenen und aktiv Angreifenden gibt es Mitläufer, Verstärker, Zuschauende, Wegsehende und mögliche Helfende. Gerade diese Rollen entscheiden darüber, ob sich Mobbing stabilisiert.
Mitläufer
Sie lachen, teilen Inhalte oder unterstützen die angreifende Seite, um selbst dazuzugehören.
Zuschauende
Sie erkennen die Situation, schweigen aber aus Unsicherheit oder Angst vor Folgen.
Helfende
Sie holen Unterstützung, sprechen Betroffene an oder handeln gemeinsam mit anderen.
Cybermobbing, Klassenchats und soziale Medien
Digitale Kommunikation erweitert die Reichweite von Mobbing. Verletzende Nachrichten, Screenshots, manipulierte Bilder und Gruppenausschlüsse können jederzeit auftreten und bleiben oft dauerhaft sichtbar.
Klassenchats sind keine privaten Räume ohne Verantwortung. Weiterleiten, Mitlesen und Schweigen haben Wirkung. Jugendliche lernen, problematische Inhalte nicht zu verbreiten, Beweise zu sichern und frühzeitig Hilfe zu holen.
Vertiefende Informationen bietet die Seite Cybermobbing Schule.
Warnsignale für Lehrkräfte und Eltern
- plötzlicher Rückzug
- häufige Fehlzeiten
- Angst vor Pausen oder Klassenfahrten
- Leistungsabfall und Konzentrationsprobleme
- auffällige Reaktionen auf Nachrichten
- Verlust sozialer Kontakte
- beschädigte oder fehlende Gegenstände
- starke Stimmungsschwankungen
Wie arbeitet die TRY-BULLS Academy?
Die TRY-BULLS Academy nutzt Rugby als pädagogischen Werterahmen. Respekt, Fairness, Teamgeist, Disziplin und kontrollierte Stärke werden in sicheren Aufgaben erlebbar gemacht.
Jugendliche erleben, wie Kommunikation, Führung, Ausgrenzung und Verantwortung in Gruppen wirken. Die Reflexion erfolgt direkt und auf Augenhöhe, ohne künstliche Rollenspiele oder öffentliche Bloßstellung.
Nach zentralen Übungen wird ausgewertet: Wer wurde gehört? Wer blieb außen vor? Wie hat Gruppendruck Entscheidungen beeinflusst? Welche Handlungsmöglichkeiten sind im Schulalltag realistisch?
Warum Bewegung und Erfahrung stärker wirken
Jugendliche kennen viele Regeln bereits. Entscheidend ist, wie sie unter Druck tatsächlich handeln. Bewegung erzeugt reale Situationen, in denen Rollen, Frust, Status und Verantwortung sichtbar werden.
Diese Erfahrungen können anschließend konkret ausgewertet und auf Klassenchat, Pausen, Gruppenarbeiten und Konflikte übertragen werden.
Anti-Mobbing-Projekttag für Ihre Gymnasialklasse anfragen
Der Projekttag wird mit genau einer Klasse und maximal 35 Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Inhalt und Tempo werden an Jahrgangsstufe und Gruppendynamik angepasst.
Unverbindlich anfragen Ablauf Projekttag ansehenSo läuft ein Anti-Mobbing-Projekttag am Gymnasium ab
Eine Gymnasialklasse, maximal 35 Schülerinnen und Schüler und ein zusammenhängender Projekttag bis ungefähr 13:30 Uhr.
Vorgespräch
Jahrgang, Klassengröße, Ausgangslage, Dynamik und Organisation werden abgestimmt.
Klarer Einstieg
Ziel, Regeln und Arbeitsweise werden transparent erklärt.
Aktive Aufgaben
Bewegung macht Rollen, Kommunikation und Gruppendruck sichtbar.
Herausforderung
Die Klasse muss Verantwortung verteilen, zuhören und Strategien anpassen.
Reflexion
Mobbing, Mitlaufen, Schweigen und Zivilcourage werden auf Augenhöhe ausgewertet.
Transfer
Die Klasse entwickelt konkrete Regeln für Unterricht, Pausen und digitale Räume.
Anpassung an Unter-, Mittel- und Oberstufe
Unterstufe
In den Klassen 5 bis 7 stehen Zugehörigkeit, neue Rollen, Gruppendruck und sichere Kommunikation im Mittelpunkt. Die Aufgaben sind klar strukturiert und bewegungsreich.
Mittelstufe
In den Klassen 8 bis 10 werden Status, digitale Kommunikation, Gerüchte, sexualisierte Sprache und Zivilcourage stärker einbezogen.
Oberstufe
In der Oberstufe können Macht, Verantwortung, Kursstrukturen, Leistungsdruck und digitale Öffentlichkeit differenzierter reflektiert werden.
Eine Klasse pro Projekttag
Die TRY-BULLS Academy arbeitet an einem Projekttag mit genau einer Gymnasialklasse. Der gesamte Tag bleibt dieser Gruppe vorbehalten, damit Vertrauen, Beteiligung und differenzierte Reflexion möglich werden.
Die maximale Gruppengröße beträgt 35 Schülerinnen und Schüler. Weitere Klassen erhalten separate Termine.
Zeitrahmen bis ungefähr 13:30 Uhr
Der Projekttag beginnt in der Regel am Morgen und endet ungefähr um 13:30 Uhr. Beginn, Pausen und Endzeit können an Stundenplan und schulische Abläufe angepasst werden.
Räume, Kleidung und Materialien
Ideal ist eine Turnhalle oder größere Bewegungsfläche. Ein Klassenraum kann für Reflexions- und Abschlussphasen genutzt werden.
Die Jugendlichen benötigen bequeme Kleidung, Hallenschuhe und Getränke. Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Rolle der Lehrkraft
Die Lehrkraft bleibt während des Projekttags anwesend. Sie kennt die Klasse, kann Situationen einordnen und später an Beobachtungen und Vereinbarungen anknüpfen.
Die Rolle der Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit kann Informationen zur Gruppendynamik einbringen und die Nachbereitung begleiten. Bei einem akuten, verfestigten Mobbingfall ersetzt ein Projekttag keine Fallklärung oder Schutzmaßnahmen.
Wie Anti-Mobbing-Arbeit nachhaltig wirkt
Nach dem Projekttag sollten Regeln und Hilfewege weiterverwendet werden. Klassenrat, Tutorium, Schulsozialarbeit und Fachunterricht können kurze Rückblicke integrieren.
Besonders wichtig ist die Frage: Welche Handlung ist realistisch, wenn Mobbing beobachtet wird? Nicht mitlachen, Inhalte nicht weiterleiten, Betroffene ansprechen und Unterstützung holen sind konkrete Schritte.
Mögliche Anschlussmaßnahmen
- Klassenchat-Regeln sichtbar festhalten
- Hilfewege und Ansprechpartner klären
- Zivilcourage regelmäßig thematisieren
- Gruppenarbeiten reflektieren
- digitale Verantwortung stärken
- bei Bedarf Cybermobbing oder Resilienz vertiefen
Grenzen eines Projekttags
Ein Projekttag kann sensibilisieren, Verantwortung stärken und eine Klasse aktivieren. Er ersetzt jedoch keine strukturierte Fallklärung bei akutem Mobbing.
Betroffene Jugendliche werden nicht vor der Klasse markiert. Schutz, Dokumentation und vertrauliche Gespräche haben Vorrang.
Weiterführende interne Angebote
Passende Vertiefungen sind Mobbingprävention Schule, Cybermobbing Schule, Resilienztraining Schule und Was tun bei Mobbing?.
Weiterführende Fachinformationen
Ergänzende Informationen zu Mobbing, Prävention und digitaler Verantwortung bieten die Kultusministerkonferenz, die Polizeiliche Kriminalprävention und die Bundeszentrale für politische Bildung.
Kosten und Förderung
Die Kosten hängen von Ort, Klassengröße, Thema und organisatorischem Aufwand ab. Weitere Informationen stehen unter Kosten und Förderung sowie Fördermittel für Schulen.
Checkliste für die Anfrage
- Jahrgangsstufe und Anzahl der Schülerinnen und Schüler
- beobachtete Gruppendynamik oder gewünschter Schwerpunkt
- möglicher Termin und schulischer Zeitrahmen
- Turnhalle oder geeignete Bewegungsfläche
- besondere Unterstützungsbedarfe
- Ansprechpartner für Planung und Nachbereitung
Leitgedanke
Anti-Mobbing Gymnasium bedeutet, Gruppendruck sichtbar zu machen, Verantwortung zu stärken und Jugendlichen sichere Wege zum Handeln zu geben.
Anti-Mobbing Gymnasium bei neuen Klassen
Neue Klassen und Kurse müssen Rollen, Zugehörigkeit und Regeln erst entwickeln. Ein früher Projekttag kann verhindern, dass sich Ausgrenzung und starre Hierarchien unbemerkt verfestigen.
Warum Jugendliche oft schweigen
Viele Jugendliche erkennen Mobbing, schweigen aber aus Angst vor Statusverlust oder Gegenangriffen. Der Projekttag entwickelt realistische Handlungsmöglichkeiten, die nicht auf Heldentum beruhen.
Sexualisierte Sprache und Bloßstellung
Sexualisierte Kommentare, Gerüchte oder das Teilen privater Inhalte können starke Belastungen auslösen. Diese Themen werden sachlich, klar und ohne öffentliche Bloßstellung behandelt.
Cybermobbing und dauerhafte Erreichbarkeit
Digitale Angriffe enden nicht mit dem Schultag. Klassenchats und soziale Medien können Belastungen rund um die Uhr fortsetzen. Deshalb braucht es klare Regeln zu Weiterleitungen, Screenshots und Hilfewegen.
Leistungsdruck und soziale Hierarchien
Am Gymnasium können Noten, Kurse, Status und Zukunftsplanung soziale Hierarchien beeinflussen. Der Projekttag zeigt, dass Wert und Zugehörigkeit nicht von schulischer Leistung abhängen.
Nachbereitung über mehrere Wochen
In der ersten Woche werden zentrale Regeln und Ansprechpartner sichtbar gemacht. Nach zwei bis vier Wochen folgt eine kurze Bilanz: Was funktioniert? Wo entstehen weiterhin Risiken? Welche Regel braucht Nachschärfung?
Wann ein weiterer Termin sinnvoll ist
Ein Folgetermin kann sinnvoll sein, wenn Cybermobbing, Resilienz, Klassenklima oder Konfliktlösung vertieft werden sollen.
Prävention auf Augenhöhe
Jugendliche übernehmen Verantwortung, wenn Regeln glaubwürdig sind, ihre Lebenswelt ernst genommen wird und Handlungsmöglichkeiten realistisch bleiben.
Anti-Mobbing Gymnasium bei neuen Klassen und Kursen
Neue Klassen und Kurse müssen Zugehörigkeit, Rollen und Regeln erst entwickeln. Besonders nach dem Übergang auf das Gymnasium oder bei neu zusammengesetzten Kursen entstehen Unsicherheiten, Konkurrenz und der Wunsch nach schneller sozialer Orientierung.
Ein früher Anti-Mobbing-Projekttag kann helfen, bevor sich starre Hierarchien und ausgrenzende Muster verfestigen. Wechselnde Teamaufgaben sorgen dafür, dass Jugendliche nicht nur mit ihren vertrauten Freundesgruppen arbeiten.
Dadurch werden andere Stärken sichtbar. Ruhige Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, dominante Jugendliche müssen zuhören und die Klasse erlebt, dass Zugehörigkeit nicht von Status oder Lautstärke abhängt.
Warum Mobbing am Gymnasium oft lange verborgen bleibt
Viele Mobbingprozesse sind für Erwachsene schwer zu erkennen. Jugendliche verhalten sich im Unterricht unauffällig, während die eigentliche Dynamik in Pausen, Klassenchats, Kurswechseln oder auf dem Schulweg stattfindet.
Betroffene sprechen häufig nicht sofort darüber. Sie fürchten, dass die Situation schlimmer wird, dass sie nicht ernst genommen werden oder dass Erwachsene ungeschickt eingreifen.
Deshalb müssen Hilfewege glaubwürdig sein. Jugendliche sollten wissen, an wen sie sich wenden können, wie vertraulich mit Informationen umgegangen wird und welche nächsten Schritte möglich sind.
Gerüchte, Screenshots und digitale Bloßstellung
Digitale Inhalte können sich schnell verbreiten und lassen sich nur schwer vollständig zurückholen. Ein Screenshot, ein manipuliertes Bild oder ein privater Chat kann innerhalb kurzer Zeit eine ganze Jahrgangsstufe erreichen.
Im Projekttag wird deshalb nicht nur über aktives Posten gesprochen. Auch Weiterleiten, Speichern, Kommentieren und Schweigen sind Handlungen mit Wirkung.
Jugendliche lernen, Beweise zu sichern, Inhalte nicht weiterzuverbreiten und Unterstützung zu holen. Gleichzeitig wird geklärt, warum öffentliche Gegenangriffe die Situation häufig verschärfen.
Sexualisierte Sprache und Grenzverletzungen
Sexualisierte Kommentare, Gerüchte über Beziehungen, beleidigende Bilder oder das Teilen intimer Inhalte können massive Belastungen auslösen. Häufig werden solche Handlungen als Spaß, Mutprobe oder normale Jugendsprache verharmlost.
Der Projekttag macht deutlich, dass persönliche Grenzen unterschiedlich sind und ein angeblicher Scherz nicht wichtiger ist als die Wirkung auf die betroffene Person.
Diese Themen werden sachlich, respektvoll und ohne öffentliche Bloßstellung einzelner Schülerinnen oder Schüler behandelt.
Leistungsdruck, Status und soziale Hierarchien
Am Gymnasium können Noten, Kurszugehörigkeit, Kleidung, Sprache, soziale Herkunft und Zukunftspläne soziale Hierarchien beeinflussen. Jugendliche werden manchmal auf Leistung, Aussehen oder bestimmte Rollen reduziert.
Ein Anti-Mobbing-Projekttag schafft Situationen, in denen andere Fähigkeiten zählen. Planung, Mut, Ruhe, Ausdauer, Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit können für den Gruppenerfolg entscheidend sein.
Dadurch erweitert sich der Blick auf Mitschülerinnen und Mitschüler und feste Zuschreibungen können hinterfragt werden.
Zivilcourage ohne Selbstgefährdung
Zivilcourage darf Jugendlichen nicht als heroischer Alleingang vermittelt werden. Wer allein gegen eine starke Gruppe auftritt, kann selbst zur Zielscheibe werden.
Realistische Zivilcourage beginnt oft kleiner: nicht mitlachen, Inhalte nicht weiterleiten, Betroffene ansprechen, gemeinsam mit anderen Hilfe holen oder einer erwachsenen Person konkrete Beobachtungen schildern.
Der Projekttag stärkt diese Handlungsmöglichkeiten und zeigt, dass auch kleine Entscheidungen eine Gruppendynamik verändern können.
Die Rolle der Klassengemeinschaft
Eine Klasse kann Mobbing nicht allein durch Regeln verhindern. Entscheidend ist, ob Regeln im Alltag tatsächlich getragen werden. Jugendliche beobachten sehr genau, ob Erwachsene konsequent, fair und verlässlich handeln.
Nach dem Projekttag braucht es deshalb klare Anschlussarbeit. Hilfewege, Klassenchat-Regeln und Formen der Konfliktklärung sollten sichtbar und verständlich bleiben.
Die Klassengemeinschaft wird gestärkt, wenn unterschiedliche Meinungen möglich sind, ohne dass einzelne Personen abgewertet oder dauerhaft isoliert werden.
Wie Lehrkräfte angemessen reagieren können
Lehrkräfte sollten Hinweise ernst nehmen, ohne vorschnell öffentlich zu konfrontieren. Ein unvorbereitetes Gespräch vor der Klasse kann Betroffene zusätzlich belasten oder dazu führen, dass Beweise verschwinden.
Sinnvoll sind zunächst vertrauliche Gespräche, Dokumentation und eine abgestimmte Einschätzung mit Schulsozialarbeit oder Schulleitung.
Der Projekttag ergänzt diese Arbeit auf Gruppenebene. Er ersetzt keine individuelle Fallklärung, kann aber Verantwortung und Prävention in der Klasse stärken.
Wie Eltern unterstützen können
Eltern sollten zuhören, Ruhe bewahren und nicht sofort eigenständig andere Jugendliche oder Eltern konfrontieren. Wichtig ist, konkrete Beobachtungen zu sichern und gemeinsam mit der Schule einen planvollen Weg zu vereinbaren.
Betroffene Jugendliche brauchen das Gefühl, ernst genommen zu werden, ohne dass ihnen die Kontrolle vollständig entzogen wird.
Auch Eltern von beteiligten oder zuschauenden Jugendlichen können Verantwortung stärken, ohne pauschal zu beschämen.
Nachbereitung über mehrere Wochen
In der ersten Woche können zentrale Regeln, Ansprechpartner und Hilfewege sichtbar gemacht werden. In der zweiten Woche wird eine typische Gruppensituation reflektiert: Wer hatte Einfluss? Wer blieb außen vor? Welche Handlung wäre hilfreich gewesen?
Nach drei oder vier Wochen folgt eine kurze Bilanz. Funktionieren die Vereinbarungen? Werden problematische Inhalte weitergeleitet? Wissen die Jugendlichen, an wen sie sich wenden können?
Diese kurzen Schritte erhöhen die Nachhaltigkeit, ohne den Unterricht dauerhaft zu belasten.
Wann ein weiterer Projekttag sinnvoll ist
Ein Folgetermin kann sinnvoll sein, wenn Cybermobbing, Resilienz, Klassenklima, Konfliktlösung oder Zivilcourage vertieft werden sollen.
Die Entscheidung sollte sich an der tatsächlichen Entwicklung der Klasse orientieren. Nicht jede Klasse benötigt automatisch mehrere Termine.
Leitgedanke für Gymnasien
Mobbing wird nicht durch Schweigen gelöst. Jugendliche brauchen sichere Handlungsmöglichkeiten, verlässliche Erwachsene und eine Klasse, die Verantwortung nicht an einzelne Personen abschiebt.
Referenzschulen und Bildungspartner
Die TRY-BULLS Academy war bereits an Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Einsatz.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Rückmeldungen aus Projekten zu Teamgeist, Fairness, Verantwortung und respektvollem Umgang.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die abwechslungsreichen Übungen und die Werte Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion haben das Klassenteam positiv beeinflusst.“Klasse 6bGymnasium Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum
„Im Projekt konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Jugendliche, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden natürlich und praxisnah vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Gymnasium
Häufige Fragen zu Anti-Mobbing Gymnasium
Antworten für Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Eltern.
Was ist der Unterschied zwischen Mobbing und Streit?
Mobbing ist wiederholt, systematisch und durch ein Machtungleichgewicht geprägt. Ein Streit ist meist wechselseitig.
Wie viele Klassen nehmen an einem Projekttag teil?
Genau eine Gymnasialklasse. Weitere Klassen erhalten separate Termine.
Wie groß darf die Klasse sein?
Maximal 35 Schülerinnen und Schüler.
Wie lange dauert der Projekttag?
In der Regel vom Morgen bis ungefähr 13:30 Uhr.
Müssen die Jugendlichen sportlich sein?
Nein. Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Welche Themen werden behandelt?
Gruppendruck, Ausgrenzung, Rollen, Cybermobbing, Zivilcourage, Hilfewege und digitale Verantwortung.
Bleibt die Lehrkraft dabei?
Ja. Ihre Anwesenheit ist für Sicherheit, Beobachtung und Nachbereitung wichtig.
Ist der Projekttag bei akutem Mobbing ausreichend?
Nein. Er ersetzt keine Fallklärung und Schutzmaßnahmen.
Wird Cybermobbing einbezogen?
Ja. Klassenchats, Screenshots, Weiterleitungen und soziale Medien können berücksichtigt werden.
Wie wird nachbereitet?
Durch Regeln, Klassenrat, Tutorium, Schulsozialarbeit und kurze Reflexionen.
Was kostet ein Projekttag?
Die Kosten hängen von Ort, Klassengröße, Thema und Aufwand ab.
Wie kann das Gymnasium anfragen?
Über das Kontaktformular oder die zentrale Projektanfrage.
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