Anti-Mobbing-Workshop: Ausgrenzung erkennen, Zivilcourage stärken, Klasse schützen
Praxisnaher Workshop für Schulklassen, der Mobbingdynamiken sichtbar macht, Verantwortung stärkt und Kindern konkrete Handlungsmöglichkeiten vermittelt.
Anti-Mobbing-Workshop anfragen Ablauf ansehen Mobbingprävention lesenMobbingprävention braucht mehr als einen Vortrag
Ein wirksamer Anti-Mobbing-Workshop muss Kinder und Jugendliche emotional erreichen, ohne einzelne Schülerinnen oder Schüler bloßzustellen. Deshalb verbindet die TRY-BULLS Academy Bewegung, Teamaufgaben, klare Regeln und Reflexion.
Die Klasse erlebt, wie Ausgrenzung entsteht, welche Rollen eine Gruppe einnimmt und warum Schweigen oder Mitmachen Mobbing stabilisieren kann. Gleichzeitig entwickeln die Schülerinnen und Schüler konkrete Möglichkeiten, fair und sicher zu handeln.
Was ist Mobbing – und was ist ein normaler Konflikt?
Mobbing ist kein einzelner Streit und keine einmalige Beleidigung. Es handelt sich um wiederholte, gezielte Ausgrenzung oder Abwertung über einen längeren Zeitraum. Häufig besteht ein Machtungleichgewicht: Das betroffene Kind kann sich allein kaum aus der Situation befreien, während die Gruppe die Dynamik direkt oder indirekt stabilisiert.
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Konflikte gehören zum sozialen Lernen. Zwei Kinder können sich streiten, unterschiedliche Interessen haben und später gemeinsam eine Lösung finden. Bei Mobbing entsteht dagegen ein festes Muster. Eine Person wird wiederholt angegriffen, ausgelacht, ignoriert, ausgeschlossen oder digital bloßgestellt.
Ein guter Anti-Mobbing-Workshop vermittelt deshalb nicht nur die Botschaft „Seid nett zueinander“. Die Klasse muss verstehen, wie Mobbing entsteht, warum es sich verfestigt und welche Verantwortung nicht nur die direkt Beteiligten, sondern auch Zuschauende und Mitlaufende tragen.
Vertiefende Hintergrundinformationen finden Schulen auf den Seiten Was ist Mobbing?, Mobbing erkennen und Was tun bei Mobbing?.
Wichtig
Ein Workshop darf niemals dazu führen, dass ein betroffenes Kind öffentlich als Opfer markiert oder ein anderes Kind vor der Klasse als Täter festgelegt wird. Ziel ist es, sichere Lernräume zu schaffen und Gruppendynamiken verantwortungsvoll zu bearbeiten.
Typische Warnsignale
- wiederholtes Auslachen oder Abwerten
- systematisches Ausschließen aus Gruppen
- Gerüchte, Spitznamen oder demütigende Kommentare
- Beschädigen oder Verstecken persönlicher Dinge
- digitale Bloßstellung oder beleidigende Chats
- deutlicher Rückzug eines Kindes
- häufige Bauch- oder Kopfschmerzen vor der Schule
- Angst vor Pausen, Wegen oder bestimmten Situationen
Anti-Mobbing wird verständlich, wenn die Klasse es gemeinsam erlebt
Bewegung, Teamaufgaben und Reflexion machen sichtbar, wie Gruppen reagieren, wer andere einbezieht und wie schnell sich Ausgrenzung auf die gesamte Klasse auswirkt.
So arbeitet die TRY-BULLS Academy mit Schulklassen
Das Video zeigt eine echte Szene aus der bewegungsorientierten Projektarbeit. Regeln, Teamgeist und Reflexion bilden die Grundlage für einen sicheren und respektvollen Lernraum.
Welche Rollen gibt es im Mobbingprozess?
Mobbing wird häufig zu eng betrachtet. Der Blick richtet sich dann nur auf die angreifende und die betroffene Person. Tatsächlich ist Mobbing meistens ein Gruppenprozess. Unterschiedliche Rollen tragen dazu bei, dass die Situation bestehen bleibt oder sich verändert.
Betroffene Person
Das Kind oder der Jugendliche erlebt wiederholte Abwertung, Ausgrenzung oder Angriffe und kann die Situation meist nicht allein beenden.
Initiierende Person
Sie stößt Angriffe oder Ausgrenzung an und gewinnt häufig Aufmerksamkeit oder Macht innerhalb der Gruppe.
Mitlaufende
Sie lachen mit, verbreiten Inhalte weiter oder beteiligen sich, weil sie dazugehören oder nicht selbst zum Ziel werden möchten.
Zuschauende
Sie beobachten die Situation, greifen aber nicht ein. Ihr Schweigen kann von Beteiligten als Zustimmung wahrgenommen werden.
Unterstützende
Sie zeigen Zivilcourage, holen Hilfe, widersprechen oder stehen der betroffenen Person zur Seite.
Erwachsene Bezugspersonen
Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Eltern tragen Verantwortung, Signale ernst zu nehmen und strukturiert zu handeln.
Ziele des Anti-Mobbing-Workshops
Der Workshop stärkt nicht nur Wissen, sondern konkrete Handlungsfähigkeit.
Mobbing erkennen
Die Klasse lernt, Mobbing von Streit, Konflikt und einmaligen Grenzüberschreitungen zu unterscheiden.
Rollen verstehen
Schülerinnen und Schüler erkennen, wie Mitmachen, Lachen, Schweigen oder Helfen die Gruppendynamik verändern.
Zivilcourage stärken
Kinder entwickeln sichere Möglichkeiten, Hilfe zu holen, Betroffene zu unterstützen und unfairen Situationen zu widersprechen.
Grenzen achten
Ein klares Stopp, respektvolle Sprache und verlässliche Regeln werden praktisch eingeübt.
Gemeinschaft fördern
Die Klasse erlebt, dass jedes Kind Einfluss auf Sicherheit, Fairness und das Klassenklima hat.
Transfer sichern
Die Erfahrungen werden auf Pausen, Unterricht, Gruppenarbeit und digitale Kommunikation übertragen.
So läuft ein Anti-Mobbing-Workshop ab
Der genaue Ablauf wird an Alter, Gruppengröße und Ausgangslage angepasst. Eine Grundschulklasse braucht andere Beispiele und Reflexionsfragen als eine siebte oder achte Klasse. Dennoch folgt jeder Workshop einer klaren Struktur.
1. Sicherer Rahmen und gemeinsame Regeln
Zu Beginn werden Regeln für Sprache, Respekt und Beteiligung geklärt. Niemand wird gezwungen, persönliche Erfahrungen vor der Gruppe offenzulegen. Der Workshop soll Schutz bieten und darf keine neue Bloßstellung erzeugen.
2. Aktivierung und gemeinsames Erleben
Bewegungsorientierte Aufgaben holen die Klasse aus der reinen Zuhörerrolle. Gruppenverhalten wird sichtbar: Wer bestimmt? Wer wird übergangen? Wer motiviert andere? Wer hält sich zurück? Diese Beobachtungen bilden später die Grundlage für Reflexion.
3. Mobbing verstehen
An altersgerechten Beispielen wird geklärt, was Mobbing kennzeichnet und warum wiederholte Ausgrenzung eine andere Reaktion verlangt als ein normaler Streit. Dabei wird auch thematisiert, wie sich digitales Mobbing von Situationen auf dem Schulhof unterscheiden kann.
4. Rollen und Verantwortung
Die Klasse betrachtet die verschiedenen Rollen im Mobbingprozess. Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass Zuschauende nicht machtlos sind. Schon kleine Handlungen können die Dynamik verändern: nicht mitlachen, eine Nachricht nicht weiterleiten, Hilfe holen oder sich neben die betroffene Person stellen.
5. Konkrete Handlungsmöglichkeiten
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln realistische und sichere Reaktionen. Nicht jedes Kind soll allein dazwischengehen. Zivilcourage bedeutet auch, Erwachsene zu informieren, Unterstützung zu organisieren und Grenzen klar zu benennen.
6. Transfer in den Schulalltag
Zum Abschluss wird geklärt, was die Klasse in Pausen, Gruppenarbeiten, Klassenchats und Konfliktsituationen konkret verändern kann. Die Ergebnisse können mit bestehenden Klassenregeln und schulischen Präventionskonzepten verbunden werden.
Sie möchten Mobbing nicht nur besprechen, sondern Handlungssicherheit schaffen?
Wir stimmen den Anti-Mobbing-Workshop auf Alter, Klassensituation und Zielsetzung Ihrer Schule ab.
Workshop unverbindlich anfragen Allgemeinen Ablauf ansehenWarum Bewegung im Anti-Mobbing-Workshop wirkt
Mobbing ist ein soziales Geschehen. Deshalb reicht es nicht, ausschließlich darüber zu sprechen. Bewegung und Teamaufgaben schaffen Situationen, in denen Gruppendynamik unmittelbar erlebbar wird. Kinder sehen, wie Ausschluss wirkt, wie Unterstützung Sicherheit gibt und warum klare Regeln für alle wichtig sind.
Besonders Schülerinnen und Schüler, die bei langen Gesprächsrunden abschalten, werden durch aktive Aufgaben besser erreicht. Sie erhalten die Möglichkeit, Stärken zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und in neuen Rollen erlebt zu werden.
Die Werte des Rugbysports bieten dafür einen passenden Rahmen: Respekt, Fairness, Teamgeist, Disziplin und kontrollierte Stärke. Es geht nicht um harten Kontaktsport, sondern um sichere, altersgerechte Übungen mit klarer pädagogischer Zielsetzung.
Für welche Klassen ist der Workshop geeignet?
Der Anti-Mobbing-Workshop eignet sich für Grundschulen und weiterführende Schulen. Er kann präventiv durchgeführt werden, wenn eine Klasse ihre Gemeinschaft stärken und Ausgrenzung früh verhindern möchte. Er kann außerdem eingesetzt werden, wenn erste Warnsignale sichtbar werden.
Bei bereits stark eskalierten oder lang andauernden Mobbingfällen sollte ein Workshop nie die einzige Maßnahme sein. Dann braucht es zusätzlich eine strukturierte Fallklärung durch Schule, Schulsozialarbeit und gegebenenfalls weitere Fachstellen. Der Workshop kann die Klasse unterstützen, ersetzt aber keine individuelle Intervention.
Grundschule
In der Grundschule arbeiten wir mit einfachen Begriffen, klaren Beispielen und viel Bewegung. Themen sind unter anderem Stopp-Regeln, Hilfe holen, niemanden absichtlich ausschließen und Verantwortung in der Gruppe. Weitere Informationen bietet die Seite Mobbingprävention Grundschule.
Sekundarstufe
Bei älteren Schülerinnen und Schülern spielen Gruppendruck, Status, digitale Kommunikation und Angst vor eigener Ausgrenzung eine größere Rolle. Die Reflexion wird entsprechend differenzierter und stärker auf reale Entscheidungssituationen ausgerichtet.
Gymnasium
Für Gymnasien kann der Workshop mit Themen wie Cybermobbing, Gruppendruck und Verantwortung in Klassenchats verbunden werden. Eine passende Vertiefungsseite ist Anti-Mobbing Gymnasium.
Cybermobbing und digitale Gruppendynamik
Digitale Kommunikation verändert Mobbing. Beleidigungen, Bilder oder Gerüchte können jederzeit verbreitet werden und erreichen schnell große Gruppen. Betroffene finden oft keinen sicheren Rückzugsort, weil Nachrichten auch nach Schulschluss weiterlaufen.
Im Workshop kann thematisiert werden, warum das Weiterleiten, Liken oder Kommentieren verletzender Inhalte die Dynamik verstärkt. Schülerinnen und Schüler lernen, Beweise zu sichern, Hilfe zu holen, Inhalte nicht weiterzuverbreiten und betroffene Personen nicht allein zu lassen. Vertiefende Informationen stehen auf der Seite Cybermobbing Schule.
Wie wird der Workshop nachhaltig?
Ein einzelner Workshop kann einen starken Impuls geben. Nachhaltig wird er, wenn Schule und Klasse anschließend an gemeinsame Erkenntnisse anknüpfen. Dazu gehören klare Regeln, verlässliche Ansprechpartner und eine Haltung, die Hinweise ernst nimmt.
Lehrkräfte können zentrale Begriffe und Handlungsmöglichkeiten im Unterricht erneut aufgreifen. Schulsozialarbeit kann mit einzelnen Gruppen weiterarbeiten. Klassenregeln können so formuliert werden, dass nicht nur Verbote, sondern konkrete Erwartungen sichtbar werden.
Besonders sinnvoll ist die Verbindung mit Klassengemeinschaft stärken, Zivilcourage in der Schule, sozialem Lernen und der Arbeit am Klassenklima.
Was Schulen nach dem Workshop weiterführen können
- klare Ansprechpersonen für betroffene Kinder benennen
- Klassenregeln regelmäßig gemeinsam überprüfen
- Zivilcourage positiv sichtbar machen
- Klassenchats und digitale Kommunikation thematisieren
- Warnsignale dokumentieren und frühzeitig besprechen
- Eltern sachlich und lösungsorientiert einbeziehen
Vorteile für Lehrkräfte und Schulsozialarbeit
Der Workshop schafft einen besonderen Rahmen außerhalb des üblichen Unterrichts. Lehrkräfte können Gruppendynamiken beobachten, ohne jede Aufgabe selbst anzuleiten. Häufig werden Rollen sichtbar, die im Klassenraum weniger deutlich erscheinen.
Vor dem Termin werden Anlass, Beobachtungen und Zielsetzung abgestimmt. So kann der Workshop an bestehende Präventionskonzepte anknüpfen. Für Schulsozialarbeit ist besonders wichtig, dass sensible Fälle vertraulich behandelt und keine Kinder öffentlich markiert werden.
Weitere Informationen finden sich auf den Seiten Für Lehrkräfte, Für Schulsozialarbeit und Für Schulleitungen.
Organisation, Kosten und Förderung
Ein Anti-Mobbing-Workshop kann als einzelner Projekttag, kürzerer Workshop oder Teil einer Projektwoche umgesetzt werden. Dauer, Gruppengröße, Anzahl der Klassen und räumliche Möglichkeiten werden individuell abgestimmt.
Eine Turnhalle oder geeignete Bewegungsfläche ist ideal. Welche Materialien erforderlich sind, wird vorab geklärt. Bei mehreren Klassen empfiehlt sich eine frühzeitige Planung.
Die Kosten richten sich nach Umfang, Ort und organisatorischem Aufwand. Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten stehen unter Kosten und Förderung sowie Fördermittel für Schulen.
Was bei einem akuten Mobbingverdacht besonders wichtig ist
Wenn eine Schule vermutet, dass ein Kind bereits über längere Zeit systematisch ausgegrenzt oder angegriffen wird, sollte nicht vorschnell mit einer offenen Klassendiskussion begonnen werden. Ein unvorbereiteter Austausch kann dazu führen, dass das betroffene Kind noch stärker in den Mittelpunkt gerät oder dass Beteiligte ihre Verantwortung abstreiten. Deshalb braucht es zunächst eine ruhige, strukturierte Klärung durch die zuständigen Erwachsenen.
Wichtig ist, Beobachtungen von Bewertungen zu trennen. Statt allgemein zu sagen, eine Klasse sei „schwierig“, sollten konkrete Situationen festgehalten werden: Wer wurde wann ausgeschlossen? Welche Aussagen sind gefallen? Gab es digitale Nachrichten? Wie häufig wiederholt sich das Verhalten? Welche Auswirkungen sind beim betroffenen Kind sichtbar? Eine sachliche Dokumentation erleichtert es, Muster zu erkennen und geeignete Schritte einzuleiten.
Der Anti-Mobbing-Workshop kann in einer solchen Situation ein Baustein sein, muss aber in ein abgestimmtes Vorgehen eingebettet werden. Die TRY-BULLS Academy klärt vorab mit Schule und Schulsozialarbeit, welche Inhalte im Klassenverband sinnvoll sind und welche Aspekte vertraulich außerhalb des Workshops bearbeitet werden müssen.
Schutz der betroffenen Person
Der Schutz des betroffenen Kindes steht an erster Stelle. Es sollte nicht aufgefordert werden, vor der Klasse über persönliche Erfahrungen zu sprechen. Ebenso wenig sollte die Gruppe aufgefordert werden, öffentlich Schuldige zu benennen. Stattdessen arbeitet der Workshop mit allgemein verständlichen Situationen, Rollen und Handlungsmöglichkeiten.
Verantwortung der Erwachsenen
Kinder brauchen klare Signale, dass Erwachsene Hinweise ernst nehmen und handeln. Es reicht nicht, Betroffenen lediglich zu raten, selbstbewusster aufzutreten. Die Verantwortung für Schutz, Klärung und konsequente Grenzen liegt bei den Erwachsenen und den schulischen Strukturen.
Workshop und Fallarbeit unterscheiden
Ein Klassenworkshop richtet sich an die Gruppendynamik und stärkt gemeinsame Handlungssicherheit. Eine Fallarbeit befasst sich dagegen gezielt mit konkreten Beteiligten, Dokumentation, Schutzmaßnahmen und weiteren Schritten. Beide Ebenen können sich ergänzen, dürfen aber nicht miteinander verwechselt werden.
Eltern sinnvoll einbeziehen
Eltern erleben Mobbingsituationen häufig emotional und mit großer Sorge. Manche Eltern erfahren erst spät, dass ihr Kind betroffen ist. Andere reagieren defensiv, wenn ihr eigenes Kind als beteiligt beschrieben wird. Eine sachliche und respektvolle Kommunikation ist deshalb entscheidend.
Schulen sollten Eltern nicht mit pauschalen Vorwürfen konfrontieren, sondern konkrete Beobachtungen benennen. Gleichzeitig ist es wichtig, klarzumachen, dass Mobbing keine harmlose Phase ist und dass die Schule Verantwortung übernimmt. Eltern können unterstützen, indem sie zuhören, digitale Kommunikation im Blick behalten und gemeinsam mit der Schule an verlässlichen Lösungen arbeiten.
Der Workshop selbst kann durch eine kurze Elterninformation begleitet werden. Darin können Ziele, Inhalte und Grenzen des Angebots erklärt werden. So entsteht Transparenz, ohne sensible Details aus der Klasse preiszugeben. Weitere Informationen für Familien bietet die Seite Für Eltern.
Nachbereitung in der Klasse
Nach dem Workshop sollte die Klasse nicht einfach zum Alltag übergehen. Die wichtigsten Erkenntnisse müssen erneut aufgegriffen werden. Lehrkräfte können beispielsweise eine gemeinsame Vereinbarung formulieren: Was tun wir, wenn jemand ausgeschlossen wird? Wer sind unsere Ansprechpersonen? Wie gehen wir mit verletzenden Nachrichten in Klassenchats um?
Auch positive Entwicklungen sollten sichtbar gemacht werden. Wenn Schülerinnen und Schüler Zivilcourage zeigen, andere einbeziehen oder Hilfe holen, verdient dieses Verhalten Anerkennung. So entsteht Schritt für Schritt eine Kultur, in der Fairness und Verantwortung nicht nur gefordert, sondern tatsächlich gelebt werden.
Bei anhaltenden Problemen empfiehlt sich eine weitere Begleitung. Das kann eine erneute Klassenstunde, ein Gespräch mit Schulsozialarbeit, eine Vertiefung zur gewaltfreien Kommunikation oder ein zusätzlicher Projekttag zu sozialem Lernen sein.
Grundsatz für wirksame Mobbingprävention
Die Verantwortung darf nicht allein bei der betroffenen Person liegen. Eine sichere Klasse entsteht, wenn Erwachsene konsequent handeln und Schülerinnen und Schüler lernen, dass Zuschauen, Mitmachen und Helfen unterschiedliche Folgen haben.
Weiterführende Fachinformationen
Weitere fachliche Informationen zu Mobbing, Prävention und schulischen Schutzmaßnahmen bieten die Bundeszentrale für politische Bildung, die Polizeiliche Kriminalprävention und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.
Referenzschulen und Bildungspartner
Die TRY-BULLS Academy war bereits an Schulen und Bildungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen im Einsatz.









Das sagen Schulen über unsere Arbeit
Rückmeldungen aus Projekten zu Fairness, Teamgeist, Zusammenarbeit und respektvollem Umgang.
„Ein großartiges Projekt, welches mehr als nur einen gewaltfreien Umgang miteinander vermittelt. Die abwechslungsreichen Übungen und die Werte Respekt, Fairness, Solidarität, Integration und Passion haben das Klassenteam positiv beeinflusst.“Klasse 6bGrundschule Forst Mitte
„Besonders beeindruckend war, dass eine sonst sehr herausfordernde Klasse in diesem Rahmen ihre Stärken zeigen konnte. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten konzentriert und kooperativ zusammen.“Maria-Louise HartmannRespekt Coach · Christliche Schule Johanneum
„Im Projekt konnten unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung praxisnah erleben.“K. SchulzSchulleitung · Jahnschule Wittenberge
„Mit viel Spaß und Bewegung lernten die Kinder, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Respekt im Sport und im Alltag sind.“Schule am BuntzelbergBerlin-Bohnsdorf
„Der Rugby-Tag hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet. Teamgeist, Fairness und gegenseitiger Respekt wurden natürlich und praxisnah vermittelt.“Tamara JankowskiSchulsozialarbeit · Annedore-Leber-Grundschule
Häufige Fragen zum Anti-Mobbing-Workshop
Antworten für Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Eltern.
Was ist das Ziel eines Anti-Mobbing-Workshops?
Die Klasse lernt, Mobbing zu erkennen, Rollen zu verstehen, Zivilcourage zu zeigen und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Ist der Workshop nur für Klassen mit akuten Problemen geeignet?
Nein. Er eignet sich auch präventiv, um Ausgrenzung früh zu verhindern und die Klassengemeinschaft zu stärken.
Kann ein einzelner Workshop Mobbing beenden?
Ein Workshop kann einen wichtigen Impuls geben, ersetzt bei einem akuten Mobbingfall aber keine strukturierte Fallklärung und längerfristige Begleitung.
Werden konkrete Fälle in der Klasse öffentlich besprochen?
Nein. Einzelne Kinder werden nicht vor der Gruppe als Opfer oder Täter markiert. Sensible Fälle müssen geschützt und separat bearbeitet werden.
Für welche Altersgruppen ist der Workshop geeignet?
Das Angebot kann für Grundschule und weiterführende Schulen angepasst werden. Beispiele, Sprache und Übungen richten sich nach dem Alter.
Wie lange dauert der Anti-Mobbing-Workshop?
Je nach Zielsetzung ist ein kürzerer Workshop oder ein vollständiger Projekttag mit etwa sechs Schulstunden möglich.
Wird Cybermobbing ebenfalls behandelt?
Ja. Digitale Ausgrenzung, Klassenchats, Weiterleiten von Inhalten und sichere Reaktionen können als Schwerpunkt integriert werden.
Müssen die Schülerinnen und Schüler Rugby spielen können?
Nein. Es sind keine sportlichen Vorkenntnisse erforderlich. Die Übungen sind sicher und altersgerecht.
Wird eine Sporthalle benötigt?
Eine Turnhalle oder geeignete Bewegungsfläche ist ideal. Die räumlichen Möglichkeiten werden vorab abgestimmt.
Wie wird die Nachhaltigkeit unterstützt?
Durch Reflexion, konkrete Klassenregeln, Anschlussmöglichkeiten für Lehrkräfte und die Verbindung mit weiteren Präventionsmaßnahmen.
Was kostet ein Anti-Mobbing-Workshop?
Die Kosten hängen von Dauer, Ort, Gruppengröße und Umfang ab. Weitere Informationen finden Sie unter Kosten und Förderung.
Wie kann eine Schule den Workshop anfragen?
Nutzen Sie das Kontaktformular oder die zentrale Projektanfrage. Anschließend werden Anlass, Zielgruppe und Rahmen abgestimmt.
Anti-Mobbing-Workshop für Ihre Schule anfragen
Schildern Sie uns kurz die Altersgruppe, die Klassensituation und Ihr Ziel. Wir stimmen den Workshop passend auf Ihre Schule ab.
TRY-BULLS Academy
Rico Schmidt
Telefon: 0174 3015937
E-Mail: mail@try-bulls-academy.com
© TRY-BULLS Academy – Gewaltprävention · Mobbingprävention · Soziales Lernen
Startseite Programme Mobbingprävention Soziales Lernen Klassengemeinschaft Referenzen Kontakt Datenschutz Impressum